Die DJEM ist vorbei (Willingen Abschlussbericht)

(Ein Bericht von Andreas Jagodzinsky, 27.05.2018)

 

Wie von Marcus angekündigt, folgt selbstverständlich noch ein Abschlussbericht über die DJEM.

 

Mit einem etwas überraschenden Remisschluss endete das Turnier für Valerija Naumenko am Samstag gegen Mittag.

Die Schlussstellung war – wie von Marcus richtig bewertet – deutlich angenehmer für unsere Spielerin, aber vielleicht fehlte am Ende einfach die Energie, die Stellung, die man risikolos weiterspielen konnte, auszuspielen.

Möglicherweise wollte Valerija nach dem bitteren Ende der Vorschlussrunde das Turnier auch einfach nur hinter sich bringen, was jeder, der ein solches Partieende wie am Vortag schon einmal selbst erlebt hat, nachvollziehen kann.

Mit 4/9 beendete Valerija das Turnier auf Platz 15 und minimalem DWZ-Verlust, also im Rahmen der Erwartung.

Sicher wäre es interessant zu wissen, was wohl in Valerijas Kopf umherging, als ich gestern gegen 21.00 Uhr bei der Ehrung der besten fünf Spieler der Altersklassen U16 und U16w ihrer Gegnerin aus der achten Runde zur Bronzemedaille gratulierte.

Hätte Valerija ihren Vorteil verwertet, hätte sie in der letzten Runde mit einem Sieg Bronze und die WM-Qualifikation schaffen können.

Natürlich wäre das immer noch eine schwere Aufgabe gewesen. Aber zumindest hätte sie es in der eigenen Hand gehabt.

Hoffentlich wird Valerija nach einigen Tagen realisieren, dass sie mit diesem Turnier eine großartige Einzelsaison 2017/18 abgeschlossen hat. Zusammen mit ihrer Trainerin Carmen Voicu-Jagodzinsky hat sie in den letzten vier Jahren hart gearbeitet und auf dem Weg in die Spitze ihrer Altersklasse in NRW die ein oder andere etablierte Spielerin hinter sich gelassen.

Wenn sie die Fehler in ihren Partien in Willingen sorgfältig analysiert, wird sie sicher den nächsten Schritt machen.

Gewonnen hat das Turnier die DSB-Kaderspielerin Lara Schulze, die sich mit der Zweitplatzierten Jaqueline Kobald ein Kopf-an-Kopf-Rennen lieferte und trotz einer Niederlage im direkten Vergleich am Ende knapp aufgrund der besseren Buchholzwertung gewinnen konnte.

Die ausführliche Tabelle gibt es hier: https://www.deutsche-schachjugend.de/2018/dem-u16w/tabelle/.

Lara zeigte im Moment des Sieges Größe und holte die knapp unterlegene Kontrahentin zu sich auf den Spitzenplatz auf dem Podium.

Es war einer der Höhepunkte einer stimmungsvollen Siegerehrung, die man hier noch einmal mit Bildern nachverfolgen kann: https://www.deutsche-schachjugend.de/dem2018/impressionen/siegerehrungs-liveblog/.

 

Lukas Jagodzinsky schloss das C-Turnier der ODJEM mit 2/9 im Rahmen seiner Erwartungen ab.

 

 

Und damit beenden wir die Berichterstattung von den DJEM 2017 in Willingen und bedanken uns für die Aufmerksamkeit.


Tragisches Ende einer tollen Partie (Willingen Tag 7)

(Ein Bericht von Andreas Jagodzinsky, 25.05.2018)

 

Es war eine Glanzpartie, die Valerija Naumenko in der achten Runde der DJEM bis zum 20. Zug spielte. Mit Weiß hatte sie ihre Gegnerin völlig überspielt, dabei aber auch viel Zeit verbraucht.

Als sich Valerija im 21. Zug entschied, die Türme abzutauschen, war dies schon nicht mehr die beste Idee, da damit der Angriff gegen den schwarzen König zum Erliegen kam. Als Valerija jedoch mit ihrer Dame einen generischen Bauern auf h7 schlug, ging die Initiative auf die Gegnerin über. Eine letzte Chance, die Partie zumindest noch Remis zu halten, ließ unsere Spielerin aus und verlor dann beim Gegenangriff Material.

