Terminkalender des SV Hemer 1932
Der Vereinsabend findet in der Regel jeden 2.Freitag
Um 19:30 Uhr im Alten Amtshaus,
Hauptstraße 116 in Hemer statt.
Eventuelle kurzfristige Änderungen können unserer Homepage entnommen werden
         
Jugendtraining 18:00 bis 19:30 Uhr im Alten Amtshaus
In den Ferien findet kein Jugendtraining statt.
 
alle Angaben ohne Gewähr und vorbehaltlich Änderungen


Hemeraner Stadtmeisterschaften 2024

Zeitraum:

23.08.2024 - 25.08.2024

 

Spielort:

Jugend und Kulturzentrum am Park
Parkstraße 3

58675 Hemer

 

Zeitplan:

Fr. 23.08.2024
bis 16:30 Anmeldung bei der Turnierleitung
17:00 1.Runde

Sa. 24.08.2024
10:00 2.Runde
15:30 3.Runde

So. 25.08.2024
9:30 4.Runde
15:00 5.Runde
20:30 Siegerehrung

Modus:

Fünf Runden nach dem Schweizer System, Computerauslosung. TWZ ist die ELO-Zahl (falls nicht vorhanden die DWZ, Stichtag ist der 22.08.2024). Die Karenzzeit beträgt 30 Minuten.

Ein Bye kann bis zur dritten Runde genommen werden.

Dies muss der Turnierleitung bis spätestens zum Ende der vorherigen Runde bekannt gegeben werden. Die Runde wird Remis gewertet. Ein Bye in der 1. Runde muss bis zum 22.08.2024 18.00 Uhr per E-Mail beantragt werden und ist erst nach schriftlicher Bestätigung gültig.

 

Bedenkzeit:

90 min / 40 Züge + 15 min / Rest + 30 sec Inkrement ab Zug 1.

 

Auswertung:

Das Turnier wird nach DWZ und ELO ausgewertet.

 


Hier gibt es alle wichtigen Links für das Turnier!


Ende gut - alles gut!- Bericht 6 von den Deutschen Jugendmeisterschaften 

(Ein Bericht von Andreas Jagodzinsky, 25.05.2024) 

 

Luka Xue hat die letzte Partie der DJEM 2024 gewonnen. Aber stimmt "Ende gut - alles gut", wenn nach einem insgesamt enttäuschenden Turnier in der letzten Runde gegen einen Spieler mit gut 1500 DWZ erst ganz zum Schluss nach einem gegnerischen Endspielfehler die Partie noch ein siegreiches Ende findet oder wird hier eine Partie schöngeredet?

 

Es ist ein gutes Ende, weil es der letzte Eindruck in einem Turnier ist, in dem nach tollem Start plötzlich nichts mehr gelungen ist und ein 14-jähriger Jugendspieler plötzlich Partie nach Partie aus besserer bis gewonnener Stellung verlor. Wer schon einmal vier Partien in Folge verloren hat (ich bringe es sogar auf fünf), der weiß, dass ab einem bestimmten Punkt nichts mehr funktioniert. Das man auch in besseren Stellungen merkt, wie nichts mehr klappt und Partien nicht mehr nur zum Remis verdorben werden, sondern sogar noch verloren gehen.


Wann ist der Moment, um nahezu jeden Preis ein Remis zu machen. In Lukas Turnier war es vermutlich die Nachmittagspartie der Doppelrunde. Allerspätestens war es die darauf folgende Runde.  Aber letztlich wartete er noch eine Runde länger, so dass feststand, dass er bestenfalls mit 4-5 Punkten ein Turnier beenden würde, wo er noch im Februar auf Platz fünf der Setzliste gewesen wäre und zu Turnierbeginn auf 15 unter 50 Teilnehmern.

Die letzte Runde ging er dann bewusst vorsichtig an. Er wollte gewinnen, aber vor allem zu keinem Zeitpunkt dem Gegner eine Chance einräumen. Und so spielte er gegen einen Gegner, der erkennbar nur ein Remis wollte, fast 50 Züge, tauschte viele Figuren ab, manövrierte erst mit zwei Türmen und Läufer auf beiden Seiten ein wenig herum, tauschte dann den ersten Turm, wenig später den zweiten und bot schließlich den Läufertausch an, wohl wissend, dass das Bauernendspiel wohl nach einigen letzten korrekten Zügen mit einer Punkteteilung enden sollte. Luka ließ seinen König noch einmal Richtung Damenflügel laufen, der weiße König behielt die Opposition. Und kurz bevor wahrscheinlich der Weg zurück mit baldigem Remisschluss nach Stellungswiederholung gefolgt wäre, zog der Gegner seinen Bauern vor. 

Luka rechnete kurz, auch um sicherzugehen, dass er sich im Tempokampf nicht verzählte und plötzlich wieder auf Verlust stehen sollte und schlug dann den Bauern und lief mit dem König auf die andere Seite. Ein letztes präzises Bauernopfer nebst Umwandlung des letzten Bauern zur Dame. Weiß gab auf.

 

Eine wirklich schwierige Woche war vorbei. Zu keinem Zeitpunkt wurde nach Ausreden gesucht, wie es sie bei Schachspielern nach Niederlagen so oft gibt. Jetzt gilt es, die Partien zu analysieren und es beim nächsten Mal besser zu machen.  Und es gibt keinen Zweifel, dass ihm das gelingen wird.

 

Schadensbegrenzung- Bericht 6 von den Deutschen Jugendmeisterschaften 

(Ein Bericht von Andreas Jagodzinsky, 24.05.2024) 

 

Nach drei Niederlagen sollte man ein schnelles Remis einstreuen. Doch was macht man, wenn die Regeln ein Remisangebot erst im 21. Zug zulassen, zu diesem Zeitpunkt die Stellung aber bereits deutlich besser für einen selbst ist.

Ich bin weiter für das Remis, aber kann Luka auch gut verstehen, dass er die unverhoffte Chance nutzen wollte. Doch leider unterliefen im Verlauf der siebten Runde weitere Fehler, die zeigten, dass jedes Selbstvertrauen weg war. Irgendwann tat sich zwar eine weitere Chance auf, mittels einer Zugwiederholung das Remis zu bekommen, doch Luka wollte weiterhin die bessere Stellung zum Sieg führen. Es kam, wie es vermutlich kommen musste. Irgendwann wurde in hochkomplizierter Stellung eine Figur eingestellt. Die Partie war sofort aufgabereif. Mit der vierten Niederlage in Folge war das so gut begonnene Turnier dann leider im Eimer. 

In der vorletzten Runde wurde dann gegen einen nominell schwächeren Gegner nach gut 20 Zügen das erste Angebot einer Zugwiederholung angenommen. Mit dem schnellen Remis wurde die Niederlagenserie durchbrochen. Nur noch eine Runde, dann ist die Deutsche Meisterschaft vorbei. Kopf hoch, es werden auch wieder bessere Turniere kommen. In der letzten Runde wartet nun noch eine Schwarzpartie. Daumen drücken, dass das Turnier mit einem positiven Ergebnis endet.

Zum Glück steht bereits am Fronleichnamswochenende ein neues Turnier an. Bei der Endrunde der NRW-Meisterschaften spielt Luka zusammen mit Serdar, Leonardo und Hüseyin in der U14. 

 

In der Krise - Bericht 5 von den Deutschen Jugendmeisterschaften 

(Ein Bericht von Andreas Jagodzinsky, 22.05.2024) 

 

Die Doppelrunde am vierten Tag war leider nicht die Wende für Luka. Stattdessen musste er zwei Niederlagen hinnehmen, die schachlich unerklärlich sind. Insbesondere in der Nachmittagsrunde war unser Spieler ein Schatten seiner selbst. Ob die beiden Vorbereitungspartien in Maastricht vielleicht doch zu viel des Guten waren, muss man analysieren. Heute und in den beiden nächsten Tagen geht es jetzt um Schadensbegrenzung. Wichtig ist jetzt, sich schnell von diesen Niederlagen zu erholen und weider in die Form der ersten drei Runden zu kommen.

 

 

Der Untergang - Bericht 4 von den Deutschen Jugendmeisterschaften 

(Ein Bericht von Andreas Jagodzinsky, 20.05.2024) 

 

Runde vier war ein Debakel für Luka Xue. Mit Weiß verbrauchte er viel zu viel Zeit, ohne ernsthafte Initiative zu bekommen. Als sich auf dem Brett ein relativ ereignisloses Remis abzeichnete, lief Luka  unnötig in einen gegnerischen Mattangriff.

