Knappe Niederlage in der Jugendbundesliga

(Ein Bericht von Moritz Runte, 16.01.2021)

 


Am Sonntag traf die Jugendmannschaft des SV Hemers auf die SF Brackel. Auch wenn um
11:00 Uhr noch nicht alle Spieler der Gastgeber erschienen waren, wurden die Uhren
angedrückt.

Der Blick auf die einzelnen Partien verläuft in der Reihenfolge, in der sie
beendet wurden.
Am ersten Brett traf ich mit Weiß auf Raphael Kracht, der extra aus Berlin anreiste. Ich
versuchte, mit der italienischen Eröffnung Druck aufzubauen und Raphael opferte schließlich
eine Figur, um ein Dauerschach zu bekommen. Mit sehr genauem Spiel hätte ich das
Material behalten und weiterspielen können, aber ich wollte kein Risiko eingehen, da mir die
entstehende Stellung unklar vorkam und ließ das Dauerschach zu.
An Brett 6 musste sich Valerija Naumenko gegen Alois Römer mit dem Königsgambit
zurechtfinden. Die Damen waren früh vom Brett, sodass man eigentlich denken würde, dass
der weiße Angriff vorbei war, bevor er überhaupt begonnen hatte. Aber Alois bewies das
Gegenteil; spielte die komplizierte Stellung überzeugend und verdiente sich seinen Punkt.
Niklas Werthmann an Brett 3 durfte mit Weiß gegen Nikolay Kartsev spielen und erreichte
aus der Eröffnung eine sehr angenehme Stellung, in der mir vor allem die Bauernstruktur
und die Kontrolle des Zentrums gefiel. An einer Stelle hätte er etwas mutiger spielen können
und wäre so wahrscheinlich in Vorteil gekommen. So war die Stellung vermutlich
ausgeglichen, doch dann überschritt sein Gegner einige Züge später die Zeit.
Alexander Poggemann versuchte es, wie ich selbst, mit Italienisch gegen Nicole Garbuz an
Brett 5. Leider war er nicht so gut aus der Eröffnung gekommen und Schwarz hatte schnell
Königsangriff bekommen. Konkret kann ich nichts zu den taktischen Abwicklungen sagen,
aber Nicole schien ihre Chancen besser genutzt zu haben als Alex und gewann die Partie.
Am vierten Brett spielte Fabian Trinh gegen Denis Skabs, der Ponziani gegen unseren Mann
versuchte. Doch Fabian fand am Brett eine sehr starke Fortsetzung und hatte seine
Eröffnungsprobleme mehr als nur gelöst. Die anfängliche Spannung verflog dann wieder
schnell und die Stellung war vielleicht die ganze Zeit ausgeglichen. Am Ende einigten sich
die Spieler auf Remis.
An Brett 2 hat Timo Leonard bereits in der Eröffnung viel Zeit verbraucht gehabt und sein
Gegner, Vitaliy Garbuz, konnte einen unangenehmen Angriff gegen den schwarzen König
starten. Nachdem Vitaliy in der Folge Material gewinnen konnte, kämpfte sich Timo stark
zurück in die Partie und hatte auf einmal die bessere Stellung. Letztlich endete die Partie
auch Remis.
Insgesamt ist es also eine knappe 3,5-2,5 Niederlage geworden, wobei der Kampf bis zum
Ende spannend blieb. In der nächsten Runde werden wir die SG Bochum empfangen und
weiter versuchen unseren ersten Mannschaftssieg in der Liga zu erreichen.

 

 

Veldhoven 1979: Mit dem dritten Sieg hintereinander behält Herne den Goldpokal

(ein Bericht von Reiner Klüting, 11. 1. 2022)

 

1979 richtete zum ersten Mal die Schaakvereniging Veldhoven, gegründet am 2. 2. 1968, (siehe Fotodatei) das 8-Städte-Turnier aus. Veldhoven, das 2021 sein 100jähriges Jubiläum beging, liegt 7 km westlich von Eindhoven und hat ca. 45 000 Einwohner. Die Spielstätte war der Koningshof, ein weiträumiges Hotel-, Erholungs- und Freizeitzentrum südlich der Stadt (vgl. auch Marc Störings Bericht mit mehreren Fotos zum Städteturnier 2018 in Veldhoven).