Am Ende kam die Schwarzspielerin zu einem überaus glücklichen Sieg.

 

Nun bleibt zu hoffen, dass Valerija sich von dieser Niederlage gut erholt und das Turnier morgen mit einem positiven Erlebnis beendet.


Remis für Valerija (Willingen Tag 6)

(Ein Bericht von Andreas Jagodzinsky, 24.05.2018)

 

Wenn es eines Beweises bedurft hätte, dass Valerija Naumenko im Turnier angekommen ist, lieferte sie diesen heute.

Mit der Nummer vier der Setzliste hatte Valerija eine starke und etablierte Spitzenspielerin ihrer Altersklasse zur Gegnerin.

Mit Schwarz übernahm unsere Spielerin schnell die Initiative und stand in der ganzen Partie angenehmer.

Am Ende erreichten die Spielerinnen ein Turmendspiel, in dem Valerijas Gegnerin einer Zugwiederholung auswich, um Gewinnversuche zu unternehmen.

Valerija verzichtete auf einen einfachen Weg, das remis sicherzustellen und es gelang ihr, einen Bauern zu gewinnen.

Allerdings war das Turmendspiel nicht zu gewinnen.

Das Remis war in einer von beiden Seiten ohne große Fehler gespielten Partie das gerechte Ergebnis.

 

Mit 3,5/7 geht Hemers stärkste Jugendspielerin nun in die beiden Schlussrunden.


Doppelsieg für Valerija (Willingen Tag 5 – Teil 2)

(Ein Bericht von Andreas Jagodzinsky, 23.05.2018)

 

Mit der letzten Doppelrunde in der U16w ging es heute für Valerija Naumenko in die zweite Turnierhälfte.

Nach der sehr guten Partie am Vormittag, bei der das Qualitätsopfer übrigens nicht vorbereitet, sondern von Valerija am Brett gefunden wurde, ging es am Nachmittag gegen eine etwa gleichstarke Spielerin weiter.

 

Valerija verpasste einige Male Wege zu stabilem Vorteil. Ihre Gegnerin weigerte sich aber beharrlich, am Königsflügel Verwicklungen zu stiften. Wenngleich Valerija ein ums andere Mal erfolgversprechende Fortsetzungen ausließ, konnte sie mit der deutlich besseren Zeit geduldig manövrieren, weil sie am Königsflügel nicht ein einziges Mal an die Verteidigung denken musste.

Nach vier Stunden war es dann soweit: Mit Dame, Turm und Springer drang die Hemeranerin auf dem Damenflügel ein.

Und etwas überraschend konnte Schwarz kurz vor der Zeitkontrolle entscheidenden Materialverlust nicht mehr abwehren, weil Valerija geschickt Angriffe auf die gegnerischen Figuren mit einer überraschenden Mattdrohung am Königsflügel (!) kombinierte.

Es gilt die alte Fußballerweisheit: Wenn man zu viele Torchancen auslässt, darf man sich nicht wundern, wenn der Gegner am Ende das Tor schießt.

Die Partie war weder spektakulär noch besonders hochklassig, zeigt aber sehr gut Valerijas Fähigkeit, so lange wie nötig geduldig auf den vollen Punkt zu spielen.

Wenn man angesichts des Niveaus des Turniers und der Erfahrung ihrer Gegnerinnen bei 1/4 überhaupt von einem Fehlstart sprechen kann, so ist dieser nun durch den Doppelsieg mehr als wettgemacht.

Valerija verbessert sich auf 3/6 und liegt nun im Mittelfeld.

Im letzten Turnierdrittel ihrer ersten Deutschen Einzelmeisterschaft kann sie nun befreit aufspielen.