 

Zwar ist das Zwischenergebnis von 2,5/4 völlig in Ordnung. Aber mit dieser Partie ließ Luka eine gute Chance aus, sich oben festzusetzen. 

 

Erster Härtetest bestanden - Bericht 3 von den Deutschen Jugendmeisterschaften 

(Ein Bericht von Andreas Jagodzinsky, 20.05.2024) 

 

In der heutigen dritten Runde wartete der erste nominell stärkere Gegner auf Luka Xue. Mit dem ukrainischen FIDE-Meister Mykola Korchinskyi bekam es unser Spieler mit der Nummer zwei der Setzliste zu tun.

Dieser überraschte Luka mit 1.e4, was er zuvor noch nicht in einer ernsthaften Partie gespielt hatte. Luka spielte Französisch und sah sich mit einem ziemlich harmlosen weißen Aufbau konfrontiert.

Ob der Weißspieler hier annahm, dass er in einer langen Partie seinen vermeintlichen Spielstärkevorteil ausspielen könnte, wie es im Livestream vermutet wurde, bleibt eine offene Frage. Allerdings fiel es Luka nicht schwer, die Partie schnell unter Kontrolle zu bekommen und nie in Gefahr zu geraten. Am Ende erreichte er ohne jegliche Probleme ein leichtes Schwarzremis.

 

Damit geht das erste Turnierdrittel mit sehr guten 2,5/3 zuende. Morgen geht es dann mit Weiß gegen einen etw gleichstarken Spieler weiter.

 

Bislang kann Luka sehr zufrieden sein.

 

Auch Benjamin Hofmann konnte endlich etwas Zählbares holen. Mit dem ersten Remis in der Offenen Deutschen Meisterschaft erzielte er seinen ersten halben Punkt und wird hoffentlich schon morgen seinen ersten Sieg einfahren.

 

 

Wo ist Luka? Wie ich mit einem fremden Spieler mitfieberte - Bericht 2 von den Deutschen Jugendmeisterschaften 

(Ein Bericht von Andreas Jagodzinsky, 19.05.2024) 

 

Die älteren Leser werden vielleicht mit der Frage "Wo ist Behle?" noch etwas anfangen können.  Als bei Sportübertragungen noch mit deutlich weniger Kameras gearbeitet wurde als heute, suchte der Reporter den deutschen Langläufer, der aber nicht ins Bild kam.

 

Ungefähr so ging es den kundigen Zuschauern heute mit Luka. Leider machte die Liveübertragung - man muss leider sagen wie jedes Jahr - einige Probleme bei den Deutschen Jugendmeisterschaften. Zwar schien es so, als ob sein Brett übertragen wurde, aber wer die letzten Jahre die Partien von Luka verfolgt hat, weiß, dass er eigentlich nie mit 1.e4 eröffnet. Die Caro-Kann-Partie, die übertragen wurde, konnte eigentlich nicht die von Luka sein. Ich machte mich also auf die Suche nach Partien, die irgendwie passender waren und wurde einige Bretter später fündig. Sofern die falsche Verkabelung zumindest in der selben Altersklasse erfolgt war, bestand eine große Wahrscheinlichkeit, der richtigen Partie zu folgen. Die Möglichkeit, dass vielleicht irgendwo in der U8w die Partie von Luka übertragen wurde, verwarf ich, wäre es doch etwas zu viel des Guten, gut 300 Partien zu sichten, um herauszufinden, welche denn wohl die Partie unseres Spielers sein könnte.

Und so fieberte ich von 15.45 bis etwa 20.15 mit dem Weißspieler mit, ohne mir wirklich sicher sein zu können, dass ich meine Sympathien nicht gerade an einen völlig unbekannten Spieler verschenkte.

 

An dem eigentlichen Brett von Luka ging der Weißspieler mittlerweile sang- und klanglos unter.

 

Aber zurück zu der Partie, die ich verfolgte. Der Weißspieler ging keine unnötigen Risiken ein, probierte mal hier, mal dort etwas. Der Schwarzspieler (sofern das Lukas Partie war, handelte es sich um einen Spieler mit ELO 1868, der aber am Vormittag gegen einen der Favoriten gewonnen hatte)ließ aber nichts zu. Irgendwann, als die Zeit bei Weiß (Luka?) knapp wurde, tauschte unser Spieler (oder der, den ich dafür hielt) die Damen ab. Die entstandene Stellung war minimal besser für Weiß. Irgendwann griff Schwarz dann fehl. Weiß kam in Vorteil und erreichte ein klar besseres Turmendspiel. Ich hatte mich längst entschieden, dass ich hier mit Luka mitfieberte und brach innerlich zusammen, als nach einem Fehler im 38. Zug die Stellung wieder ausgeglichen war. Doch im 40. Zug war es dann Schwarz, der einen groben Fehler machte. Nun spielte Weiß die Partie souverän zuende und gewann. Kurz nach der Partie meldete sich dann Luka, um mitzuteilen, dass er nicht die Caro-Kann-Partie gespielt habe, sondern gerade ein Endspiel gewonnen habe. Es war das Endspiel der Partie, die ich einen ganzen Nachmittag verfolgt hatte.

 

Mit 2/2 ist der Turnierstart gelungen. Besonders erfreulich ist, dass Luka nach den vielen schwachen Partien und Ergebnissen gegen nominell schwächere Jugendspieler bislang ein deutlich reiferes Schach zeigt und unnötige Risiken vermeidet, ohne die Partien zu harmlos und anspruchslos zu behandeln. In der morgigen Runde wird er dann vermutlich erstmals nicht in der Favoritenrolle sein.

 

Luka ist übrigens nicht der einzige Hemeraner Spieler in Willingen. Benjamin Hofmann spielt bei den Offenen Deutschen Meisterschaften U25 mit, musste aber bislang zwei Niederlagen gegen stärkere Spieler hinnehmen.

 

 

Luka Xue startet mit Sieg in die Deutschen Jugendmeisterschaften 

(Ein Bericht von Andreas Jagodzinsky, 19.05.2024) 

 

Vor einer Woche musste Luka mit seinen Mannschaftskollegen den Abstieg aus der Jugendbundesliga verarbeiten.

Er selbst gehörte in diesem Spiel auch zu den Verlieren, nachdem er bereits in der Vorwoche im - zugegebenermaßen bedeutungslosen - Letztrundenspiel in der NRW-Klasse eine seiner seltenen Niederlagen in dieser Saison hinnehmen musste.

Und bereits eine Woche später sollte er bei den Deutschen Jugendmeisterschaften starten, die wie in den vergangenen Jahren im hessischen Willingen stattfinden sollten.

 

Wie sollte die letzte Woche der Vorbereitung mit diesen Negativerlebnissen laufen?

Luka entschied sich nach Rücksprache mit seinem Trainer für einen ungewöhnlichen Weg.

Nachdem er eigentlich für das Turnier nicht qualifiziert war, weil auch die NRW-Meisterschaften nicht gut gelaufen waren, hatte er sich für ein Internationales Open in Maastricht über Pfingsten angemeldet.

Luka fuhr am Freitagabend und am Samstagmorgen zunächst für zwei Partien nach Maastricht, um dann aus dem Turnier auszusteigen und nach Willingen zu reisen.

Das Ergebnis (ein Auftaktsieg gegen einen etwas schwächeren und eine Niederlage gegen einen etwas stärkeren Spieler) war dabei zweitrangig.

 

Am heutigen Vormittag saß er dann in Runde eins mit Schwarz einem nominell schwächeren Spieler in Willingen gegenüber. In einer ruhigen Partie behielt unser Spieler jederzeit die Kontrolle und konnte dann in der gegnerischen Zeitnot im Endspiel mit einer kurzen taktischen Aktion die Partie für sich entscheiden. Am Nachmittag geht es direkt weiter. 

 

Alle weiteren Informationen gibt es hier: DEM U14, 18. – 26.05.2024 (Deutsche Schachjugend) (deutsche-schachjugend.de)

 

 

Schock für die Jugendmannschaft: Abstieg aus der Bundesliga

(Ein Bericht von Andreas Jagodzinsky, 14.05.2024) 

 

Als ich am Sonntag ins Alte Amtshaus kam, sah ich in fassungslose Augen. Insbesondere Timo Leonard, für den es wohl die letzte Partie seiner Jugendzeit war, waren Frust und Enttäuschung anzumerken.

