Keine Punkte bei der Bundesligapremiere

 (Ein Kurzbericht von Andreas Jagodzinsky, 29.11.2021)

 

 In den kommenden Tagen werden wir noch intensiver auf das erste Bundesligawochenende der Vereinsgeschichte schauen.

Aber zunächst einmal ein kurzer Rückblick auf den gestrigen Kampf gegen Harksheide, die ein toller Gastgeber waren, auch wenn sie uns keine Punkte geschenkt haben.

 

Wir hatten im Vergleich zum Vortag einmal gewechselt, und Alisa Frey kam für Catriona Dartmann Aubanell in die Mannschaft:

 

 

Damit waren wir nominell leicht favorisiert.

Aber die Spielerinnen aus Harksheide kennen den Bundesligaabstiegskampf schon seit einigen Jahren und zeigten sich hierfür deutlich besser aufgestellt.

Nachdem bereits am Vortag die Weißpartien unser Problem gewesen waren, setzte sich dieser Trend fort.

Kathrin suchte frühzeitig Spiel auf dem Königsflügel, ging aber mit dem eigenen König in der Mitte einige Risiken ein.

Carmen Voicu-Jagodzinsky erzielte nicht den geringsten Eröffnungsvorteil und musste eher aufpassen, nicht ins Hintertreffen zu geraten. Nur Iulia Ionica zeigte erneut eine starke Leistung und stand schnell besser.

 

Alessia Ciolacu stand zunächst besser, aber gab irgendwann ihr Läuferpaar auf und hatte keinen Vorteil mehr. Sie musste schon eher aufpassen, dass die Gegnerin nicht in Vorteil kam.

Die beiden anderen Partien waren ungefähr ausgeglichen.

 

Leider zeichnete sich bei Kathrin ab, dass sie Schwierigkeiten haben würde, eine Niederlage zu vermeiden.

 

Und dann ging es nach etwa dreieinhalb Stunden Schlag auf Schlag.

Carmen spielte Remis, Iulia gewann. Aber dann passierte etwas, was für alle unerwartet kam. Unsere Spitzenspielerin Luminita Cosma überschritt in mittlerweile deutlich besserer Stellung die Zeit. In Anbetracht der Lage auf den anderen Brettern hatte ich gehofft, dass sie ggf. beim Stand von 2,5-25 oder 2-3 (Alisa und Alessia standen kritisch, Kathrin auf verlorenem Posten) um ein oder zwei Mannschaftspunkte kämpfen würde. Stattdessen stand es plötzlich 1,5-1,5, ohne dass Alessia oder Alisa realistische Chancen haben sollten, mehr als ein oder zwei Remis zu holen.

 

Schließlich musste sich Alisa geschlagen geben. Nachdem Kathrin verloren hatte, verteidigte Alessia sich umsichtig und konnte noch einen halben Punkt retten

 

Mit 2-4 ging der zweite Kampf leider verloren.

 

Damit stehen wir bereits jetzt mit dem Rücken zur Wand.

 

 

Großer Kampf wird nicht belohnt

 (Ein Kurzbericht von Andreas Jagodzinsky, 27.11.2021)

 

 

Um 14.00 Uhr begann für den Schachverein die erste Bundesligasaison der Vereinsgeschichte.

An dieser Stelle möchte ich darauf verzichten, auf alle Randthemen einzugehen. Natürlich ist es diskutabel, ob man in diesen Tagen Schach spielen soll.

Auf der anderen Seite haben die Turniere, die in den vergangenen zwei Jahren stattgefunden haben, sich nicht als Superspreaderereignisse erwiesen.

Zudem gilt an diesem Wochenende 2G.

 

Also nun zum Schach:

 

Mit folgenden Aufstellungen gingen Hamburg und wir in den Saisonauftakt.
 

 

Hamburg hatten wir in etwa so erwartet. Wir hatten zuletzt noch einige Personalfragen zu klären, so dass Catriona Dartmann Aubanell etwas überraschend in die Mannschaft rückte.

Hamburg war insgesamt schon einigermaßne klar favorisiert, aber trotzdem sahen wir uns nicht ohne Chance, zumindest um einen Punktgewinn zu spielen.