Die heutigen Partien kann man hier nachspielen:

https://chess24.com/de/watch/live-tournaments/2018-dem-u16w/5/1/10

https://chess24.com/de/watch/live-tournaments/2018-dem-u16w/6/1/8

 

 


Der Bann ist gebrochen (Willingen Tag 5 – Teil 1)

(Ein Bericht von Andreas Jagodzinsky, 23.05.2018)

 

Beginnen wir mit der guten Nachricht:

Valerija Naumenko hat ihre erste Partie bei der Deutschen Meisterschaft gewonnen.

 

Nach einem Start mit nur zwei Remis aus vier Partien konnte man nur mutmaßen, wie Valerija heute in das Duell mit der Tabellenletzten am letzten Brett des Turniers gehen würde.

Gerade im Mädchen- und Frauenbereich sind Niederlagenserien (genau wie im positiven Fall Siegesserien) keine Seltenheit.

 

Aber ihre Trainerin Carmen Voicu-Jagodzinsky scheint sie bestens auf diese Partie eingestellt zu haben. Nicht nur, dass Valerija gewonnen hat, sondern vor allem die Art und Weise, wie sie mit Schwarz zu einem Sieg in nur 20 Zügen kam, zeigt, dass sie ohne jede Verunsicherung ans Brett gegangen zu sein scheint.

 

In einem ruhigen Damengambit spielte Valerija ein positionelles Qualitätsopfer im neunten Zug und gab im Anschluss noch einen Bauern. Ihre Trainerin hat über solche Opfer 2013 ihre A-Trainerhausarbeit geschrieben, so dass davon auszugehen ist, dass Valerija sich mit dieser strategischen Operation im Training bereits befasst hat.

Ob das Opfer in dieser Partie der Prüfung durch den Computer standhält, wird man sehen müssen. Die Initiative auf dem Brett und auch der psychologische Vorteil lagen jedenfalls in Händen der jungen Hemeranerin.

Ihre Gegnerin war mit der entstandenen Stellung scheinbar ziemlich überfordert. Im 12. Zug griff sie fehl, so dass Valerija ihre Dame über d5 ins Spiel bringen konnte. Aufgrund der zahlreichen schwarzen Drohungen fand die Weißspielerin nicht die beste Verteidigung.

Die Partieaufgabe kam nicht zu früh, da Valerija nur noch zwei Züge bis zum Matt gebraucht hätte.

 

Wollen wir hoffen, dass sie den Schwung in die nächste Runde mitnehmen kann, die bereits am Nachmittag ansteht.

 

 

Auch über diese Runde werden wir zeitnah berichten.


NRW-Duell II (Willingen Tag 4)

(Ein Bericht von Andreas Jagodzinsky, 22.05.2018)

 

Heute Morgen stand die vierte Runde auf dem Spielplan.

Valerija Naumenko traf auf Dana Berelowitsch. Damit stand das Spiel zwischen der NRW-Vizemeisterin gegen die NRW-Meisterin auf dem Spielplan.

 

Valerija hatte dieses Mal ihre Zeiteinteilung deutlich besser im Griff als vorher. Das war auch nötig, da eine sehr komplizierte Stellung entstand, in der von beiden Spielerinnen eine Menge Rechenarbeit erforderlich war.

Beide Spielerinnen agierten auf Augenhöhe. Leider war es Valerija, die in komplizierter Stellung ein schwer zu sehendes taktisches Motiv übersah.

Ihre Gegnerin hingegen erkannte ihre Chance und griff zu.

Nach einer forcierten Abwicklung hatte Valerija zwar zwei Türme gegen die gegnerische Dame. Allerdings standen die Türme und der König so weit auseinander, dass die NRW-Meisterin mit einigen Schachs den gewinn eines der Türme erzwingen konnte.

Somit musste sich unsere beste Spielerin zum zweiten Mal im Turnier geschlagen geben.

 

Damit hat sie aber die spielstarken NRW-Kontrahentinnen (Erstrundengegnerin Melanie Müdder von der SG Solingen konnte sich als Jahrgangsbeste mittels eines Freiplatzes die Qualifikation ersparen) hinter sich gebracht und peilt in der morgigen Doppelrunde ihren ersten Partiegewinn an.