 

Hemers Jugendmannschaft war gerade mit einer Niederlage gegen Paderborn aus der Bundesliga abgestiegen.

 

Noch zwei Runden vorher hatten sich die Spieler der Mannschaft vorgenommen, mit zwei Siegen zum Saisonabschluss noch die Endrunde der Deutschen Meisterschaften zu erreichen. Doch was dann geschah wird als eine der größten Enttäuschungen in die Vereinsgeschichte eingehen. 

Natürlich gab es in dieser Saison auch Momente des Pechs. Aber wenn man objektiv auf die Saison blickt, dann ist der Abstieg selbst verschuldet und das Resultat einer katastrophalen Leistung, die umso unbegreiflicher erscheint, wenn man bedenkt, dass die meisten Spieler der Mannschaft in der ersten Mannschaft im Erwachsenenspielbetrieb zu den absoluten Leistungsträgern beim Aufstieg in die NRW-Liga zählten.

Kein Spieler konnte in dieser Saison überzeugen. Am ehesten kann man noch Maximilian Chlechowitz, unseren Gastspieler aus Bergneustadt freisprechen, der 2,5/3 holen konnte. Aber selbst ihm misslang die Verwertung einer Gewinnstellung bei seinem einzigen Remis, was aus einem gewonnenen Spiel ein Unentschieden für die Mannschaft machte. Timo Leonard spielte noch halbwegs im Rahmen der Erwartungen, aber auch sein Versehen im letzten Spiel, bei dem er den Sieg zum Remis verdarb brachte die Mannschaft vom Kurs ab.

 

Am größten war die Diskrepanz zwischen Erwachsenenspielbetrieb und Jugend bei Luka Xue. Unser mitttlerweile 14-jähriger Neuzugang dominierte sein Brett bei den Erwachsenen völlig, konnte aber in der Jugendmannschaft selten überzeugen. Wären alle seine Niederlagen Siege gewesen, hätte Hemer die Gruppe gewonnen. Wären nur seine Niederlagen gegen nominell schwächere Gegner Siege gewesen, hätte es wahrscheinlich knapp für die Endrundenqualifikation gereicht.


Das soll natürlich nicht bedeuten, dass Luka oder irgendein anderer Spieler die Hauptverantwortung trägt, sondern nur zeigen, wie knapp es auf der einen Seite war, aber auch wie wenig selbst unsere Spitzenspieler in dieser Liga, nicht etwa in der ganzen Saison unterhalb ihrer Erwartungen spielten.

 

Besonders bitter ist der Abstieg für Timo Leonard, Catriona Dartmann Aubanell, Timo Stahlschmidt und Maximilian Chlechowitz, für die die Jugendzeit endet.

 

Luka Xue hat noch sechs Jugendjahre vor sich. Er wird nun nicht am Spitzenbrett in der Bundesliga auf Punktejagd gehen, sondern muss in der NRW-Jugendliga in einer weitgehend neuformierten Mannschaft als Führungsspieler vorangehen.

 

Ein Wiederaufstieg wird kein Selbstläufer.

Umso wichtiger wäre es jetzt, dass die Sponsorensuche der Frauenmannschaft bis Ende Mai von Erfolg gekrönt wird, damit nicht alle Bundesligalichter in Hemer ausgehen.

    

Die Luft war raus

(Ein Bericht von Andreas Jagodzinsky, 06.05.2024) 

 

Wer hätte vor der Saison gedacht, dass es beim vermeintlichen Spitzenspiel am letzten Spieltag der NRW-Klasse in Lippstadt für uns um nichts mehr gehen würde, weil der Aufstieg bereits sicher ist?

 

Und so begann der Reigen der Absagen bereits beim gemeinsamen Essen nach der vorletzten Kampf. Viele unserer jungen Spieler hatten Klausuren an der Uni oder für das Abi. Letztlich ging es nur noch darum, Bußgelder zu vermeiden und angesichts des Fernduells zwischen Lippstadt und Kirchlengern um Platz zwei und eine mögliche Aufstiegsrelegation nicht schwächer anzutreten als bei unserem bislang einzigen Punktverlust in Runde zwei gegen Kirchlengern.

Da wir damals ziemlich ersatzgeschwächt waren, gelang uns dieses Vorhaben. Für Moritz Runte, Benjamin Hofmann und Lukas Jagodzinsky rückten Carmen Voicu-Jagodzinsky, Valerija Naumenko und Leonardo Vurro in die Mannschaft.

 

Dass es am Ende eine klare Niederlage gab, lag daran, dass Lippstadt den Kampf sehr ernst nahm und bis auf den in Österreich spielenden Hussein Besou alle Stammspieler an Bord hatte.

 

Zuerst waren Timo Stahlschmidt und Alexander Poggemann mit Punkteteilungen fertig. Carmen verlor in einer komplizierten Partie gegen IM Wehmeier. Als dann auch noch Artur Mai aufgeben musste, zeichnete sich eine Niederlage ab. Beeindruckend war der kämpferische Auftritt von Leonardo Vurro. Der 13-jährige, der erst vor einem Jahr die Schachregeln gelernt hat, hielt gegen seinen routinierten Gegner lange mit, teilte sich seine Zeit gut ein und griff erst kurz vor der Zeitkontrolle fehl und musste dann aufgeben. Valerija, die zuletzt wenig gespielt hatte, zeigte einen starken Auftritt und hatte nie Probleme in ihrer Partie. Das Remis war absolut verdient.

 

Zuletzt liefen nur noch die Partien von Luka Xue und mir, in denen es darum ging, wer in dieser Saison die meisten Punkte für die Mannschaft holen würde. Bislang waren wir beide ungeschlagen. Luka hatte 6/7, ich 6,5/8.

Der 14-jährige Luka hatte natürlich über die gesamte Saison die stärkeren Gegner gehabt. Auch gestern musste er gegen einen FM mit 2300 antreten. Unter Druck stehend verteidigte er sich sehr kreativ, musste am Ende aber doch erstmals in dieser Saison aufgeben. Ich konnte meine Partie gewinnen, so dass am Ende ein 2,5-5,5 zu Buche stand.

 

Der Aufstieg in die NRW-Liga gehört sicher zu den größten Erfolgen der Vereinsgeschichte. Hoffnung, dass der Klassenerhalt gelingen kann, macht vor allem die Altersstruktur der Mannschaft. Ein Großteil der Spieler ist noch nicht am Ende seiner Entwicklung angekommen.

 

    

U14 qualifiziert sich für die NRW-Endrunde

(Ein Bericht von Andreas Jagodzinsky, 03.05.2024) 

 

Am vergangenen Samstag qualifizierte sich unsere U14-Mannschaft für die NRW-Endrunde am Fronleichnamswochenende.

 

In Oer-Erkenschwick wurden in einem Schnellschachturnier sechs Teilnehmer für die Endrunde ermittelt. Unsere Mannschaft, die sich problemlos bei den Verbandsmeisterschaften durchgesetzt hatte, trat erneut in der Aufstellung mit Luka Xue, Serdar Senel, Leonardo Vurro und Hüseyin Bülbül an. 

Über Luka muss man nicht viel schreiben. Unser Neuzugang vom Düsseldorfer SV ist mittlerweile ein etablierter Spieler der ersten Mannschaft bei den Erwachsenen. Zuletzt hatte er zwar sowohl bei den NRW-Einzelmeisterschaften mit Platz 7 enttäuscht. Und auch in der Jugendbundesliga tut er sich noch schwer, was aber aktuell auf die gesamte Mannschaft zutrifft. Er war in Erkenschwick der nominell stärkste Spieler im Feld.

Serdar hat sich in den vergangenen Monaten deutlich verbessert. Im vergangenen Jahr konnte er bereits am Spitzenbrett in der U14 mit 5/7 überzeugen. Für Leonardo und Hüseyin war es die bislang größte sportliche Herausforderung.

 

Wir waren an acht gesetzt und trafen im Auftaktspiel auf die zweite südwestfälische Mannschaft aus Hellertal. Die überraschende Niederlage von Serdar relativierte sich im Turnierverlauf, konnte sein Gegner doch am Ende alle Partien gewinnen. Da auch Leonardo nur Remis spielte, mussten Luka und Hüseyin gewinnen, um den knappen Sieg zu sichern. Fast genauso lief es auch in Runde zwei, nur dass Serdar und Leonardo dieses Mal die Resultate tauschten.

