Neue Trainerscheine im Schachverein

 

(Ein Bericht von Andreas Jagodzinsky, 15.03.2019)

 

Ein Grund für die hervorragende Jugendarbeit im Schachverein liegt darin, dass regelmäßig Spieler des Vereins die Ausbildung zum Trainer absolvieren.

 

Vielfach glauben einigermaßen DWZ-starke Spieler, dass sie schon deshalb auch gute Trainer sind. In vielen Fällen ist das ein Irrtum.

 

Die C-Trainerausbildung des Schachbundes NRW bietet ein hervorragendes Rüstzeug für Spieler, die gerne als Trainer tätig werden wollen.

Aktuell absolviert Moritz Runte diesen Lehrgang, der an sieben Wochenenden stattfindet.

 

Bereits seit mehreren Monaten ist Moritz im Jugendtraining des Vereins tätig.

Gleiches gilt für Valerija Naumenko, die vermutlich im nächsten Jahr die Trainerausbildung angehen wird.

 

Die hochkarätigste Trainerin des Vereins ist jedoch Carmen Voicu-Jagodzinsky, die nicht nur Landestrainerin des Schachbundes NRW ist, sondern auch regelmäßig bei Jugendwelt- und -europameisterschaften als Trainerin aktiv ist.

 

Als A-Trainerin muss sie alle zwei Jahre Pflichtfortbildungen nachweisen, um die Lizenz zu verlängern. In diesem Jahr tat sie das genau wie ich im Februar in Köln beim ersten Teil der A-Trainerausbildung 2019. DSB-Ausbildungsreferentin Olga Birkholz ist es gelungen, in den neuen A-Trainer-Lehrgang auch einen FIDE-Trainer-Lehrgang zu integrieren.

Der Weltschachbund bietet eine eigene Trainerausbildung an, da nur wenige Mitgliedsverbände eine eigene Ausbildung haben.

 

Als Dozent war Adrian Mikhalchishin in Köln. Er ist Großmeister und als FIDE-Seniortrainer Inhaber der höchsten Trainerstufe im Weltschach.

Er gehörte unter anderem zum Team des 12. Schachweltmeisters Anatoly Karpow und trainierte zahlreiche Weltklassespieler.

 

Überaus kurzweilig vermittelte er von Donnerstag bis Freitag Wissenswertes um das Training.

Abschließend mussten alle Teilnehmer einen Test schreiben.

Abhängig vom Testergebnis, der Erfahrung als Trainer und der Spielstärke wurde man dann entweder FIDE-Trainer oder FIDE-Instructor.

 

 

Anlässlich der Mannschafts-WM fand in der kasachischen Hauptstadt Astana letzte Woche die Präsidiumssitzung der FIDE statt. Dort wurde für Carmen und mich der FIDE-Trainertitel bestätigt.

DSAM-Triumph für Artur Mai

 

(Ein Bericht von Andreas Jagodzinsky, 04.03.2019)

 

Am vorletzten Vorrundenturnier der laufenden Serie der Deutschen Amateurmeisterschaften nahmen einige Spieler des Schachvereins teil.

 

Ich startete in Gruppe A, Timo Leonard in Gruppe C, Artur Mai in Gruppe E und Lukas Jagodzinsky in Gruppe G.

Dazu kam mit Linda Becker (ebenfalls Gruppe E) noch eine Spielerin der SG Plettenberg, die in der kommenden Saison für unsere Frauenmannschaft in der zweiten Bundesliga spielen wird (eine Spielervorstellung folgt bald).

Zusammen mit Artur startete sie unter dem von Artur gewählten Namen „Die Deppen aus dem Sauerland“ in der Kategorie „Gemischtes Doppel“.

 

 

Gespielt wurde im Maritim-Hotel in Bad Wildungen, das exzellente Spielbedingungen bot. Linda und Artur waren die erfolgreichsten Akteure der Delegation.

Wer wie ich Artur seit seinen schachlichen Anfängen 2013 kennt, kann vor seiner Entwicklung nur den größten Respekt haben.

 

Er war mit dem festen Willen, das Turnier zu gewinnen angereist.