 Vom Leiden einer Trainerin (Willingen Tag 3)

(Ein Bericht von Andreas Jagodzinsky, 21.05.2018)

 

Manchmal kann Zuschauen nicht weniger hart sein, als selbst zu spielen.

Valerija Naumenko und ihre Gegnerin bewarben sich mit ihrer Partie heute für den deutschen Comedypreis.

 

Valerija war etwas holprig ins Turnier gestartet und bekam es heute mit einer nominell stärkeren Gegnerin zu tun.

Diese überraschte sie zunächst mit Italienisch mit c3 und d4 und spielte auf das schwarze Läuferschach auf b4 das seltene 7.Kf1.

Kann man als Überraschung machen, führt aber nach 7…d5 zu sehr bequemem Ausgleich für Schwarz.

Nachdem ich am Vormittag im Interview bei Chessy TV (https://www.youtube.com/watch?v=GukqkeHvR98) noch über die Notwendigkeit, auch sportpsychologische Themen stärker in der Ausbildung der Kaderspieler einzubinden, gesprochen hatte, begab ich mich nach knapp 30 Minuten Spielzeit zum Vortrag des Diplompsychologen Jürgen Walter.

Als ich zwischendurch kurz eine Runde durch den Spielsaal machte, traute ich meinen Augen nicht.

Valerija hatte von den ursprünglich 90 Minuten Bedenkzeit bereits 45 investiert. Aber an der Stellung hatte sich rein gar nichts verändert. Immer noch dachte sie über ihren siebten Zug nach.

Irgendwann zog sie dann 7…d6, wonach die Stellung nach 8.d5 nebst 9.Da4 sofort aufgabereif gewesen wäre. Nun aber zog die Gegnerin 8.Db3, was „nur“ zu einer klar besseren Stellung mit Mehrbauern für Weiß führte.

Ich verließ Willingen, als bei Valerija etwa 13 Züge gespielt waren. Der Computer zeigte klaren weißen Vorteil an, der auch für das menschliche Auge offensichtlich war. Ihre Trainerin Carmen Voicu-Jagodzinsky blieb hingegen vor Ort und litt weiter mit.

Auf halber Fahrtstrecke machte ich Pause, um kurz zu sehen, wie viele Züge Valerija noch geschafft hatte, ehe sie aufgegeben hatte.

Doch zu meiner Überraschung hatte es ihre Gegnerin geschafft, den gesamten Vorteil zu verspielen. Auf der Uhr hatte sie auch mächtig aufgeholt, wenngleich die letzten ca. 15 Züge von Valerija nur mit Inkrement gespielt werden mussten.

Und sechs Züge vor Schluss war plötzlich ein völlig ausgeglichenes Bauernendspiel entstanden. Es spricht für Valerija, dass sie bei der kaum vorhandenen Restbedenkzeit die Zeitkontrolle schaffte.

Aber noch war es nicht vorbei. Im 44. Zug verpasste Valerija sogar den möglichen Gewinn, was allerdings aus neutraler Sicht wohl wirklich zu viel des Guten gewesen wäre.

Wenig später endete die Partie nach dem Abtausch der neu entstandenen Damen und der letzten Bauern.

 

Man muss unserer Spielerin allerdings zugutehalten, dass ein solches Turnier mit den besten deutschen Nachwuchsspielern und -spielerinnen eine ganz andere Herausforderung darstellt als alle bisher gespielten Wettbewerbe.

Und eine Partie, bei der man schon nach weniger als zehn Zügen weiß, dass wirklich alles schiefgelaufen ist, was daneben gehen konnte, mit knappster Bedenkzeit noch zu halten, ist ein weiterer Beweis von Valerijas enormer Kampfkraft.

Unsere beste Spielerin hat nun aber sicher bemerkt, dass sie in diesem Feld mithalten kann und Gewinnchancen bekommt.

Der erste Partiegewinn wird sicher bald kommen.

 

Lukas Jagodzinsky ließ im C-Open ebenfalls eine gute Chance aus und musste sich am Ende geschlagen geben.

Mit 1/3 muss der an letzter Stelle gesetzte Neunjährige aber nicht unzufrieden sein.