Für die fehlende Mannschaft aus Sedan sprang erstmalig Tilburg aus Holland ein.

 

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3-5 Niederlage der Ersten in Münster nach harter Gegenwehr

(ein Bericht von Reiner Klüting, 28. 12. 2021)

 

Nach Verlegung der 2. Runde gegen den SV Welper (12. 3. 2022, 14.00 Uhr) bestritt unsere 1. Mannschaft in der 3. Runde ihr erstes Auswärtsspiel in Münster. Kurz vor Weihnachten, am 19. 12., fanden nicht zuletzt wegen der Corona-Pandemieentwicklung nur 2 der 5 angesetzten Mannschaftskämpfe statt. Im Unterschied zur 1. Runde bestand auch an den Schachbrettern während der gesamten Partie Corona-Schutzmaskenpflicht.

 

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2013: Platz 3 in Nieuwendam und 2 Einzelbrettpreise

(ein Bericht von Herbert Cloosters, Reiner Klüting und Marc Störing, 14. 12. 2021)

 

Das vierzigste 10-Städte-Turnier führte den SV Hemer am 7. 9. und 8. 9. 2013 nach Nieuwendam, einem Stadtteil im nördlichen Amsterdam. Die Mannschaftskämpfe wurden im Darmstede College ausgetragen; das Teilnehmerfeld war auf 8 Städte geschrumpft, da Blagny aus Frankreich (ursprünglich für Wirtzfeld eingesprungen) und Nordstad aus Luxemburg kurzfristig absagten. Die auf der Nachrückerliste stehenden Mannschaften konnten nicht mehr schnell genug für das angesetzte Wochenende aktiviert werden.

 

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Vorschau auf das Südwestfalen-Duell zum Auftakt der NRW-Jugendliga

(Ein Bericht von Andreas, 11.12.2021)

 

Morgen beginnt die Saison 2021/22 für unsere zweite Jugendmannschaft.

Wieder startet diese in der NRW-Jugendliga, obwohl sie wie in der letzten Saison dort eigentlich sportlich nicht spielen dürfte.

Beim letzten Mal hatte der Aufsteiger aus Südwestfalen verzichtet. Wir erhielten daraufhin das Startrecht und zwei Verstärkungen aus Weidenau.

Nach dem - erwartbaren - Abstieg ergab sich durch mehrere Verzichte eine Gelegenheit, auch in der aktuellen Saison in der zweithöchsten Liga zu starten.

 

Unser Gegner im Auftaktspiel kommt aus Plettenberg. Im Kern wird diese Mannschaft auch von sehr jungen Spielern gebildet, die schon die Erfahrung mehrerer DVM-Teilnahmen in den jüngeren Altersklassen haben.

 

Unsere Mannschaft wird sich vor allem aus jüngeren Spielern wie Lukas Jagodzinsky, Lennard Heußner und Denny Schulte genannt Trux sowie einigen Gastspielern aus Iserlohn bilden.

In seinem letzten Jugendjahr soll Felix Trinh die Mannschaft anführen, der als Ersatzspieler in der Aufstiegssaison 2019-21 in der ersten Jugendmannschaft alle Spiele bestritten und gewonnen hat.

 

Vor ihm sind noch Jule Cordes aus den Niederlanden und Catriona Dartmann Aubanell aus Spanien gemeldet, die aber in erster Linie für die Frauenmannschaft in der Bundesliga eingeplant sind. Sie werden die weite Anreise sicher nicht für jedes Jugendspiel auf sich nehmen.

 


Unentschieden zum Auftakt in der Jugendbundesliga

(Ein Bericht von Timo Leonard, 05.12.2021)

 

Nach der Frauenmannschaft startete auch die Jugend am vergangenen Samstag in die Bundesligasaison. Ob die Saison regulär stattfinden kann, scheint zu diesem Zeitpunkt allerdings noch ungewiss zu sein. Um diese Unsicherheit zu verdeutlichen, entschied sich ein Teil der Mannschaft, welcher etwas früher aus Schwerte und Bergkamen angereist war, den Generalschlüssel für unser Spiellokal im Gebäude liegen zu lassen und sich anschließend auszusperren. Nach einer guten Viertelstunde kam letztendlich der Sicherheitsdienst, sodass der Kampf noch pünktlich beginnen konnte. Die Vorzeichen waren also gut für uns. Hinzu kam, dass Katernberg etwas ersatzgeschwächt antreten musste.