Zwar musste er in Runde eins um das Remis kämpfen. Aber danach war er im Turnier angekommen und gewann die Runden zwei bis vier, mal im Königsangriff, mal im Endspiel.

 

In der letzten Runde lag er mit zwei weiteren Spielern auf dem geteilten zweiten Platz. Sein Schlussrundengegner führte mit 4/4.

Nach dem Remis an Brett zwei stand fest, dass Artur mit einem Sieg das Turnier gewinnen würde. Im Falle eines Remis wäre er für die Endrunde qualifiziert. Nur bei einer Niederlage wäre er aufgrund der schlechten Buchholzwertung chancenlos gewesen.

Artur lehnte bereits früh das gegnerische Remisangebot ab und setzte sich in einer starken Angriffspartie durch.

Linda, die ungeschlagen 3,5/5 erzielen konnte, qualifizierte sich ebenfalls. Zusammen gewannen die beiden Jugendspieler auch die Teamwertung.

 

Ich selbst kam mit 2,5/5 im A-Turnier auf Platz 15.

Lukas erzielte in der G-Gruppe 2/5.

Nur Timo konnte mit 1,5/5 im C-Turnier nicht zufrieden sein.

 

 

Nach Carmen Voicu-Jagodzinsky, die sich Ende Januar in Magdeburg als Turniersiegerin für das Finale in der A-Gruppe qualifizieren konnte, gelang Artur als zweitem Hemeraner Spieler der Sieg in einem Vorrundenturnier.  


Kampf der Generationen 26.1. 2019 Bericht von Reiner Klüting

 

Am vergangenen Samstag fand zu Ehren von Vlastimil Horts 75. Geburtstag (12. 1. 2019) beim Oberhausener SV 1887 ein Schnellschachwettkampf „Kampf der Generationen“ zwischen 6 Mannschaften statt, an dem neben mir auch meine langjährigen Hemeraner Vereinskameraden Wilfried Sirringhaus und Herbert Cloosters teilnahmen. Sowohl beim Sektempfang als auch vor einzelnen Runden gab Vlastimil einige schöne Anekdoten aus seiner reichhaltigen Schachkarriere zum Besten, die aufgrund der sehr lebendigen Schilderungsweise gepaart mit selbstironischer Bescheidenheit zunächst großes Schmunzeln und daraufhin großen Beifall beim Publikum erzeugten. Danach stärkten sich die Schachspieler an einem guten Buffet, wo mir neben den hervorragenden Salaten insbesondere die kräftige, fleischreiche Gulaschsuppe mundete. Die 6 ältesten Spieler kamen in die 1. Mannschaft, die von Vlastimil „Brontosaurus“ getauft wurde. Die Namen der übrigen Mannschaften (altersmäßig absteigend bis zu den jüngsten Spielern):

Die Weisen“ (mit Wilfried am 1. und Herbert am 3. Brett)

Die Erfahrenen“ (mit mir am 2. Brett)

Die Mittelalten“

Die Jungen“

Die Küken“ (immerhin zwischen 15 und 30 Jahre alt!)

 

Die Bedenkzeit war 12 min + 5 sec pro Zug. Wilfried holte am ersten Brett herausragende 3 von 5 möglichen Punkten; mir gelang es, mit einem positionellen Qualitätsopfer im Endspiel ein Remis gegen den „Brontosaurus“ Vlastimil zu erreichen. Es gewannen – wen wundert es? – „Die Jungen“. Insgesamt ein gelungener Festtag mit Festschmaus (man konnte sich auch zwischen den Runden weiter am Buffet stärken)und interessanten Partien. Dem gastgebenden Verein OSV 1887, in dem Vlastimil Hort schon seit vielen Jahren Mitglied ist, ein herzliches „Danke“ für diesen schönen Tag!

Carmen Voicu-Jagodzinsky gewinnt DSAM-Vorrunde in Magdeburg

 

(Ein Bericht von Andreas Jagodzinsky, 27.01.2019)

 

Mit einem schnellen Remis sicherte Carmen Voicu-Jagodzinsky vor wenigen Minuten den Sieg in der A-Gruppe des DSAM-Vorrundenturniers in Magdeburg ab und qualifizierte sich für das Finale ebenfalls in Magdeburg im Rahmen des Deutschen Schachgipfels mit Deutscher Meisterschaft und German Masters.