Gegen Düsseldorf verloren wir dann knapp, um aber sofort wieder zu gewinnen. Das klare 4-0 gegen Rheda sollte am Ende noch wichtig werden. Nach einer weiteren Niederlage gegen Porz, konnten wir uns in der Vorschlussrunde wieder knapp durchsetzen. Vor der letzten Runde lagen wir auf Platz fünf, einen Punkt vor Erkenschwick und zwei Punkte vor den Mannschaften auf den Nichtqualifikationsplätzen. Ein 2-2 wäre das sichere Weiterkommen gewesen. Aber aufgrund der guten Zweitwertung sollte auch eine knappe Niederlage reichen. Da Leonardo und Hüseyin schnell verloren, war der klare Sieg von Luka extrem wichtig. Fast hätte auch Serdar noch gepunktet, aber er vergab seine bessere Stellung nach und nach. Trotzdem reichte es am Ende für den sechsten Platz.

 

Erfolgreichster Akteur war Luka mit 5,5/7, vor Serdar (4/7) und Leonardo und Hüseyin (je 3/7).

  

Der Aufstiegskrimi von Hemer

(Ein Bericht von Andreas Jagodzinsky, 17.04.2024) 

 

Drei Tage sind vergangen, der Puls hat sich mittlerweile wieder normalisiert. Das vorletzte Spiel der Saison gegen Blauer Springer Paderborn war wahrlich nichts für schwache Nerven.

 

Die Ausgangslage war klar: Mit einem Sieg wäre Hemer einen Spieltag vor Schluss uneinholbar an der Tabellenspitze. Ansonsten müsste im letzten Spiel gegen Lippstadt gepunktet werden. Dieser Fall sollte unbedingt vermieden werden, da zwar Lippstadt in dieser Saison selten überzeugen konnte, aber nominell eben doch Favorit wäre.

 

Und so traten wir mit der wohl DWZ-stärksten Aufstellung der Vereinsgeschichte an. Großmeister Alexander Bagrationi besetzte Brett 1 und traf dort auf den bislang makellosen Jugendspieler Maurin Möller (7/7). An Brett 2 hatten wir Carmen Voicu-Jagodzinsky sitzen, die sich zuletzt wieder in guter Form präsentiert hatte. Moritz Runte und Timo Leonard, die ehemaligen U18-NRW-Meister folgten an 3 und 4. Unser jüngster Spieler Luka Xue hatte zuletzt eine katastrophale NRW-Meisterschaft gespielt (Platz 7 mit 4/7), aber in der Mannschaft seine deutlich gewachsene Spielstärke mit 5/6 unter Beweis stellen können. Er spielte an Brett 5 vor mir. Fabian Trinh kehrte ins Team zurück. Benjamin Hofmann hatte mit 5,5/7 bislang auch ein hervorragendes Ergebnis aufzuweisen. Von den Stammkräften blieben Timo Stahlschmidt und Alex Poggemann dieses Mal draußen.

 

Der Kampf begann gut und ließ uns auf ein ruhiges Aufstiegsfinale hoffe. Mein Gegner kam mit der Stellung nicht zurecht, griff im 10. Zug fehl und hätte nach meinem nächsten Zug aufgeben können, was er dann letztlich im 15. Zug tat. Zu diesem Zeitpunkt sah es bei Fabian nach einem souveränen Spiel mit guten Gewinnchancen aus. Auch Benjamin stand angenehm. Bei Luka hielt ich ein Remis für das wahrscheinlichste Ergebnis. Alex und Moritz standen ok. Carmen stand etwas angenehmer. Und in Timos Partie gab nur der Bedenkzeitverbrauch etwas Anlass zur Sorge.

 

Doch nach weiteren zwei Stunden drehte sich der Kampf. Fabian spielte nur Remis. Timo hatte in hochgradiger Zeitnot eine zwischenzeitig deutlich bessere Stellung verdorben und musste aufgeben. Als dann Moritz Remis machte, stellte Benjamin gerade zwei Bauern ein. Alles schien gegen uns zu laufen, zumal Lippstadt mittlerweile deutlich führte.

 

Mittlerweile waren auch einige Zuschauer aus der zweiten und dritten Mannschaft eingetroffen.

Diese sahen nun, wie Luka, der sich zwischendurch bei einem seiner seltenen Ausflüge vom Brett von der kritischen Situation überzeugt hatte, in einem ausgeglichenen Turmendspiel versuchte, den Gegner zu beschäftigen und zu Fehlern zu verleiten. Und im gleichen Maße, wie Benjamins Stellung hoffnungsloser wurde, wurde Lukas Vorteil deutlicher.

 

Damit ging nun der Blick zu Alex und Carmen. Alex riskierte nichts und ließ in ausgeglichener Stellung eine Zugwiederholung und die Punkteteilung zu. Carmen stand etwas angenehmer.

 

Irgendwann waren dann auch Luka und Benjamin fertig, so dass ab etwa 15.30 Uhr nur noch Carmen spielte. Der Computer bewertete ihre Stellung als minimal besser. Zur Überraschung der meisten Zuschauer ließ sich die Gelegenheit zu einer Linienöffnung ungenutzt und schloss den Königsflügel. Viele zweifelten, dass ihr Raumvorteil am Damenflügel ausreichend sein würde.

Aber die Einschätzung unserer Großmeisterin war korrekt. Immer deutlicher wurden die Probleme ihres Gegners. Gegen 16.20 Uhr wurde klar, dass der Vorteil groß genug sein könnte, um zu gewinnen. Aber immer noch war Genauigkeit gefragt. Es war schon fast 17.00 Uhr, als ihr Gegner die Partie aufgab, so dass wir mit 4,5-3,5 das Match gewonnen hatten und den Aufstieg in die NRW-Liga feiern durften.

 

Nach den Aufstiegen der Frauenmannschaft und der zweiten Mannschaft war dies der dritte Aufstieg in dieser Saison. 

 

 

 

 

Geschafft! Hemer steigt in die NRW-Liga auf!

 

 Nach fast sechs Stunden war es Carmen Voicu-Jagodzinsky, die beim Stand von 3,5-3,5 den Sieg und den Aufstieg in die NRW-Liga sicherstellte.

 

Damit war einer der größten Erfolge in der Hemeraner Vereinsgeschichte erreicht. Wir werden in  den kommenden Tagen auf diesen Erfolg noch zurückkommen, aber jetzt ist einfach Feiern angesagt!

 

 

 

Hemer II steigt in die Verbandsklasse auf!

Ein Bericht von Andreas Jagodzinsky, 13.04.2024)

 

Mit einem 4,5-1,5 gegen den TSV Hagen sicherte sich Hemer II den Aufstieg in die Verbandsklasse.

Roland Zitzewitz, Artur Mai, Lukas Jagodzinsky und Serdar Senel gewannen ihre Partien. Dirk Lamek spielte Remis. David Lammich verlor seine Partie.

Den entscheidenden halben Punkt erzielte in der III. Mannschaft Klaus Schreiber, denn für Menden ging es im Fernduell gegen Hemer III um jeden Brettpunkt, um Hemer II noch abzufangen. Am Ende reichte es aber für unsere II.

 

Morgen steht dann der erste Matchball für Hemer I in der NRW-Klasse gegen Paderborn auf dem Programm.

 

Ab 11.00 Uhr geht es im Alten Amtshaus los.    

 

 

Ostereierblitzturnier beim Schachverein

Ein Bericht von Andreas Jagodzinsky, 29.03.2024)

 

Eine gute Tradition im Schachverein ist das Ostereierblitzturnier, das jedoch auch ein wenig unter Corona und der Schließung unseres Spiellokals gelitten hatte.

 

Dieses Jahr trafen sich acht Spieler zum zweiten Blitzturnier des Jahres.

Gespielt wurde zunächst eine Vorrunde, in der jeder gegen jeden spielte.

Danach spielten der Tabellenerste gegen den Tabellenletzt, der Tabellenzweite gegen den Tabellenvorletzten und so weiter.

Im Halbfinale spielten dann der in der Vorrundentabelle höchstplatzierte Gewinner gegen den am niedrigsten Platzierten.