 

Allerdings begann der Kampf nicht sehr gut. Carmen Voicu-Jagodzinsky tat sich gegen ihre junge Gegnerin etwas schwer und stand objektiv unangenehmer. Und auch Alessia Ciolacus Stellung gefiel mir schon früh nicht besonders gut. Als dann auch noch Kathrin Sewald eine Figur opferte, weil ihr die Alternativen noch hoffnungsloser erschien, fürchtete ich schon ein Debakel.

Luminita Cosma spielte schließlich Remis, während sich Iulia Ionica eine angenehme Stellung erspielen konnte.

Zwar standen mittlerweile Alessia und Kathrin hoffnungslos. Aber Carmens Gegnerin war irgendwie vom rechten Weg abgekommen und sah sich einem Angriff unserer Spielerin ausgesetzt.

Und so kam es plötzlich, dass Alessia aufgeben musste, dafür aber Carmen den ersten Sieg für Hemer in der Bundesliga erreichte.

 

Catriona stand mittlerweile komplett ausgeglichen, so dass sich die Frage stellte, ob hier vielleicht doch noch etwas geht.

Zwar verlor Kathrin irgendwann, aber Iulia hatte laut Computer deutlichen Vorteil. Allerdings gab es keinen offensichtlichen und einfachen Gewinn.

Nachdem Catriona Remis gespielt hatte, kämpfte Iulia, die wie ihre Gegnerin nur noch unter zwei Minuten plus Inkrement für die Partie hatte, unverdrossen um den Sieg. Aber leider fehlte die Zeit, einen klaren Plan zu finden. Vermutlich kam sie spätestens mit dem Tausch eines Turmpaares vom rechten Weg ab. Und schließlich fand ihre Gegnerin eine Möglichkeit, Dauerschach zu geben, womit der Kampf leider knapp verloren ging.

 

Ein 3-3 lag also im Bereich des Möglichen, wenngleich der Hamburger Sieg unterm Strich nicht unverdient war.

 

Danach wurde noch kurz gegessen, ehe die Vorbereitung auf die nächste Runde auf dem Programm stand.

 

Am Sonntag muss man früh aufstehen, wenn man das Spiel gegen Harksheide sehen will. Um 09.00 Uhr geht es hier weiter:

https://view.livechesscloud.com/#da2ebd93-fb33-4741-ad09-40c2725f4b75

 

Hamburger SK - SV Hemer: Die Liveübertragung

 

Am 27.11.2021 um 14.00 Uhr gibt es die Premiere des Schachvereins in der Bundesliga live hier:

https://view.livechesscloud.com/#de8c20b2-5b4e-46ed-aa13-3b2eea73aa13

 

Und hier sind die Aufstellungen des heutigen Tages:

 

 

Und am Sonntag muss man früh aufstehen, wenn man das Spiel gegen Harksheide sehen will. Um 09.00 Uhr geht es hier weiter:

https://view.livechesscloud.com/#da2ebd93-fb33-4741-ad09-40c2725f4b75

 

Preview of the Bundesliga premiere against Hamburg!
(A report by Andreas Jagodzinsky, 11/25/2021)

The day after tomorrow the Bundesliga premiere against Hamburger SK is coming up for our women's team.
The HSK is one of the most important clubs in German chess.
Founded in 1830, it is, if Wikipedia is to be believed, the second oldest club in Germany (https://de.wikipedia.org/wiki/Hamburger_SK).

The HSK not only has Bundesliga teams in open play and the Bundesliga, but also has impressive youth work.

My first encounter with the HSK was in Magdeburg in 1997, when I competed for SG Bochum 31 at the DVM U20. At that time, we defeated Hamburg, which made Bochum the German U20 record champion for a short time. In the meantime, however, Hamburg has reclaimed this title.

In 2018, we competed with Hemer at the DVM U16 for the first time in the club's history. Unfortunately, the team around GM Luis Engel had lost the preliminary round and went to the boards with proper anger in the belly and defeated our team 4-0.

We managed a small revenge in 2019 at our first women's second division home match at Woeste-Gymnasium, when we defeated Hamburg 4.5-1.5.

To highlight individual Hamburg players or personalities would be a full-length program. However, the motor of the club, who is also an honorary member of the German Chess Federation, Christian Zickelbein, who has rendered outstanding services to chess, should not remain unmentioned. Highly recommended is the interview with him at the Schachgeflüster podcast: https://www.youtube.com/watch?v=7Nm9XGq9ItI.