 

Nichtsdestotrotz entwickelte sich ein spannender Kampf. Moritz Gegner wählte an Brett eins eine nicht sonderlich kritische Variante, die jedoch zu einer sehr komplizierten Stellung führt. An Brett drei und zwei hatten Niklas Werthmann und ich jeweils dieselbe Eröffnung auf dem Brett - Niklas aus schwarzer, ich aus weißer Sicht. Beide Stellungen waren okay. An den Brettern vier bis sechs (Fabian, Alex, Linda) standen wir auch nicht schlechter.

 

Nach gut einer Stunde entschied sich Niklas, der seine Stellung wesentlich aggressiver als mein Gegner behandelte, eine Figur zu opfern. Allerdings übersah er einen überraschenden Königszug Richtung Zentrum, sodass er nach weiterer präziser Verteidigung seines Gegners eine glatte Figur weniger hatte. Dafür standen Alex und Fabian mittlerweile klar besser: Alex hatte einen Bauern mehr und Fabian eine überzeugende Initiative. Linda konnte ihren Gegner ebenfalls unter Druck setzen.

 

Noch bevor Niklas sich geschlagen geben musste, konnte Alex in ein gewonnenes Endspiel abwickeln, das er zügig zum vollen Punkt umwandelte. Beim Stand von eins zu eins brachte Fabian uns wieder in Führung. Wie genau er das schaffte weiß ich nicht, da ich zu diesem Zeitpunkt sehr auf meine Partie konzentriert war. Ich stand zwar auf Gewinn, musste in Zeitnot allerdings noch einige vernünftige Züge finden. Ich sah daher nur noch wie Moritz am Nachbarbrett von dem Läuferpaar seines Gegners unter Druck gesetzt wurde. In einem komplizierten Endspiel gelang es seinem Gegner schlussendlich durch einen starken Königsangriff die Partie für sich zu entscheiden. Nachdem ich meine Stellung gewinnen konnte, hatte Linda nun die undankbare Aufgabe ein glatt verlorenes Endspiel irgendwie noch Remis zu halten, um so den Mannschaftssieg zu sichern. Zunächst gelang ihr das sehr gut. Sie konnte einige Figuren abtauschen, einen Bauern zurückgewinnen und so in ein nicht mehr ganz so klar verlorenes Turmendspiel gehen. Nach einem wechselhaften Turmendspiel, in dem es durchaus noch Remischancen gab, musste sich Linda letztlich geschlagen geben.

 

Somit endete die Bundesligapremiere in einem Unentschieden, was sicherlich beiden Mannschaften im Abstiegskampf helfen wird. Anfang nächsten Jahres steht ein Auswärtsspiel gegen Brackel an.

 

 

Unentschieden zum Auftakt in der Jugendbundesliga

 

Im Eröffnungsspiel der Jugendbundesliga West kam Hemer zuhause gegen Katernberg zu einem Unentschieden.

Siegen von Timo Leonard, Fabian Trinh und Alexander Poggemann standen Niederlagen von Moritz Runte, Niklas Werthmann und Linda Becker gegenüber.

Ein ausführlicher Bericht folgt.

 

Hier geht es zum Vorbericht ...

 


Vier Hemeraner Spielerinnen in den rumänischen Top 10

 

Ein sehr erfreuliches Bild zeigt die rumänische Frauenrangliste, in der vier unserer Spielerinnen in den Top 10 stehen.

Carmen Voicu-Jagodzinsky, Luminita Cosma, Alessia Ciolacu und Iulia Ionica belegen die Plätze 3, 4, 6 und 10:

 

 

Keine Punkte bei der Bundesligapremiere

 (Ein Kurzbericht von Andreas Jagodzinsky, 29.11.2021)

 

 In den kommenden Tagen werden wir noch intensiver auf das erste Bundesligawochenende der Vereinsgeschichte schauen.

Aber zunächst einmal ein kurzer Rückblick auf den gestrigen Kampf gegen Harksheide, die ein toller Gastgeber waren, auch wenn sie uns keine Punkte geschenkt haben.

 

Wir hatten im Vergleich zum Vortag einmal gewechselt, und Alisa Frey kam für Catriona Dartmann Aubanell in die Mannschaft:

 

 

Damit waren wir nominell leicht favorisiert.