Gewinner war, wer zuerst zwei Siege erzielt hatte, wobei der in der Vorrunde besser platzierte Spieler das Match immer mit Weiß begann und in den weiteren ungeraden Partien wieder Weiß hatte.

 

In der Vorrunde konnte ich mir vor Artur Mai, Christian Stiller, den punktgleichen Dirk Lamek und Lukas Jagodzinsky, Serdar Senel und Denny Schulte genannt Trux durchsetzen.

 

Im Viertelfinale wurden die Karten aber neu gemischt. Denny hätte mich in der ersten Runde fast besiegt. Eine vergleichbar desaströse Stellung hatte ich bereits in der Vorrunde gegen Christian Stiller, der mich völlig überspielt hatte, noch gewinnen können. 

Jens warf Artur aus dem Rennen um Platz eins. Christian und Dirk komplettierten das Halbfinale.

 

Dort setzte ich mich dann gegen Jens durch. Dirk besiegte Christian.

 

Im Finale gelang mir dann nach einem Auftaktremis ein 2-0 gegen Dirk. Jens wurde Dritter. Das Match um Platz fünf gewann Artur gegen Lukas. Serdar wurde Siebter.

 

Für die ersten drei gab es Schokolade und für alle Ostereier.

    

 

 

Aufstiegsfinale Teil 2

(Ein Bericht von Andreas Jagodzinsky, 26.03.2024)

 

Ohne Anreiseprobleme ging es am Sonntag um 09.00 Uhr ins letzte Saisonspiel gegen Lübeck.

Bereits 2020 war dies - damals in Kiel - das entscheidende Spiel um den Aufstieg in die Bundesliga. Während wir damals ein einziges Unentschieden im Match benötigt hätten, um Lübeck auf Distanz zu halten, die damals mit zwei Punkten Rückstand ins Spiel gegen uns gingen, mussten wir dieses Mal ein 3-3 erzielen, um Erfurt hinter uns zu lassen.

Lübeck stand hingegen 2024 vor dem Abstieg in die Regionalliga.

 

Aus der Mannschaft von 2020 standen noch Carmen Voicu-Jagodzinsky und Lisa-Marie Möller im Aufgebot. 

Da ich unmittelbar nach Beginn des Spiels gefahren war, um das Auto für die Rückfahrt zu laden, erfuhr ich aus der Ferne, dass Tamila Trunz uns schnell in Führung gebracht hatte. Sie war allerdings auch klar favorisiert.

Gegen 10.30 Uhr kam ich zurück und sah, dass bei aller Vorsicht, die immer angebracht sein sollte, der Aufstieg kurz bevor stand. An allen Brettern standen wir angenehmer oder klar besser. Elena Trunz verwertete dann als erste Spielerin ihren Vorteil zum 2-0.

Und um 12.23 Uhr war es dann soweit. Die Gegnerin von Lisa-Marie gab auf. Hemer führte mit 3-0 und stand als Sieger der Gruppe West fest.

Mittlerweile war klar, dass Lübeck nur noch darum kämpfte, nicht mit 0-6 zu verlieren. Wir standen an allen Brettern hervorragend. Und so gewannen dann auch Eva Kulovana und Michelle Trunz ihre Partien zum 5-0. Nur Carmen ließ die zuletzt gezeigte Souveränität vermissen. Für einen Moment oder präziser für einen Zug stand sie sogar objektiv schlechter. Danach kam sie zwar wieder in Vorteil. Aber dieser war nie so groß, dass es für einen Gewinn reichte. Schließlich endete die Partie mit einem Unentschieden, so dass wir mit 5,5-0,5 gewonnen hatten.

 

Damit war der angestrebte Aufstiegsplatz erreicht. Zu der Frage, ob wir 2024/25 in der 1. Bundesliga antreten werden, wird es hier bald weitere Informationen geben. Zudem werden wir auch in den kommenden Tagen noch auf dieses Wochenende und die Saison zurückblicken. Es lohnt sich also, regelmäßig einen Blick auf diese Seite zu werfen.

 

Serdar wird Südwestfalenmeister

(Ein Bericht von Andreas Jagodzinsky, 26.03.2024)

 

Während die Frauenmannschaft in Hamburg um den Bundesligaaufstieg spielte, nahmen vier Jugendspieler des SV Hemer in Hachen an den Südwestfalenmeisterschaftenn teil.

Serdar Senel, Leonardo Vurro (U14), Lukas Jagodzinsky (U16) und Rana Bülbül (U16w) waren die Hemeraner Teilnehmer.

 

Serdar, der vergangenes Jahr die U12 mit 7/7 gewinnen konnte, wurde seiner Favoritenrolle gerecht und gewann fünf Partien in Folge. In der letzten Runde begnügte er sich mit einem Remis, was ihm zum U14-Titel natürlich reichte.

Erfolgreich war ebenfalls Rana, die am Ende punktgleich mit der Ersten auf Platz zwei lag. Im fälligen Blitzstichkampf gab es ein 1-1, was aufgrund der etws schlechteren Zweitwertung für einen tollen zweiten Platz reichte.

 

Lukas startete gut, vergab aber mit einem schwachen letzten Turniertag die mögliche Qualifikation für die NRW-Meisterschaften. Mit 3/6 ist er nicht zufrieden. Gemischte Gefühle gab es auch bei Leonardo, der in seinen Partien einige Chancen ausließ. Am Ende holte er 2,5/6.

 

Serdar wird den Schachverein nächste Woche in Kranenburg bei den NRW-Meisterschaften vertreten. Dazu kommt Luka Xue, der aufgrund seiner Spielstärke für die Meisterschaften einen Freiplatz hat.

Während Serdar ohne Ergebnisdruck ein starkes Turnier spielen und seinen Aufwärtstrend bestätigen möchte, will Luka sich für die Deutschen Meisterschaften qualifizieren.

 

In Abwesenheit von Serdar, Lukas und Leonardo konnten die beiden Hemeraner Mannschaften in der Bezirksliga trotzdem am Samstag beide gewinnen.

 

Hemer II besiegte Iserlohn. Die Sieger hießen Roland Zitzewitz, Artur Mai, David Lammich und Marc Penris. Dirk Lamek und Felix Trinh spielten Remis.

Für Hemer III, das Hagen II schlagen konnte, waren Klaus Irgel, Klaus Schreiber, Tim Riehl und erneut Christian Stiller erfolgreich. Jens Rohrsen und Rustam Yangibayev mussten sich dieses Mal geschlagen geben.

Alle Zahlen gibt es hier: Rangliste Bezirksliga Iserlohn (svswf.de)    

 

Aufstiegsfinale Teil 1

(Ein Bericht von Andreas Jagodzinsky, 25.03.2024)

 

Am Samstag stand Teil 1 des Aufstiegsfinales auf dem Programm.

 

Fangen wir hinten an: Ein Blick auf die Ergebnisse des Wochenendes zeigt einen souveränen Auftritt der Mannschaft und lässt vermuten, dass der Aufstieg nie gefährdet war.

 

Aber wie bei einem Eisberg der größere Teil unsichtbar unter der Wasseroberfläche ist, so sind auch die Schwierigkeiten unserer Mannschaft nicht einfach ersichtlich.

 

Rückblende:

Samstag 08.45 Uhr Schwerte:

Auf dem Parkplatz eines bekannten Fastfoodrestaurants (Sollte hier ein Sponsoringinteresse bestehen, können wir den Namen gerne hier noch nachtragen. Wenn jemand anderes Interesse hat, behaupten wir gerne, dass es dort war,) sammeln wir Familie Trunz ein. Anstatt ganz professionell am Freitag anzureisen, sparen wir uns aus Kostengründen eine Übernachtung und strapazieren lieber die Nerven von Spielerinnen und Betreuern.

 

Die Fahrt beginnt. Das Navi zeigt 12.05 Uhr als Ankunftszeit an. Ein Ladestopp von 20 Minuten ist eingeplant.

 

Um kurz vor 11.00 Uhr wird der planmäßige Stopp eingelegt. Bei Wiederantritt der Fahrt steht aber nicht irgendwas zwischen 12.25-12.35 Uhr auf dem Navi sondern 12.45 Uhr.

Und dann beginnen die Meldungen, dass sich die Route um 10 Minuten verzögert, um 30 Minuten verzögert usw. 