Now to the sport:
Hamburg is of course the favorite against us. They have both international top players, German national players and interesting talents from Germany and abroad: https://ergebnisdienst.schachbund.de/bedm.php?liga=fb1&nummer=6.
I would like to highlight Sarah Papp, a strong opinionated and strong playing grandmaster, with whom I enjoyed working during my time at the DSB and who is "only" entered on board 6, which probably best underlines the strength of the Hamburg women.
The Bundesliga premiere against the HSK will be a special event for us.

Vorschau auf die Bundesligapremiere gegen den HSK

 (Ein Bericht von Andreas Jagodzinsky, 25.11.2021)

 

Übermorgen steht die Bundesligapremiere gegen den Hamburger SK für unsere Frauenmannschaft an.

Der HSK ist einer der bedeutendsten Vereine im deutschen Schach.

1830 gegründet ist er, wenn man Wikipedia glauben darf, der zweitälteste Verein in Deutschland (https://de.wikipedia.org/wiki/Hamburger_SK).

 

Der HSK hat nicht nur Bundesligamannschaften im offenen Spielbetrieb und der Bundesliga, sondern verfügt auch über eine beeindruckende Jugendarbeit.

Meine erste Begegnung mit dem HSK hatte ich 1997 in Magdeburg, als ich für die SG Bochum 31 bei der DVM U20 antrat. Damals besiegten wir Hamburg, was Bochum für eine kurze Zeit zum Deutschen U20-Rekordmeister machte. Mittlerweile hat sich Hamburg diesen Titel aber wieder zurückgeholt.

 

Mit Hemer traten wir 2018 bei der DVM U16 erstmals in der Vereinsgeschichte an. Leider hatte das Team um GM Luis Engel die Vorrunde verloren und ging mit ordentlich Wut im Bauch an die Bretter und besiegte unsere Mannschaft mit 4-0.

Eine kleine Revanche gelang uns 2019 bei unserem ersten Frauenzweitbundesligaheimspiel im Woeste-Gymnasium, als wir Hamburg mit 4,5-1.5 besiegen konnten.

 

Einzelne Hamburger Spieler oder Persönlichkeiten hervorzuheben, wäre ein abendfüllendes Programm. Allerdings sollte der Motor des Vereins, der auch Ehrenmitglied des Deutschen Schachbundes ist, Christian Zickelbein nicht unerwähnt bleiben, der sich um den Schachsport verdient gemacht hat. Sehr empfehlenswert ist das Interview mit ihm beim Schachgeflüster-Podcast: https://www.youtube.com/watch?v=7Nm9XGq9ItI.

 

Nun zum Sportlichen:

 

Hamburg ist natürlich Favorit gegen uns. Sie verfügen sowohl über internationale Topspielerinnen, deutsche Nationalspielerinnen und interessante Talente aus dem In- und Ausland: https://ergebnisdienst.schachbund.de/bedm.php?liga=fb1&nummer=6

Hervorheben möchte ich Sarah Papp, eine meinungs- und spielstarke Großmeisterin, mit der ich in meiner Zeit beim DSB gerne zusammengearbeitet habe und die "nur" an Brett 6 gemeldet ist, was wohl am besten die Stärke der Hamburgerinnen unterstreicht.

 

Die Bundesligapremiere gegen den HSK wird für uns ein besonderes Ereignis werden.

 


Noch vier Tage bis zur Bundesligapremiere!

 (Ein Bericht von Andreas Jagodzinsky, 23.11.2021)

 

Nur noch vier Tage, bis es für den Schachverein Hemer endlich in der Bundesliga losgeht!

Pandemiebedingt mussten wir mehr als ein Jahr warten, aber nun ist es bald soweit. Die Frauenmannschaft des Vereins wird am Samstag in Harksheide erstmals in der besten Liga der Welt um Punkte kämpfen.

Natürlich werden wir hier nicht verraten, wer am Wochenende an den Brettern sitzen wird, auch wenn die Vermutung, dass Carmen Voicu-Jagodzinsky, die mehr als jede andere Spielerin für Schach in Hemer steht, am Brett sitzen wird, ziemlich naheliegend ist.