Aber die Spielerinnen aus Harksheide kennen den Bundesligaabstiegskampf schon seit einigen Jahren und zeigten sich hierfür deutlich besser aufgestellt.

Nachdem bereits am Vortag die Weißpartien unser Problem gewesen waren, setzte sich dieser Trend fort.

Kathrin suchte frühzeitig Spiel auf dem Königsflügel, ging aber mit dem eigenen König in der Mitte einige Risiken ein.

Carmen Voicu-Jagodzinsky erzielte nicht den geringsten Eröffnungsvorteil und musste eher aufpassen, nicht ins Hintertreffen zu geraten. Nur Iulia Ionica zeigte erneut eine starke Leistung und stand schnell besser.

 

Alessia Ciolacu stand zunächst besser, aber gab irgendwann ihr Läuferpaar auf und hatte keinen Vorteil mehr. Sie musste schon eher aufpassen, dass die Gegnerin nicht in Vorteil kam.

Die beiden anderen Partien waren ungefähr ausgeglichen.

 

Leider zeichnete sich bei Kathrin ab, dass sie Schwierigkeiten haben würde, eine Niederlage zu vermeiden.

 

Und dann ging es nach etwa dreieinhalb Stunden Schlag auf Schlag.

Carmen spielte Remis, Iulia gewann. Aber dann passierte etwas, was für alle unerwartet kam. Unsere Spitzenspielerin Luminita Cosma überschritt in mittlerweile deutlich besserer Stellung die Zeit. In Anbetracht der Lage auf den anderen Brettern hatte ich gehofft, dass sie ggf. beim Stand von 2,5-25 oder 2-3 (Alisa und Alessia standen kritisch, Kathrin auf verlorenem Posten) um ein oder zwei Mannschaftspunkte kämpfen würde. Stattdessen stand es plötzlich 1,5-1,5, ohne dass Alessia oder Alisa realistische Chancen haben sollten, mehr als ein oder zwei Remis zu holen.

 

Schließlich musste sich Alisa geschlagen geben. Nachdem Kathrin verloren hatte, verteidigte Alessia sich umsichtig und konnte noch einen halben Punkt retten

 

Mit 2-4 ging der zweite Kampf leider verloren.

 

Damit stehen wir bereits jetzt mit dem Rücken zur Wand.

 

 

Hamburger SK - SV Hemer: Die Liveübertragung

 

Am 27.11.2021 um 14.00 Uhr gibt es die Premiere des Schachvereins in der Bundesliga live hier:

https://view.livechesscloud.com/#de8c20b2-5b4e-46ed-aa13-3b2eea73aa13

 

Und hier sind die Aufstellungen des heutigen Tages:

 

 

Und am Sonntag muss man früh aufstehen, wenn man das Spiel gegen Harksheide sehen will. Um 09.00 Uhr geht es hier weiter:

https://view.livechesscloud.com/#da2ebd93-fb33-4741-ad09-40c2725f4b75

 

Preview of the Bundesliga premiere against Hamburg!
(A report by Andreas Jagodzinsky, 11/25/2021)

The day after tomorrow the Bundesliga premiere against Hamburger SK is coming up for our women's team.
The HSK is one of the most important clubs in German chess.
Founded in 1830, it is, if Wikipedia is to be believed, the second oldest club in Germany (https://de.wikipedia.org/wiki/Hamburger_SK).

The HSK not only has Bundesliga teams in open play and the Bundesliga, but also has impressive youth work.

My first encounter with the HSK was in Magdeburg in 1997, when I competed for SG Bochum 31 at the DVM U20. At that time, we defeated Hamburg, which made Bochum the German U20 record champion for a short time. In the meantime, however, Hamburg has reclaimed this title.

In 2018, we competed with Hemer at the DVM U16 for the first time in the club's history. Unfortunately, the team around GM Luis Engel had lost the preliminary round and went to the boards with proper anger in the belly and defeated our team 4-0.

We managed a small revenge in 2019 at our first women's second division home match at Woeste-Gymnasium, when we defeated Hamburg 4.5-1.5.