Morgen steht für beide Hemeraner Spieler die vierte Runde auf dem Programm.  


Aller Anfang ist schwer (Willingen Tag 2)

(Ein Bericht von Andreas Jagodzinsky, 20.05.2018)

 

Um 08.30 begann für Valerija Naumenko heute ihre erste Partie bei der DJEM.

Melanie Müdder, Nr. 2 der Setzliste und gestern zur Spielerin des Jahres 2017 in der Altersklasse U14w gewählt, war ihre Gegnerin.

 

Valerija kam gut aus der Eröffnung und hatte eine zwar passive aber ausgeglichene Stellung.

Leider übersah sie beim Versuch, die Damen zu tauschen, die gegnerische Hauptdrohung. Melanie Müdder konnte somit die Dame auf h7 opfern, so dass Valerija sich das folgende Matt nicht mehr zeigen ließ und aufgab.

 

Am Nachmittag war dann eine nominell etwa gleichstarke Spielerin Valerijas nächste Gegnerin.

Valerija kam gut aus der Eröffnung, dachte aber über einen natürlichen Zug fast 30 Minuten nach. Zwar überspielte sie ihre Gegnerin danach komplett. Allerdings fehlte ihr am Ende die Zeit, die sie in der Eröffnung verbraucht hatte. Valerija machte einen Fehler, wonach die Partie verflachte und remis endete.

 

Besser ins Turnier gestartet ist Lukas Jagodzinsky im offenen C-Turnier. Am Vormittag musste er sich nach gut zwei Stunden geschlagen geben. Dafür gewann er am Nachmittag seine Partie und steht nun bei 50% der Punkte.

 

Morgen steht für beide Spieler eine Einzelrunde an.  

 

Die komplette Eröffnungsfeier im Video findet ihr hier: https://www.youtube.com/watch?v=8hO98uSjVIw

 

Mit Hemeraner Beteiligung ab 42.20.


Das Abenteuer beginnt (Willingen Tag 1)

(Ein Bericht von Andreas Jagodzinsky, 19.05.2018)

 

Mit der Anreise und der Eröffnungsfeier begannen am heutigen Tag für Valerija Naumenko (DJEM U16w), Lukas Jagodzinsky (U25 – C-Turnier) und Carmen Voicu-Jagodzinsky (Landestrainerin NRW) die Deutschen Meisterschaften der Jugend 2018.

 

Während Carmen (2015-2017) und Lukas (KIKA-Turnier 2016 und 2017) bereits über Erfahrung bei der Großveranstaltung im Deutschen Schach haben, ist es für Valerija eine Premiere.

Der Iserlohner Kreisanzeiger hat die Hemeraner Hoffnungsträgerin heute auf einer halben Seite in einer Serie über heimische Sporttalente porträtiert: https://www.ikz-online.de/sport/lokalsport/iserlohn-hemer-letmathe/ein-problem-mit-unendlich-vielen-loesungen-id214328727.html.

Für Valerija galt es zunächst schon bei der Anmeldung die Eindrücke dieser gigantischen Veranstaltung, bei der 689 Spielerinnen und Spieler sowie einige hundert Eltern, Betreuer und ehrenamtliche Helfer der Deutschen Schachjugend zusammenkommen, zu verarbeiten.

 

 

Am Abend stand dann die stimmungsvolle Eröffnungsfeier auf dem Programm.

Bilder und Berichte findet man hier: http://www.deutsche-schachjugend.de/dem2018/impressionen/.

 

Danach warteten die Teilnehmer und ihre Trainer gespannt auf die Auslosung.

Für Valerija geht es morgen direkt an Tisch 2 gegen eine der Titelkandidatinnen. Melanie Müdder ist langjährige NRW-Kaderspielerin, Stammspielerin in der NRW-Auswahl und zweifache deutsche Mannschaftsmeisterin. Zudem war sie deutsche Vizemeisterin im Einzel in der U12w im Jahr 2015. Im vergangenen Jahr sah sie in Willingen bis zwei Runden vor Schluss wie die sichere Siegerin in der Altersklasse U14w aus, verlor aber leider die letzten beiden Partien.