Genauso wahrscheinlich ist, dass die Mannschaft im Durchschnitt nicht besonders alt sein wird.

Denn die Jugendarbeit von Carmen bildet den Grundstock für die beste Mannschaft, die es in der Vereinsgeschichte des SV Hemer gegeben hat.

 

Mit dem Hamburger Schachklub treffen wir am Samstag auf den Traditionsverein und eine der feinsten Adressen im Deutschen Schach.

Und Gastgeber Harksheide ist ein weiteres Beispiel für einen Verein, der über eine hervorragende Jugendarbeit eine Frauenmannschaft entwickelt hat.

Und mit unserem Reisepartner aus Lehrte verfolgt auch der vierte Verein ein ähnliches Konzept.

 

In den kommenden Tagen werden wir uns diese Vereine etwas näher anschauen.

 

Damit ist auch klar, dass es für alle Mannschaften gleich mit einem ganz wichtigen Doppelspieltag losgeht, an dem jeder Punkt für den Klassenerhalt wichtig ist. Hamburg ist dabei sicher in der angenehmsten Position, da sie bei normalem Saisonverlauf mit dem Abstiegskampf nichts zu tun haben dürften und eher auf die Plätze hinter/zwischen den großen Teams aus Königshofen, Schwäbisch-Hall und Baden-Baden schielen dürften. Um sich aber nach oben orientieren zu können, wollen sie sicher gegen Hemer und Lehrte keine Punkte abgeben.

 

Die Vorfreude auf die Bundesliga in Hemer ist jedenfalls riesig.

 

Wir werden hier in den kommenden Tagen regelmäßig berichten und möchten uns heute  bei der Sparkasse Märkisches Sauerland für die Unterstützung bedanken!

 

 

1977: Hemer als Ausrichter von 2 internationalen Turnieren

(ein Bericht von Reiner Klüting, 18. 11. 2021)

 

 

Wenige Monate vor der ersten Ausrichtung des vierten 8-Städte-Turnieres hatte der SV Hemer bereits die Gastgeberrolle für das 5. Internationale Felsenmeerpokalturnier (112 Spieler) wahrgenommen. (zum Felsenmeerpokal siehe Berichte in der Rubrik ‚Vereinsgeschichte‘: „50 Jahre Städtefreundschaft Eupen-Hemer“) Als Spielort am Samstag (10. 9. 1977) fungierte das Soldatenheim, welches seit Mitte der 60er Jahre regelmäßig als Jugendtrainingsstätte genutzt worden war; hier wurden auch die Heim-Mannschaftskämpfe der beiden Jugendmannschaften ausgetragen. (später im Jugendheim am Perick)

 

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Tabellenführung zum Saisonauftakt

(Ein Bericht von Timo Leonard, 09.11.2021)

 

Am vergangenen Sonntag empfing Hemer I die zweite Mannschaft von Bochum zum Saisonauftakt der NRW-Liga. Unsere Gegner waren stark ersatzgeschwächt, sodass wir an nahezu jedem Brett einen deutlichen DWZ-Vorteil hatten. Nichtsdestotrotz war der Kampf zeitweise spannender als es das 6-2-Ergebnis vermuten lässt.

 

Hier geht es zum Bericht und es gibt auch eine Partie zu sehen...


Tabellenführung zum Saisonauftakt


Der erste Auftritt des Schachvereins auf NRW-Ebene seit den 80-er Jahren endete mit einem 6-2 gegen die SG Bochum 31 und der Tabellenführung.

Ein ausführlicher Bericht folgt.

 

 

 

Hervorragender 2. Platz beim 11-Städte-Turnier in Saint-Dizier 2015

(ein Bericht von Reiner Klüting und Marc Störing, 1. 11. 2021)

Vom erfolgreichen Titeljahr 1976 „springen“ wir bei unserer „Erinnerungsreise“ in das Jahr 2015, ein Jahr nach dem Gewinn des 10-Städte-Turniers 2014 in Hemer, der durch 3 Titelträger/innen ermöglicht wurde. In Saint-Dizier (24000 Einwohner, am Rande der Champagne in Richtung Lothringen an der Marne gelegen) traten im Unterschied zu Hemer 2014 alle 11 Mannschaften in vollständiger Besetzung an. Als neuer Einsteiger in dieses beliebte und traditionsreiche Turnier präsentierte sich das luxemburgische Belvaux.