To highlight individual Hamburg players or personalities would be a full-length program. However, the motor of the club, who is also an honorary member of the German Chess Federation, Christian Zickelbein, who has rendered outstanding services to chess, should not remain unmentioned. Highly recommended is the interview with him at the Schachgeflüster podcast: https://www.youtube.com/watch?v=7Nm9XGq9ItI.

Now to the sport:
Hamburg is of course the favorite against us. They have both international top players, German national players and interesting talents from Germany and abroad: https://ergebnisdienst.schachbund.de/bedm.php?liga=fb1&nummer=6.
I would like to highlight Sarah Papp, a strong opinionated and strong playing grandmaster, with whom I enjoyed working during my time at the DSB and who is "only" entered on board 6, which probably best underlines the strength of the Hamburg women.
The Bundesliga premiere against the HSK will be a special event for us.

Vorschau auf die Bundesligapremiere gegen den HSK

 (Ein Bericht von Andreas Jagodzinsky, 25.11.2021)

 

Übermorgen steht die Bundesligapremiere gegen den Hamburger SK für unsere Frauenmannschaft an.

Der HSK ist einer der bedeutendsten Vereine im deutschen Schach.

1830 gegründet ist er, wenn man Wikipedia glauben darf, der zweitälteste Verein in Deutschland (https://de.wikipedia.org/wiki/Hamburger_SK).

 

Der HSK hat nicht nur Bundesligamannschaften im offenen Spielbetrieb und der Bundesliga, sondern verfügt auch über eine beeindruckende Jugendarbeit.

Meine erste Begegnung mit dem HSK hatte ich 1997 in Magdeburg, als ich für die SG Bochum 31 bei der DVM U20 antrat. Damals besiegten wir Hamburg, was Bochum für eine kurze Zeit zum Deutschen U20-Rekordmeister machte. Mittlerweile hat sich Hamburg diesen Titel aber wieder zurückgeholt.

 

Mit Hemer traten wir 2018 bei der DVM U16 erstmals in der Vereinsgeschichte an. Leider hatte das Team um GM Luis Engel die Vorrunde verloren und ging mit ordentlich Wut im Bauch an die Bretter und besiegte unsere Mannschaft mit 4-0.

Eine kleine Revanche gelang uns 2019 bei unserem ersten Frauenzweitbundesligaheimspiel im Woeste-Gymnasium, als wir Hamburg mit 4,5-1.5 besiegen konnten.

 

Einzelne Hamburger Spieler oder Persönlichkeiten hervorzuheben, wäre ein abendfüllendes Programm. Allerdings sollte der Motor des Vereins, der auch Ehrenmitglied des Deutschen Schachbundes ist, Christian Zickelbein nicht unerwähnt bleiben, der sich um den Schachsport verdient gemacht hat. Sehr empfehlenswert ist das Interview mit ihm beim Schachgeflüster-Podcast: https://www.youtube.com/watch?v=7Nm9XGq9ItI.

 

Nun zum Sportlichen:

 

Hamburg ist natürlich Favorit gegen uns. Sie verfügen sowohl über internationale Topspielerinnen, deutsche Nationalspielerinnen und interessante Talente aus dem In- und Ausland: https://ergebnisdienst.schachbund.de/bedm.php?liga=fb1&nummer=6

Hervorheben möchte ich Sarah Papp, eine meinungs- und spielstarke Großmeisterin, mit der ich in meiner Zeit beim DSB gerne zusammengearbeitet habe und die "nur" an Brett 6 gemeldet ist, was wohl am besten die Stärke der Hamburgerinnen unterstreicht.

 

Die Bundesligapremiere gegen den HSK wird für uns ein besonderes Ereignis werden.

 


Noch vier Tage bis zur Bundesligapremiere!

 (Ein Bericht von Andreas Jagodzinsky, 23.11.2021)

 

Nur noch vier Tage, bis es für den Schachverein Hemer endlich in der Bundesliga losgeht!

Pandemiebedingt mussten wir mehr als ein Jahr warten, aber nun ist es bald soweit. Die Frauenmannschaft des Vereins wird am Samstag in Harksheide erstmals in der besten Liga der Welt um Punkte kämpfen.

Natürlich werden wir hier nicht verraten, wer am Wochenende an den Brettern sitzen wird, auch wenn die Vermutung, dass Carmen Voicu-Jagodzinsky, die mehr als jede andere Spielerin für Schach in Hemer steht, am Brett sitzen wird, ziemlich naheliegend ist.