Der Vorteil dieser Herkulesaufgabe gegen die große Favoritin besteht natürlich darin, dass Valerija sofort weiß, dass sie bei den Deutschen Meisterschaften ist und gegen die absolute Elite des deutschen Mädchenschachs antreten darf.

 

Wollen wir hoffen, dass Valerija gut schläft und ohne Furcht in ihre erste Partie bei der Deutschen Meisterschaft geht.

 

Hemer drückt die Daumen.

 

Die Partie kann man ab 08.45 (15 Minuten Zeitverzögerung bei der Übertragung ist die leider mittlerweile erforderliche Karenzzeit, um Betrugsversuche zumindest zu erschweren) hier angesehen werden: https://www.deutsche-schachjugend.de/2018/dem-u16w/.

 

Vielleicht findet Marcus Zeit, den erfolgreichen Liveticker, der uns während der letzten Frauenregionalligarunde so viel Freude bereitet hat, wieder aufleben zu lassen (https://www.svhemer1932.de/mannschaften/damen/), (Marcus: Wer weiß, wer weiß...)

 

Die Spiele können beginnen!

 

 


Valerija Naumenko bei den Deutschen Meisterschaften

Ein Bericht von Andreas Jagodzinsky, 18.05.2018

 

Am Samstag beginnt für unsere stärkste Jugendspielerin Valerija Naumenko das Abenteuer Willingen, wo sie von Pfingstsonntag bis zum folgenden Samstag an den Deutschen Jugendeinzelmeisterschaften der Altersklasse U16w teilnehmen wird.

 

Valerija ist erst die zweite Spielerin des SV Hemer, die an Deutschen Einzelmeisterschaften (DJEM) teilnehmen wird und die erste seit der Wiedervereinigung.

 

Qualifiziert hat sie sich als NRW-Vizemeisterin bei den Landestitelkämpfen über Ostern in Kranenburg.

Die 15-jährige Schülerin des Woeste-Gymnasiums, die seit Beginn ihrer Schachkarriere von Carmen Voicu-Jagodzinsky trainiert wird, hat es geschafft, in nur vier Jahren eine Spielstärke zu erreichen, mit der sie sich für die DJEM qualifizieren konnte.

Mit einer DWZ von 938 stieg sie 2015 ins Wettkampfgeschehen ein. Ein Jahr später hatte sie bereits ihre ersten NRW-Meisterschaften mit hervorragenden 50% beendet und ihre Zahl auf 1322 gesteigert.

Ihre ersten Deutschen Meisterschaften spielte sie Ende 2016 am zweiten Brett für die U14w-Mannschaft des SV Hemer in Düsseldorf, wo sie hervorragende 5,5/7 erzielte und den Brettpreis nur knapp verpasste.

Am Ende der Saison 2016/17 hatte sie eine DWZ von 1463 und mit 3/4 einen großen Beitrag zur Qualifikation der U16-Mannschaft zur Deutschen Vereinsjugendmannschaftsmeisterschaft geleistet.

Dort war sie mit 3,5/6 erfolgreichste Spielerin des SV Hemer.

Die laufende Saison ist ihre bislang erfolgreichste. Mit 4,5/5 trug sie maßgeblich zum Aufstieg der zweiten Mannschaft in die Verbandsklasse bei und holte im letzten Spiel beim Stand von 3,5-3,5 den entscheidenden Punkt für Hemer.

Ihre aktuelle DWZ beträgt 1749, womit sie bei der DJEM unter den 20 Teilnehmerinnen an Platz 12 gesetzt sein wird: http://www.deutsche-schachjugend.de/2018/dem-u16w/spieler/.

 

 

Der ganze Schachverein drückt Valerija die Daumen. 


Hemeraner bei den NRW-Meisterschaften – Abschlussbericht

(Ein Bericht von Andreas Jagodzinsky, 08.04.2018)

 

Die NRW-Einzelmeisterschaften der Schachjugend NRW sind Geschichte.

Und sie sind auch Teil der Vereinsgeschichte des Schachvereins Hemer geworden.