Man muss sich darüber nicht wundern. Ferien, die um einen bundesweiten Feiertag liegen, beginnen oft fast gleichzeitig in Deutschland. Dann fahren gerne auch Menschen von NRW Richtung Norden. Zug- und Flugreisen werden teurer. Hotels erhöhen ihre Preise.

Das muss natürlich bei der Saisonplanung niemanden stören. Das sind ja die Probleme der Vereine.

 

Irgendwann bemerken die ersten Spielerinnen die Entwicklung auf dem Navi. Als dieses in kurzem Abstand von 13.30 Uhr über 13.49 Uhr auf 13.54 Uhr steigt, kommen die Fragen nach Verschiebungsmöglichkeiten, Karenzzeit usw.

 

Mittlerweile wurde Lisa-Marie Möller gebeten, in Hamburg schon einmal die Aufstellung abzugeben. Denn 13.45 Uhr ist erkennbar nicht mehr zu schaffen.

Lisa-Marie kam mit der Bahn und war trotz Umsteigeerfordernis pünktlich. Das stimmt wirklich: die Bahn war pünktlich.

Auch Eva Kulovana war bereits im Spiellokal.

 

Wir erreichten das Hamburger Spiellokal um 13.52 Uhr. Ein gutes Pferd springt nicht höher, als es muss.

 

An dieser Stelle darf die Frage erlaubt sein, ob das bestehende System sinnvoll ist. Der Versucht, richtige Mannschaftssportarten zu kopieren, wirkt schon deshalb albern, weil sieben Spiele in der zweithöchsten Liga, verteilt über etwa ein Dreivierteljahr verglichen mit jeder unterklassigen Fußball-, Handball- oder sonstigen Liga kein wirkliches Ligagefühl aufkommen lassen.

Da man beim Schach in so vielen Ländern, wie man will, Mannschaftsspiele machen kann und auch nicht gemeinsam trainieren muss, wohnen die Spielerinnen nicht im Umkreis von ca. 50km um den Vereinsort herum. Jeder noch so kurzfristige Ausfall wegen Krankheit führt sofort zu enormen Problemen. Denn bei nur zwei Spielen am Wochenende kann man kaum mit sieben bis acht Spielerinnen für ein Spielwochenende planen.

Ob die Lösung in drei langen Wochenenden oder in einem einwöchigen Wettbewerb liegt, muss man diskutieren. Aber die Zahl der kampflosen Partien in der zweiten Liga und teilweise auch in der ersten, hat Gründe. 

 

Zurück ins Spiellokal.

Erst einmal an dieser Stelle der Dank an den HSK für die gewohnt gute Organisation. Mit Hemer war ich dort noch nie zu Gast. Aber seit meinem letzten Besuch dort vor ca. zehn Jahren hat sich dort nichts geändert, was ich absolut positiv meine.

Die Spielerinnen wurden bestens versorgt.

 

Zum Sport: Hamburg hatte auch in diesem Spiel wieder Aufstellungssorgen, so dass wir an allen Brettern favorisiert waren.

 

Lisa-Marie, die eine Woche vorher noch nicht wusste, dass sie spielen würde, war dann als erste fertig. Mit dem Remis war sie nicht zufrieden.

Aber wenig später brachte unsere jüngste Spielerin uns auf Kurs. Tamila Trunz (13) kam zum dritten Mal in Folge zum Einsatz und gewann souverän.

 

Als ihre Mutter Elena, die in einer aussichtsreichen Stellung fehlgegriffen hatte, Remis machte, war das Match eigentlich gelaufen. Zu gut standen wir an den anderen Brettern. Michelle Trunz an Brett zwei und Eva Kulovana an Brett drei stellten den Sieg sicher. Zum Schluss spielte nur noch Carmen Voicu-Jagodzinsky. An dieser Stelle ein großes Lob an ihre junge Gegnerin Charlotte Hubert. Sie hatte sich nach eigenen Angaben noch in der S-Bahn vorbereitet, Carmens Eröffnung neutralisiert und trotz gedrückter Stellung sehr lange die Partie ausgeglichen gestalten können.

 

Und auch, als Carmen, die sich seit Augsburg in guter Form befindet, sich einen Vorteil erspielen konnte, verteidigte sich ihre Gegnerin gut.

 

Und dann passierte es irgendwann: Carmen hatte Turm, Läufer und Springer gegen Turm und drei Bauern. Man sah ihr förmlich an, wie sie kurz mit sich kämpfte und dann den Turmtausch anbot.

Die drei Bauern sammelte sie kurzerhand ein und stand nun vor der Aufgabe, mit Läufer und Springer mattzusetzen. Daran sind schon stärkere Spieler gescheitert. Selbst ein Exweltmeisterin gehört zu denen, die es nicht geschafft haben.

Aber manchmal zahlt sich regelmäßiges Jugendtraining auch für das eigene Spiel aus. Carmen, die über ausreichend Zeit verfügte, ließ sich ab und an die nötige Zeit und gewann das Endspiel tatsächlich in der Zugzahl, die die Engine nach dem Schlagen des letzten Bauern angegeben hatte.

 

Nach diesem Sieg ging es zum Italiener und danach in die etwa 40km außerhalb von Hamburg liegende Ferienwohnung.

Nun fehlte nur noch ein Unentschieden im letzten Spiel.

 

Der Aufstieg in Zahlen

 

 

 

 

 

Geschafft! - Hemers Frauen steigen wieder in die Bundesliga auf!

Ein Bericht von Andreas Jagodzinsky, 24.03.2024)

 

Mit zwei nie gefährdeten deutlichen Siegen gewinnen die Hemeraner Frauen die 1. Bundesliga West und steigen in die 1. Bundesliga auf.

 

 

 

Gegen Hamburg II gab es ein 5-1. Gegen Lübeck waren wir mit 5,5-0,5 erfolgreich.

Carmen Voicu-Jagodzinsky, Michelle Trunz, Eva Kulovana, Elena Trunz, Lisa-Marie Möller und Tamila Trunz waren an diesem Wochenende die Matchwinnerinnen. Alles weitere folgt in den kommenden Tagen.

 

 

 

Endspurt im Aufstiegskampf in die Bundesliga

Ein Bericht von Andreas Jagodzinsky, 18.03.2024)

 

Am Wochenende geht es für die Frauenmannschaft des Schachvereins um die Rückkehr in die 1. Bundesliga.

 

In Hamburg spielen wir gegen Hamburg II und Lübeck. Beide Mannschaften müssen noch mit einem Auge auf die Abstiegsplätze schauen.

Da Erfurt unser Reisepartner ist, verfügen wir über das identische Restprogramm. Zwei Mannschaftspunkte Vorsprung haben wir, so dass wir uns einen Wackler mit einem 3-3 erlauben dürften. Mehr erscheint aber angesichts des knappen Abstandes von zwei Brettpunkten nicht möglich.

 

Natürlich werden wir an dieser Stelle unsere Aufstellung nicht verraten. Der Einsatz von Carmen Voicu-Jagodzinsky wäre aber sicher keine allzu große Überraschung. Mit zehn Spielerinnen sind gut die Hälfte unseres Kaders bislang zum Einsatz gekommen. Alle Spiele hat bislang nur Luminita Cosma bestritten. Diese fünf Spiele hat sie auch alle gewonnen. Mit 2/2 steht auch die Debütantin Tamila Trunz mit einer makellosen Bilanz zu Buche.

 

Das Ziel am Wochenende ist es, die Saison auf dem ersten Tabellenplatz abzuschließen. Danach werden wir dann weitersehen, ob und wie es für die Mannschaft weitergehen wird.

 

 

Hemer baut seine Tabellenführung aus!

Ein Bericht von Andreas Jagodzinsky, 17.03.2024)

 

Mit einem souveränen 6,5-1,5 kehrte die Mannschaft aus Werther nach Hemer zurück. Wobei man fairerweise sagen muss, dass wir eigentlich nach Schwerte zurückgekehrt sind, weil dort der Treffpunkt der Mannschaft gewesen ist.

 

Nachdem wir am vergangenen Spieltag den Vorsprung auf den nominellen Favoriten der Liga aus Lippstadt auf drei Punkte ausgebaut hatten, aber zunächst erstmal Kirchlengern, zwei Punkte hinter uns, auf Distanz halten müssen, nahmen wir Werther heute sehr ernst. Da Alex Bagrationi heute Zeit hatte, spielten wir zum zweiten Mal in dieser Saison mit großmeisterlicher Verstärkung.