Genauso wahrscheinlich ist, dass die Mannschaft im Durchschnitt nicht besonders alt sein wird.

Denn die Jugendarbeit von Carmen bildet den Grundstock für die beste Mannschaft, die es in der Vereinsgeschichte des SV Hemer gegeben hat.

 

Mit dem Hamburger Schachklub treffen wir am Samstag auf den Traditionsverein und eine der feinsten Adressen im Deutschen Schach.

Und Gastgeber Harksheide ist ein weiteres Beispiel für einen Verein, der über eine hervorragende Jugendarbeit eine Frauenmannschaft entwickelt hat.

Und mit unserem Reisepartner aus Lehrte verfolgt auch der vierte Verein ein ähnliches Konzept.

 

In den kommenden Tagen werden wir uns diese Vereine etwas näher anschauen.

 

Damit ist auch klar, dass es für alle Mannschaften gleich mit einem ganz wichtigen Doppelspieltag losgeht, an dem jeder Punkt für den Klassenerhalt wichtig ist. Hamburg ist dabei sicher in der angenehmsten Position, da sie bei normalem Saisonverlauf mit dem Abstiegskampf nichts zu tun haben dürften und eher auf die Plätze hinter/zwischen den großen Teams aus Königshofen, Schwäbisch-Hall und Baden-Baden schielen dürften. Um sich aber nach oben orientieren zu können, wollen sie sicher gegen Hemer und Lehrte keine Punkte abgeben.

 

Die Vorfreude auf die Bundesliga in Hemer ist jedenfalls riesig.

 

Wir werden hier in den kommenden Tagen regelmäßig berichten und möchten uns heute  bei der Sparkasse Märkisches Sauerland für die Unterstützung bedanken!

 

 

1977: Hemer als Ausrichter von 2 internationalen Turnieren

(ein Bericht von Reiner Klüting, 18. 11. 2021)

 

 

Wenige Monate vor der ersten Ausrichtung des vierten 8-Städte-Turnieres hatte der SV Hemer bereits die Gastgeberrolle für das 5. Internationale Felsenmeerpokalturnier (112 Spieler) wahrgenommen. (zum Felsenmeerpokal siehe Berichte in der Rubrik ‚Vereinsgeschichte‘: „50 Jahre Städtefreundschaft Eupen-Hemer“) Als Spielort am Samstag (10. 9. 1977) fungierte das Soldatenheim, welches seit Mitte der 60er Jahre regelmäßig als Jugendtrainingsstätte genutzt worden war; hier wurden auch die Heim-Mannschaftskämpfe der beiden Jugendmannschaften ausgetragen. (später im Jugendheim am Perick)

 

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Tabellenführung zum Saisonauftakt

(Ein Bericht von Timo Leonard, 09.11.2021)

 

Am vergangenen Sonntag empfing Hemer I die zweite Mannschaft von Bochum zum Saisonauftakt der NRW-Liga. Unsere Gegner waren stark ersatzgeschwächt, sodass wir an nahezu jedem Brett einen deutlichen DWZ-Vorteil hatten. Nichtsdestotrotz war der Kampf zeitweise spannender als es das 6-2-Ergebnis vermuten lässt.

 

Hier geht es zum Bericht und es gibt auch eine Partie zu sehen...


Tabellenführung zum Saisonauftakt


Der erste Auftritt des Schachvereins auf NRW-Ebene seit den 80-er Jahren endete mit einem 6-2 gegen die SG Bochum 31 und der Tabellenführung.

Ein ausführlicher Bericht folgt.

 

 

 

Hervorragender 2. Platz beim 11-Städte-Turnier in Saint-Dizier 2015

(ein Bericht von Reiner Klüting und Marc Störing, 1. 11. 2021)

Vom erfolgreichen Titeljahr 1976 „springen“ wir bei unserer „Erinnerungsreise“ in das Jahr 2015, ein Jahr nach dem Gewinn des 10-Städte-Turniers 2014 in Hemer, der durch 3 Titelträger/innen ermöglicht wurde. In Saint-Dizier (24000 Einwohner, am Rande der Champagne in Richtung Lothringen an der Marne gelegen) traten im Unterschied zu Hemer 2014 alle 11 Mannschaften in vollständiger Besetzung an. Als neuer Einsteiger in dieses beliebte und traditionsreiche Turnier präsentierte sich das luxemburgische Belvaux.