 

 

Nach Malte Stopsack, der sich 1990 für die Deutschen Meisterschaften der U15 (damals gab es in der BRD noch die Einteilung in U13, U15, U17 und U20, die erst einige Jahre nach der Wiedervereinigung langsam verändert wurde und den internationalen Gepflogenheiten angepasst wurde.) qualifizieren konnte und dort den ersten Platz teilte, war es Valerija Naumenko, die sich 28 Jahre später als erste Spielerin der Vereinshistorie und zweites Vereinsmitglied überhaupt die Teilnahmeberechtigung für eine Deutsche Jugendeinzelmeisterschaft erspielen konnte.

Ihr zweiter Platz war hochverdient. Nach ihrem Pflichtsieg zum Auftakt spielte sie gegen die Setzlistenplätze 1, 7, 3, 2, 4 und 8.

Ein kritischer Moment im Turnier war sicher, als Valerija mit Weiß aus besserer Stellung heraus gegen die spätere Turniersiegerin verlor und der Vorsprung von einem Punkt auf Platz 3 plötzlich weg war.

Doch zum Glück traf am Nachmittag Carmen Voicu-Jagodzinsky, die als Landestrainerin einen zweitägigen Besuch bei den NRW-Meisterschaften geplant hatte, ein. Aus dem Ursprungstermin am Dienstag und Mittwoch war krankheitsbedingt Donnerstag bis Samstag geworden. Carmen löste erst einmal das dringendste Problem und schickte Valerija früh ins Bett.

Vorher wurde noch eine kurze Vorbereitung gemacht, so dass die vorletzte Runde kommen konnte. In der vorletzten Runde gegen eine nominell bessere Gegnerin gewann Valerija ein kompliziertes Endspiel und blieb auf dem geteilten zweiten Platz.

 

Die Ausgangslage vor der letzten Runde war damit klar. Ein Sieg musste her, und es durfte keine völlig unerwarteten Ergebnisse geben, damit Valerijas Buchholzvorsprung hielt.

Aber würden Valerijas Nerven auch ein weiteres Mal halten. Hervorzuheben ist an dieser Stelle der Zusammenhalt der Hemeraner Spieler, die auch in Kranenburg viel gemeinsam gearbeitet haben.

Ich ließ über Carmen an Valerija die Grüße einiger mitfiebernder Vereinskollegen ausrichten. Und am Freitagnachmittag erhielt Valerija auch noch eine aufmunternde Email unserer Schnellschacheuropameisterin und besten deutschen Schachspielerin Elisabeth Pähtz.

 

Als ich am nächsten Morgen gegen 11.30 in Kranenburg ankam, dauerte es nur wenige Minuten, bis Valerija ins Zimmer von Carmen kam. Sie hatte ihrer Gegnerin keine Chance gelassen und in gut 20 Zügen besiegt.

Jetzt hieß es Warten, denn auch ihre Hauptkonkurrentin hatte gewonnen. Zwischendurch wurde es sogar noch spannender, als die Tabellenführerin, die einen halben Punkt Vorsprung hatte, kritisch stand. War sogar der Titel möglich?

Aber am Ende wurde es Platz zwei mit einem halben Buchholzpunktvorsprung.

Herzlichen Glückwunsch Valerija!

 

Aber auch für einen anderen Spieler ging es noch um Platz 1 oder 2.

Moritz Runte war bislang ungeschlagen durch das Turnier gegangen der U16 gegangen, in dem es das erwartet knappe Rennen gegeben hatte. In der Vorschlussrunde hatte er in besserer Stellung ein Remisangebot angenommen und lag damit weiter einen halben Punkt hinter dem Spitzenreiter. In der letzten Runde musste er mit Schwarz gegen den DWZ-Favoriten antreten. Dieses Mal kämpfte er bis ein Dauerschach unvermeidbar war.