Carmen Voicu-Jagodzinsky als weitere Titelträgerin sorgte dafür, dass wir an den ersten beiden Brettern nominell favorisiert waren.

 

Als erstes endete meine Partie. Erstmals seit 30 Jahren an Brett sechs spielend, gelang mir ein Kunststück, das mir gegen einen erfahrenen Turnierschachspieler so noch nie gelungen ist. Nach nur zwölf Zügen musste mein Gegner mit Weiß aufgeben, weil Matt unvermeidbar war. Ich hatte in einer ungefährlichen weißen Variante früh einen Bauern für Spiel geopfert. Da mein Gegner sich ungenau verteidigte, war die Stellung bereits nach zehn Zügen aussichtslos.

 

Während der ausführlichen Analyse entwickelte sich der Kampf dann zu unseren Gunsten. Luka Xue hatte seinen Gegner genauso überspielt wie Benjamin Hofmann und Timo Leonard. Und auch Alex Partie gefiel mir sehr gut. Roland Zitzewitz spielte dann Remis.

Unklar waren mir die Stellungen von Carmen und Moritz Runte, wobei Moritz optisch besser stand und kein Verlustrisiko bestand.  

 

Nacheinander steuerten Luka, Benjamin und Timo dann ganze Punkte bei und entschieden das Match.

Alex setzte in der gegnerischen Zeitnot ungenau fort.

Dafür erreichte Carmen irgendwann eine unverlierbare Stellung, in der sie Gewinnversuche unternehmen konnte.

 

Und irgendwann griff ihr Gegner fehl, so dass Carmen ihre gute Form aus Augsburg bestätigen konnte. Alex und Moritz machten dann Remis.

 

Im nächsten Spiel haben wir dann den ersten von zwei Matchbällen.

 

Hier noch die Einzelergebnisse:

 

 

 Ich empfehle übrigens, in den kommenden Tagen mal auf den Bericht vom Gastgeber zu warten. Die Homepage des SK Werther finden jedenfalls Timo und ich sehr lesenswert: News – SK Werther

 

Tolles Ergebnis für Carmen Voicu-Jagodzinsky in Augsburg

Ein Bericht von Andreas Jagodzinsky, 11.03.2024)

 

Mit einem starken vierten Platz konnte unsere Spitzenspielerin Carmen Voicu-Jagodzinsky bei den Internationalen Offenen Deutschen Fraueneinzelmeisterschaften nach längerer Durststrecke mal wieder ein überzeugendes Turnier, bei dem Resultat und Qualität der Partien sie zufrieden stellten, feiern.

 

Das Turnier fristete in den vergangenen Jahren ein eher stiefmütterliches Dasein im Turnierkalender. Es ist der neuen Frauenreferentin des Deutschen Schachbundes Nadia Jussupow und ihrem Mann Artur zu verdanken, dass es ein neues Highlight im Frauenkalender gibt. Welchen Einsatz der ehemalige Weltklassespieler (Nr. 3 der Welt) für das deutsche Schach in völlig unterschiedlichen Bereichen in den vergangenen 30 Jahren zeigt, ist bewundernswert.

 

Carmen war im Turnier an Platz 11 gesetzt. Die Topfavoritinnen waren vor allem die drei ausländischen Spielerinnen auf den ersten drei Plätzen der Setzliste, die alle den Männer-IM-Titel trugen: Klaudia Kulon (POL), Natalyia Bujsa (UKR) und Deimante Daulyte-Cornette (FRA), die sich trotz einiger Wackler im Turnier am Ende auch durchsetzen konnten. Für Kulon ist damit eine Einladung nach Dortmund verbunden (51. Internationale Sparkassen Chess Trophy Dortmund (sparkassen-chess-trophy.de)

Dass Carmen punktgleich  mit Daulyte-Cornette auf Platz vier ins Ziel kam, war zunächst nicht absehbar. Gegen die junge Maja Buchholz stand sie nach einem Eröffnungsfehler in Runde eins stark gefährdet und kam nur mit viel Glück aber einer tollen kämpferischen Leistung zu einem Unentschieden.

Nach einem Sieg gegen die Nachwuchskaderspielerin Charus Peglau ging es am Nachmittag des zweiten Tages, mit Schwarz gegen die langjährige deutsche Nationalspielerin Josefine Heinemann. Der Modus war mit neun Runden in fünf Tagen sehr anstrengend für alle Spielerinnen.

Carmen spielte sehr solide und erzielte eine Punkteteilung.

 

Am Freitagmorgen traf sie dann zum vierten Mal in einer Turnierpartie auf ihre ehemalige Bundesligakollegin Lara Schulze, die vermutlich ein wenig damit hadern dürfte, dass Carmen wirklich in jeder Partie Weiß hat. In Carmens wohl bester Turnierpartie stand am Ende ein Sieg zu Buche. Schulze und Heinemann hatten mit Deutschland im Februar den Mitropacup gewonnen.

 

In einer hochkomplizierten Partie musste sich Carmen am Nachmittag gegen die deutsche Nachwuchsspielerin Antonia Ziegenfuss geschlagen geben. Es blieb die einzige Niederlage.

 

Gegen Daulyte-Cornette gab es am Samstagmorgen ein solides Remis. Gegen die lettische Großmeisterin Berzina war Carmen zwar lange am Drücker, aber spielte wieder Unentschieden.

 

Damit lag sie aussichtsreich im Verfolgerfeld vor dem Schlusstag. Um es vorwegzunehmen: Kulon und Buksa gewannen ihre zwei letzten Partien und ließen niemanden mehr aufschließen.

 

Carmen gewann eine weitere starke Partie gegen WIM Wagenschütz, die schon beim Carmens Weltmeistertitel in der U10 zu ihren Gegnerinnen gehörte.

Zum Abschluss musste sie gegen ihre Bundesligamannschaftskollegin, die 16-jährige Michelle Trunz antreten. Gegen talentierte Jugendspielerinnen ist es für die Favoritinnen immer undankbar. Aber Carmen ließ nichts mehr anbrennen und sicherte sich den vierten Platz.

 

Alle Ergebnisse gibt es hier: Schachturnier-Ergebnisserver Chess-results.com - Internationale Offene Deutsche Frauen Einzelmeisterschaft 2024.

 

Am Sonntag geht es für Carmen dann wieder mit Hemers erster Mannschaft in Werther um den NRW-Liga-Aufstieg.

 

Sieg in der Jugendbundesliga für Hemers U20

Ein Bericht von Andreas Jagodzinsky, 04.03.2024)

 

Zu viele Punkte hatte Hemer bislang in der Jugendbundesliga liegen gelassen. Gegen Tabellenschlusslicht Kaarst war daher ein Sieg Pflicht.

Aufgrund von Personalnot kamen mit Lukas Jagodzinsky und Serdar Senel die beiden Spitzenspieler der zweiten Mannschaft zum Einsatz. Beide hatten bei der DVM bereits für die U20 spielen dürfen.

 

Luka Xue brach für das Spiel einen Kaderlehrgang in der Sportschule Hachen vorzeitig ab. Mit Timo Leonard, Benjamin Hofmann und Alexander Poggemann standen drei weitere Stammspieler zur Verfügung.

 

Große Spannung kam im Match nicht auf, da vor allem Luka direkt die Marschroute vorgab, lang rochierte und die gegnerische Königsstellung sturmreif schoss. Auch Benjamin griff beherzt an. Der dritte, der sich von Beginn an um die gegnerische Königsstellung kümmerte war Serdar. Timo ließ es mit Schwarz hingegen betont ruhig angehen und tauschte schnell die Damen, um den deutlich unerfahreneren Gegner in einer technischen Stellung zu quälen. Lukas hatte zwar früh einen Bauern gewonnen, aber musste aufgrund ungleichfarbiger Läufer und einer Menge schwacher schwarzer Felder erkennen, dass ein Gewinn sehr schwer werden würde. Kein großer Zauber wohnte der Stellung von Alex inne, der keinen großen Druck auf die schwarze Königsstellung ausüben konnte.

 

Luka eröffnete den Punktereigen dann nur wenige Minuten vor Benjamins Sieg. Als dann Serdar den dritten Sieg einfuhr, wiederholte Lukas im besten Mannschaftssinne die Züge. Schließlich gewann auch Timo sein Endspiel. Wer jetzt noch auf einen magischen Moment bei Alex gesetzt hatte, wurde enttäuscht. Er beendete seien Vorstellung mit einem Remis.