 

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Vorgeschmack auf die Bundesligen: Von Braunfels nach Kranenburg!

Teil 3: NRW-Auswahl gewinnt die Deutsche Frauenmannschaftsmeisterschaft!

 (Ein Bericht von Andreas Jagodzinsky, 25.10.2021)

 

Die NRW-Auswahl gewinnt in Braunfels bei den Deutschen Frauenmannschaftsmeisterschaften.

Es war ein harter letzter Kampf gegen Sachsen. Und zwischendurch sah es äußerst kritisch aus.

Aber am Ende wurde alles gut. Und es blieb Alessia Ciolacu vorbehalten, mit ihrem Sieg zum 4-3 den Titel zu sichern.

Zuvor hatte die bis dahin überragende Mannschaftsführerin Carmen Voicu-Jagodzinsky "nur" Remis gespielt. Aber zum Glück boten auch Yaroslava Sereda und Kathrin Sewald in kritischer Stellung Remis an und wurden erhört. Da Anna Dergatschowa ihre Partie gewinnen konnte, stand es bei einer Niederlage von Marina Limbourg 2,5-2,5. Große Schwierigkeiten hatte Luminita Cosma. Doch schließlich konnte auch sie Remis spielen.

Und so kam der große Moment von Alessia.

Beim Stand von 4-3 gewann auch Lisa-Marie Möller ihre Partie, so dass die NRW-Bilanz am Ende makellos war.

 

Bei der Siegerehrung erhielten Carmen und Alessia auch Preise dafür, dass sie zu den drei Spielerinnen mit 4,5/5 gehörten.

 

In Kranenburg gab es derweil einen versöhnlichen Abschluss. Zwar gingen alle Kämpfe bis zur sechsten Rund everloren. Aber wenigstens gab es gegen Kaarst einen Sieg und damit einen versöhnlichen Abschluss.

Für die Hemeraner Spieler wurde klar, dass bis zum Saisonauftakt der Bundesliga noch einige Arbeit vor ihnen liegt.

Insgesamt dürften die meisten Spieler mit ihren Resultaten unzufrieden sein.

Einziger Spieler mit einer positiven Bilanz und einem wirklich guten Turnier war Timo Leonard, der drei Partien gewann einmal Remis spielte und zwei Partien verlor.

 

 


 


Vorgeschmack auf die Bundesligen: Von Braunfels nach Kranenburg!

Teil 2

 (Ein Bericht von Andreas Jagodzinsky, 23.10.2021)

 

In Kranenburg und Braunfels sind zur Zeit Spielerinnen und Spieler der Bundesligamannschaften des Schachvereins aktiv.

 

Beginnen wir mit den erfolgreichen Spielerinnen.

In Braunfels sind mit WGM Luminita Cosma, WGM Carmen Voicu-Jagodzinsky, WFM Alessia Ciolacu und Linda Becker vier Vereinsmitglieder für die NRW-Auswahl aktiv. Kathrin Sewald und Lisa-Marie Möller haben als Gastspielerinnen zum Bundesligaaufstieg ihren Beitrag geleistet.

Dass der einzige Bundesligist im Schachbund NRW das Gerüst dieser Mannschaft stellt, ist nicht verwunderlich. Beim Fußball ist ein starker "Bayern-Block" eine Selbstverständlichkeit.

Mit dieser gekonnten Überleitung geht es zur heutigen Runde gegen die Mannschaft aus Bayern um DSB-Vizepräsidentin Olga Birkholz.

Vor 14 Tagen waren es eben jene Bayern, die NRW den Sieg bei den Deutschen Ländermeisterschaften der Jugend entrissen (jetzt wäre der erste Moment für eine geschickte Überleitung zu NRW-Auswahlspieler Moritz Runte nach Kranenburg, das passt jetzt aber nicht).