 

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Vorgeschmack auf die Bundesligen: Von Braunfels nach Kranenburg!

Teil 3: NRW-Auswahl gewinnt die Deutsche Frauenmannschaftsmeisterschaft!

 (Ein Bericht von Andreas Jagodzinsky, 25.10.2021)

 

Die NRW-Auswahl gewinnt in Braunfels bei den Deutschen Frauenmannschaftsmeisterschaften.

Es war ein harter letzter Kampf gegen Sachsen. Und zwischendurch sah es äußerst kritisch aus.

Aber am Ende wurde alles gut. Und es blieb Alessia Ciolacu vorbehalten, mit ihrem Sieg zum 4-3 den Titel zu sichern.

Zuvor hatte die bis dahin überragende Mannschaftsführerin Carmen Voicu-Jagodzinsky "nur" Remis gespielt. Aber zum Glück boten auch Yaroslava Sereda und Kathrin Sewald in kritischer Stellung Remis an und wurden erhört. Da Anna Dergatschowa ihre Partie gewinnen konnte, stand es bei einer Niederlage von Marina Limbourg 2,5-2,5. Große Schwierigkeiten hatte Luminita Cosma. Doch schließlich konnte auch sie Remis spielen.

Und so kam der große Moment von Alessia.

Beim Stand von 4-3 gewann auch Lisa-Marie Möller ihre Partie, so dass die NRW-Bilanz am Ende makellos war.

 

Bei der Siegerehrung erhielten Carmen und Alessia auch Preise dafür, dass sie zu den drei Spielerinnen mit 4,5/5 gehörten.

 

In Kranenburg gab es derweil einen versöhnlichen Abschluss. Zwar gingen alle Kämpfe bis zur sechsten Rund everloren. Aber wenigstens gab es gegen Kaarst einen Sieg und damit einen versöhnlichen Abschluss.

Für die Hemeraner Spieler wurde klar, dass bis zum Saisonauftakt der Bundesliga noch einige Arbeit vor ihnen liegt.

Insgesamt dürften die meisten Spieler mit ihren Resultaten unzufrieden sein.

Einziger Spieler mit einer positiven Bilanz und einem wirklich guten Turnier war Timo Leonard, der drei Partien gewann einmal Remis spielte und zwei Partien verlor.

 

 


 


Vorgeschmack auf die Bundesligen: Von Braunfels nach Kranenburg!

Teil 2

 (Ein Bericht von Andreas Jagodzinsky, 23.10.2021)

 

In Kranenburg und Braunfels sind zur Zeit Spielerinnen und Spieler der Bundesligamannschaften des Schachvereins aktiv.

 

Beginnen wir mit den erfolgreichen Spielerinnen.

In Braunfels sind mit WGM Luminita Cosma, WGM Carmen Voicu-Jagodzinsky, WFM Alessia Ciolacu und Linda Becker vier Vereinsmitglieder für die NRW-Auswahl aktiv. Kathrin Sewald und Lisa-Marie Möller haben als Gastspielerinnen zum Bundesligaaufstieg ihren Beitrag geleistet.

Dass der einzige Bundesligist im Schachbund NRW das Gerüst dieser Mannschaft stellt, ist nicht verwunderlich. Beim Fußball ist ein starker "Bayern-Block" eine Selbstverständlichkeit.

Mit dieser gekonnten Überleitung geht es zur heutigen Runde gegen die Mannschaft aus Bayern um DSB-Vizepräsidentin Olga Birkholz.

Vor 14 Tagen waren es eben jene Bayern, die NRW den Sieg bei den Deutschen Ländermeisterschaften der Jugend entrissen (jetzt wäre der erste Moment für eine geschickte Überleitung zu NRW-Auswahlspieler Moritz Runte nach Kranenburg, das passt jetzt aber nicht).