 

Für die rumänische Großmeisterin war es der erste Turniersieg seit Dezember 2014 in Unna.

Mit drei souveränen Siegen hatte sie die Tabellenspitze übernommen. In der vierten Runde verteidigte sich ihr Gegner umsichtig und nahm ihr einen halben Punkt ab. In der Schlussrunde ging Carmen daher kein Risiko ein und bot nach wenigen Zügen Remis an.

 

Luca Avram und Lukas Jagodzinsky spielen aktuell noch.

Kein Sieg für Hemer

 

(Ein Bericht von Andreas Jagodzinsky, 26.01.2019)

 

 

Die vierte Runde der DSAM-Vorrunde war bislang die erfolgloseste für die Hemeraner Spieler. Nur Carmen Voicu-Jagodzinsky holte einen halben Punkt und verteidigte ihre Tabellenführung, verpasste aber den vorzeitigen Turniersieg.

Luca Avram und Lukas Jagodzinsky verloren ihre Partien und müssen sich morgen um Schadensbegrenzung bemühen.

 

Die letzte Runde beginnt um 09.00 Uhr. Um diese Zeit müssen die Spieler unserer ersten Jugendmannschaft langsam aufstehen, weil sie um 11.00 Uhr gegen Paderborn in der NRW-Jugendliga Ost antreten müssen.

Zuschauer sind herzlich willkommen.

 

Die dritte Mannschaft sicherte sich mit einem Sieg gegen den TSV Hagen vor einer guten Stunde vermutlich den Klassenerhalt.

Ein kurzer Bericht folgt später.

 

Hemer verliert 1-2

 

(Ein Bericht von Andreas Jagodzinsky, 26.01.2019)

 

 

In der dritten Runde der DSAM war das Resultat der Hemeraner Delegation negativ. Luca Avram verlor seine Partie in der F-Gruppe ebenso wie Lukas Jagodzinsky seine in der G-Gruppe. Beide Spieler haben somit 1/3 und müssen heute Nachmittag versuchen, sich auf 50% zu verbessern.

Nur Carmen Voicu-Jagodzinsky konnte mit einem Sieg die Hemeraner Bilanz verbessern und übernahm damit in Gruppe A die Führung.

Am Nachmittag geht es um 15.00 Uhr für alle drei weiter.

 

Zurück in Magdeburg

 

(Ein Bericht von Andreas Jagodzinsky, 25.01.2019)

 

 

Luca Avram, Lukas Jagodzinsky und Carmen Voicu-Jagodzinsky sind zurück in Magdeburg, wo sie vor ziemlich genau einem Monat am selben Ort, im Maritim Hotel, an den Deutschen Mannschaftsmeisterschaften der U10 teilgenommen haben. Allerdings spielt Carmen dieses Mal auch selbst, was vermutlich angenehmer ist, als den beiden anderen Spaßvögeln zuzusehen.

 

Ausgetragen wird das vierte Vorrundenturnier der DSAM, bei dem in allen Gruppen je sieben Qualifikanten für das Finale - ebenfalls in Magdeburg - ermittelt werden.

Carmen, die fast keine Turniere mehr spielt, wollte vor dem entscheidenden Aufstiegsspiel der Frauenmannschaft ein wenig Spielpraxis sammeln.

 

In der ersten Runde verloren Luca (Gruppe F) und Lukas (Gruppe G), wohingegen Carmen ihre Partie siegreich gestalten konnte.

Am Nachmittag lief es dann für unsere Spieler besser. Alle drei konnten Siege einfahren, so dass die beiden Jugendspieler bei 50% liegen. Carmen trifft morgen auf den zweiten Spieler, der noch eine weiße Weste hat.

Allen Spielern (oder wie es in Hannover neuerdings heißen muss: Spieler*innen oder vielleicht sogar Spielern*innen) viel Erfolg!