 

NRW war bei den Frauen zwar an allen Brettern favorisiert, aber irgendwie war es ein merkwürdiger Kampf. Allein Carmen dominierte von Beginn an ihre Partie und setzte ihre Gegnerin sowohl auf der Uhr als auch auf dem Brett gehörig unter Druck. Der volle Punkt an ihrem Brett schien frühzeitig sicher. Gleiches galt für Kathrin. An den anderen Brettern war es entweder so, dass den Gegnerinnen immer mal wieder Chancen eingeräumt wurden (Luminita, Alessia) oder dass man der Gegnerin klaren Vorteil überließ (Anna Dergatschowa) oder der Gegnerin durch ein inkorrektes Bauernopfer Material- und Stellungsvorteil überließ (Marina Limbourg). Nur bei Lisa-Marie und Yaroslava Sereda war lange wenig los.

Mich faszinierte die Partie von Anna Dergatschowa. Sie stand zwar sehr schlecht, aber hatte praktisch keine Zeit verbraucht. Und plötzlich kippte die Partie. Ob es wirklich eine dauerhaft erfolgversprechende Strategie ist, extrem schnell zu spielen und der Gegnerin die Stellung zu überlassen, weiß ich nicht und habe auch meine Zweifel. Aber hier klappte es: 2-0.

Und da auch Marina Limbourgs Gegnerin die - objektiv klar bessere -  Stellung zu heiß wurde, kam es dort zu einer Zugwiederholung. Da Luminita und Alessia auf Gewinn standen, machte Lisa-Marie Remis. Und wenig später stand es 5-1.

Mittlerweile stand zwar Kathrin überraschenderweise auf Verlust, aber Yaroslava Sereda auf Gewinn. Ich kürze ab: beide verloren ihre Partien, so dass NRW mit einem 5-3 die Tabellenführung verteidigte. Morgen geht es gegen Sachsen um den Titel. Live ab 09.30 Uhr hier: https://chess24.com/de/watch/live-tournaments/german-womens-state-team-championship-2021/4/1/1

 

Weniger erfolgreich lief es bei der Jugend, die sich an das Bundesliganiveau erst einmal gewöhnen müssen. Aber anders als bei den Frauen ist es in Kranenburg so, dass hier wirklich die Topspieler der Bundesligisten nahezu vollständig am Brett sind.

Mann der ersten zwei Runden war Timo Leonard, der heute auch gegen den ehemaligen DSB-Kaderspieler FM Samuel Fieberg zum Sieg kam. Leider vergab Moritz Runte am Ende das Mannschaftsremis, als er gegen FM Luca Suvorov seine Gewinnstellung noch verlor.

Gegen Bochum setzte es auch eine Niederlage. Zur Stunde spielen wir gegen Brackel. Es steht aktuell (20.15 Uhr) 0-0.

 

Vorgeschmack auf die Bundesligen: Von Braunfels nach Kranenburg!

 (Ein Bericht von Andreas Jagodzinsky, 23.10.2021)

 

Am letzten Herbstferienwochenende kommt bereits ein wenig Bundesligastimmung auf.

 

Unsere U20-Mannschaft hat durch den Aufstieg in die Jugendbundesliga das Recht erworben, am Qualifikationsturnier für die DVM U20 teilzunehmen. Da die reguläre Saison 2020/21 ausgefallen ist, wird in Kranenburg ausgespielt, wer NRW bei den DVM in diesem Jahr vertreten darf.

Leider gab es eine denkbar knappe Niederlage gegen Münster in der ersten Runde.

Die Siege von Timo Leonard und Alexander Poggemann und das Remis von Valerija Naumenko reichten nicht, weil Moritz Runte, Fabian Trinh und Artur Mai ihre Partien verloren.

Heute steht ein anstrengender Spielplan auf dem Programm. Es geht gegen Porz, Bochum und Brackel, bevor morgen die Spiele gegen Katernberg und Kaarst anstehen: https://www.sjnrw.de/sport/mannschaftsmeisterschaften/u20-mm.html?view=mannschaft&saison=10&liga=132&tlnr=1

 

Die NRW-Frauenmannschaft ist in Braunfels und spielt mit sechs Frauen aus dem Bundesligaaufstiegskader des SV Hemer. Über eine turbulente Anreise und den geglückten Turnierstart gibt es hier einen ausführlichen Bericht: https://www.schach-nrw.de/index.php/8-mitteilungen/270-die-nrw-frauen-fuehren-in-braunfels.html

 

Livepartien gibt es gleich hier: https://chess24.com/de/watch/live-tournaments/german-womens-state-team-championship-2021/4/1/1