 

NRW war bei den Frauen zwar an allen Brettern favorisiert, aber irgendwie war es ein merkwürdiger Kampf. Allein Carmen dominierte von Beginn an ihre Partie und setzte ihre Gegnerin sowohl auf der Uhr als auch auf dem Brett gehörig unter Druck. Der volle Punkt an ihrem Brett schien frühzeitig sicher. Gleiches galt für Kathrin. An den anderen Brettern war es entweder so, dass den Gegnerinnen immer mal wieder Chancen eingeräumt wurden (Luminita, Alessia) oder dass man der Gegnerin klaren Vorteil überließ (Anna Dergatschowa) oder der Gegnerin durch ein inkorrektes Bauernopfer Material- und Stellungsvorteil überließ (Marina Limbourg). Nur bei Lisa-Marie und Yaroslava Sereda war lange wenig los.

Mich faszinierte die Partie von Anna Dergatschowa. Sie stand zwar sehr schlecht, aber hatte praktisch keine Zeit verbraucht. Und plötzlich kippte die Partie. Ob es wirklich eine dauerhaft erfolgversprechende Strategie ist, extrem schnell zu spielen und der Gegnerin die Stellung zu überlassen, weiß ich nicht und habe auch meine Zweifel. Aber hier klappte es: 2-0.

Und da auch Marina Limbourgs Gegnerin die - objektiv klar bessere -  Stellung zu heiß wurde, kam es dort zu einer Zugwiederholung. Da Luminita und Alessia auf Gewinn standen, machte Lisa-Marie Remis. Und wenig später stand es 5-1.

Mittlerweile stand zwar Kathrin überraschenderweise auf Verlust, aber Yaroslava Sereda auf Gewinn. Ich kürze ab: beide verloren ihre Partien, so dass NRW mit einem 5-3 die Tabellenführung verteidigte. Morgen geht es gegen Sachsen um den Titel. Live ab 09.30 Uhr hier: https://chess24.com/de/watch/live-tournaments/german-womens-state-team-championship-2021/4/1/1

 

Weniger erfolgreich lief es bei der Jugend, die sich an das Bundesliganiveau erst einmal gewöhnen müssen. Aber anders als bei den Frauen ist es in Kranenburg so, dass hier wirklich die Topspieler der Bundesligisten nahezu vollständig am Brett sind.

Mann der ersten zwei Runden war Timo Leonard, der heute auch gegen den ehemaligen DSB-Kaderspieler FM Samuel Fieberg zum Sieg kam. Leider vergab Moritz Runte am Ende das Mannschaftsremis, als er gegen FM Luca Suvorov seine Gewinnstellung noch verlor.

Gegen Bochum setzte es auch eine Niederlage. Zur Stunde spielen wir gegen Brackel. Es steht aktuell (20.15 Uhr) 0-0.

 

Vorgeschmack auf die Bundesligen: Von Braunfels nach Kranenburg!

 (Ein Bericht von Andreas Jagodzinsky, 23.10.2021)

 

Am letzten Herbstferienwochenende kommt bereits ein wenig Bundesligastimmung auf.

 

Unsere U20-Mannschaft hat durch den Aufstieg in die Jugendbundesliga das Recht erworben, am Qualifikationsturnier für die DVM U20 teilzunehmen. Da die reguläre Saison 2020/21 ausgefallen ist, wird in Kranenburg ausgespielt, wer NRW bei den DVM in diesem Jahr vertreten darf.

Leider gab es eine denkbar knappe Niederlage gegen Münster in der ersten Runde.

Die Siege von Timo Leonard und Alexander Poggemann und das Remis von Valerija Naumenko reichten nicht, weil Moritz Runte, Fabian Trinh und Artur Mai ihre Partien verloren.

Heute steht ein anstrengender Spielplan auf dem Programm. Es geht gegen Porz, Bochum und Brackel, bevor morgen die Spiele gegen Katernberg und Kaarst anstehen: https://www.sjnrw.de/sport/mannschaftsmeisterschaften/u20-mm.html?view=mannschaft&saison=10&liga=132&tlnr=1

 

Die NRW-Frauenmannschaft ist in Braunfels und spielt mit sechs Frauen aus dem Bundesligaaufstiegskader des SV Hemer. Über eine turbulente Anreise und den geglückten Turnierstart gibt es hier einen ausführlichen Bericht: https://www.schach-nrw.de/index.php/8-mitteilungen/270-die-nrw-frauen-fuehren-in-braunfels.html

 

Livepartien gibt es gleich hier: https://chess24.com/de/watch/live-tournaments/german-womens-state-team-championship-2021/4/1/1