 

Fazit: Pflichtaufgabe erfüllt, der zweite Anzug passt.

Nach Ostern geht es mit der vorletzten Runde weiter.

   

 

 

Hemer I gewinnt schon wieder

Ein Bericht von Andreas Jagodzinsky, 26.02.2024)

 

Mit 5-3 wurde Hamm im vorletzten Saisonheimspiel in der NRW-Klasse besiegt, so dass unsere Tabellenführung verteidigt werden konnte.

 

Vor allem die Jugendspieler bzw. die erst kürzlich der Jugend entwachsenen Spieler überzeugten einmal mehr.

 

Aufgrund einer Familienfeier fiel Carmen Voicu-Jagodzinsky aus. Ich hatte in Anbetracht einer Weißpartie entschieden, mir etwa eine Stunde das Geschehen auf dem Brett anzusehen und ggf. ein frühes Remis anzustreben. Um es abzukürzen: Die Partie verlief relativ ereignislos, so dass ich nach etwa einer Stunde Remis anbot. Mein Gegner nahm an, ich verabschiedete mich.

 

Ich war gerade zur Familie gestoßen, als online das 1,5-0,5 vermeldet wurde. Moritz Runte hatte am Spitzenbrett nach weniger als eineinhalb Stunden mit Schwarz gegen einen starken Gegner gewonnen.

Leider hatte diese Führung nicht einmal bis zu meinem Nachtisch Bestand, da Timo Stahlschmidt, der genau wie Moritz und anders als Timo Leonard und ich am Vortag beim Verbandsviererblitz überzeugt hatte, seine Partie verloren hatte.

 

Luka Xue war es, der die Führung wiederherstellte. Zu Saisonbeginn lag seine ELO noch bei unter 2000. Mittlerweile kratzt er an der 2200-Grenze. Mittlerweile war ich beim Kuchen angekommen, und Luka berichtete, dass der Kampf ganz gut stehe. Nur der Qualitätsverlust von Alexander Poggemann sei bedenklich, da unser Spieler bis dahin besser gestanden hätte.

Wenig später musste Alex aufgeben. Aber Timo Leonard gewann nur wenig später. Dieser berichtete, dass Fabian Trinh auf Gewinn stehe.

Benjamin Hofmann spielte dann Remis. Fabian brauchte dann zwar noch eine Weile, um seinen Vorteil zu verwerten, ließ aber nichts mehr anbrennen.

 

Und damit bleiben wir auf Platz 1.

  

 

 

Hemer I gewinnt Nachholspiel gegen Kamen

Ein Bericht von Andreas Jagodzinsky, 18.02.2024)

 

Im Nachholspiel der fünften Runde der NRW-Klasse gewannen wir heute in Hamm gegen Kamen und eroberten die Tabellenspitze zurück.

 

Unsere Gegner hatten um die Verlegung gebeten, weil sie ihr Spiellokal verloren hatten. Die Nachholbegegnung fand in Hamm statt. 

Wir traten mal wieder in einer völlig neuen Aufstellung an, was den Vorteil bietet, dass die Vorbereitung der Gegner nicht ganz so leicht ist. Carmen Voicu-Jagodzinsky spielte an Brett 1. Wobei sie nicht wirklich spielte, sondern nach 30 Minuten den ganzen Punkt kampflos bekam. Da sie gesundheitlich schon die ganze Woche angeschlagen war, kam ihr der kampflose Punkt nicht ungelegen. Alexander Poggemann und unser Ersatzspieler Dirk Lamek machten früh Remis. Und dann war es Timo Leonard, der erst zum zweiten Mal in dieser Saison spielte, der mit einem Kurzsieg das 3-1 erzielte.

 

Ich stand gefühlt die ganze Partie über deutlich besser, verlor aber kurz den Faden, als ich meinen Gegner, der in großer Zeitnot verkehrte, im Bedenkzeitverbrauch einholte. Doch dann patzte er, als er die Stellung endlich ausgeglichen hatte, so dass ich in ein einfach gewonnenes Turmendspiel abwickeln konnte.

Das war meine Wahrnehmung während der Partie und zumindest auch von Carmen und Timo. Wie überrascht war ich, als ich zuhause nach der Analyse mit Carmen dann den Rechner befragte. Der hatte an der gedrückten gegnerischen Stellung wenig auszusetzen und bewertete sie mit Ausgleich. Als ich dann endlich in Vorteil kam, war meine lange Rochade in die offene -Linie, die Carmens Missfallen fand, der beste Zug, der klaren Vorteil erreichte. Mein dann folgender ungenauer Zug hingegen war ein so grober Fehler, dass die Engine sofort gewinnverheißenden schwarzen Vorteil ausspuckte. Dazu musste man aber einige stille Züge finden. Insofern kann man hier beiden Spielern auf unserem Niveau vermutlich keinen großen Vorwurf machen. Der Patzer, der zum gewonnen Endspiel führte, war dann aber zu eindeutig und zu viel für die Stellung.

 

Da Luka Xue, der nach guter Eröffnung Probleme bekommen hatte, später aber wieder eine gute Stellung erreicht hatte, Remis gespielt hatte, war der Kampf entschieden. Moritz Runte und Benjamin Hofmann spielten ebenfalls Remis.

 

Am Sonntag geht es zuhause gegen Hamm weiter.

 

 

 

Volles Haus beim Karnevalsschach

Andreas Jagodzinsky, 11.02.2024)

 

15 Spieler und Spielerinnen trafen sich am Freitagabend zum Karnevalsturnier des Schachvereins. Gespielt wurden fünf Runden mit einer Bedenkzeit von 10 Minuten zuzüglich zwei Sekunden Inkrement pro Zug.

Das Turnier war sowohl qualitativ wie auch quantitativ stark besetzt. Als Stärkung gab es belegte Brötchen und Getränke.

 

Erfreulich war, dass aus allen Mannschaften und allen Altersgruppen Teilnehmer aktiv waren.

 

Es bestand Einigkeit, zukünftig eine regelmäßige Schnellschachserie auszutragen.

 

Den Endstand gibt es nachfolgend: 

 

 

 

 

Der Schachverein trauert um Hugo Walendzik

 

 

Wir trauern um unseren langjährigen Vorsitzenden und Ehrenvorsitzenden Hugo Walendzik.

 

Mit Hugo verlieren wir eines unserer verdientesten Vereinsmitglieder. Als Vorsitzender hatte er maßgeblichen Anteil an der überaus erfolgreichen Zeit des Vereins in den 80-er und 90-er Jahren des vergangenen Jahrhunderts. Sein Rückzug vom Amt des ersten Vorsitzenden 1999 bedeutete jedoch keinen Rückzug vom Ehrenamt. Als Vorsitzender des Schachbezirks Iserlohn und für eine kurze Zeit auch als Vizepräsident des Schachbundes NRW setzte er sich weiter für den Schachsport ein. Dabei war Hugo nie nur Funktionär sondern immer auch leidenschaftlicher Schachspieler, der nicht nur an Mannschaftskämpfen teilgenommen hat, sondern auch immer wieder mit zum 10-Städteturneir gereist ist oder an Bezirksmeisterschaften teilgenommen hat.

 

Nach seinem familiär bedingten Umzug blieb er dem Schachverein Hemer nicht nur selbstverständlich als Mitglied treu, auch wenn seitdem für den SV Hohenheide Mannschaftskämpfe bestritten hat. Bei wichtigen Ereignissen war Hugo immer gerne zu Gast. Ob es die Hemeraner Stadtmeisterschaften waren, die Hugo 1998 maßgeblich mit initiiert hat, waren oder die Austragung des 10-Städteturneirs in Hemer 2014 und 2022. Mit Freude erinnern wir uns an  gemeinsame Stunden bei der Abendveranstaltung des Turniers am ersten Septemberwochenende 2022.

 

Wir werden in den kommenden Tagen ausführlich auf Hugo zurückblicken. Wer hierzu geschichten oder Bilder beisteuern will, kann das gerne tun.

 

Wir trauern mit Hugos Familie und seinen Freunden und werden ihm immer ein ehrendes Andenken bewahren.

 

Für den Vorstand: Andreas Jagodzinsky, 07. Februar 2024)