 

Jetzt musste er auf die Buchholzwertung warten. Am Ende teilte er den zweiten Platz, war aber nach Wertung Vierter. Auch das ist ein tolles Ergebnis, aber Moritz wird damit hadern, dass er zu oft zu friedlich in dem Turnier war. Ein halber Punkt mehr hätte den Titel bedeutet.Warum Moritz so oft Remis machte, ohne die Stellung auszuspielen, ist kaum nachvollziehbar. In Mannschaftskämpfen gibt es kaum einen Spieler im Verein, bei dem ich mich wohler fühle, wenn er bei knappem Ergebnis die letzte Partie spielt wie bei Moritz, der stets im Mannschaftssinne für das benötigte Ergebnis spielt.

 

In der U16 nahm auch Fabian Dat Trinh teil. In dem schweren Feld gelangen ihm drei Unentschieden, was exakt meinem eigenen Ergebnis bei den NRW-Meisterschaften 1993 entspricht. Gleiches gilt für die Platzierung.

 

Und dann war da auch noch Timo Leonard, der seine Qualifikationschancen in der Runde sechs eingebüßt hatte.

Aber er kämpfte in der letzten Runde verbissen um den Sieg und ein gutes Endergebnis. Leider vergab er seinen Vorteil und holte am Ende nur ein Remis. Sein Ärger am Ende der Partie zeigt aber, dass er dieses Turnier mit dem nötigen Ehrgeiz gespielt hat. Mit 4/7 und seiner Reaktion nach den beiden Niederlagen kann aber auch Timo zufrieden sein. Am Ende wurde es Platz 6.

 

Und unsere Gastspielerin Eva Rudolph konnte in der U14w als klare Favoritin gestartet ihre Aufgabe erfüllen. Sie gewann das Turnier und wird nach ihrem vierten Platz bei der DJEM in Willingen 2016 in der U12w nun erneut die Spitzenplätze in der U14 angreifen. Auch an Eva ganz herzliche Glückwünsche!

 

Und hier geht es demnächst weiter:

 

http://www.deutsche-schachjugend.de/termine/2018/dem/

 

Valerija Naumenko fährt zur Deutschen Meisterschaft

(Ein Bericht von Andreas Jagodzinsky, 07.04.2018)

 

 

Kaum zu glauben aber wahr: Unsere U16-Spielerin Valerija Naumenko setzte sich heute in der letzten Runde souverän durch und rettete am Ende einen halben Buchholzpunktvorsprung ins Ziel. Als NRW-Vizemeisterin qualifizierte sich die 15-jährige Woeste-Gymnasiastin für die Deutschen Meisterschaften über Pfingsten in Willingen.

Valerija lag das gesamte Turnier über auf einem der ersten zwei Plätze.

Für sie und für ihre langjährige Trainerin Carmen Voicu-Jagodzinsky, die sie auch bei diesem Turnier betreute, hat sich die harte Arbeit der letzten Jahre gelohnt.

Ein ausführlicher Bericht über alle Spieler folgt.

Hier der Endstand der U16w:

http://www.schachjugend-nrw.de/sport/jugendeinzelmeisterschaften/jem-u16w.html

 

 



Hemeraner bei den NRW-Meisterschaften – Tag 5

(Ein Bericht von Andreas Jagodzinsky, 06.04.2018)

 

Im gestrigen Bericht hatte ich darauf hingewiesen, dass es nun neben den schachlichen Qualitäten auch auf gute Nerven und den nötigen Siegeswillen ankommt.

 

Bis auf Fabian, der in der U16 heute seine zweite Punkteteilung gegen durchgängig höherbewertete Gegner erzielte, lagen die drei anderen Hemeraner Spieler vor der Runde in Schlagdistanz zu den Qualifikationsplätzen.

 

In der U14 musste Timo in seiner Partie gegen den Turnierfavoriten Aik Arakelian aus Ennepe zumindest in der heutigen Partie der besseren Spielkunst seines Gegners Tribut zollen. Mit Schwarz unterlag er seinem Kaderkollegen.

Mit 3,5/5 hat Timo keine Qualifikationschancen mehr, kann aber morgen ein insgesamt gutes Turnier zu einem positiven Abschluss bringen.

Bei Moritz waren es entweder die Nerven oder ein paar Prozentpunkte an zu geringem Willen, die Partie unbedingt zu gewinnen. In leicht vorteilhafter Stellung einigte er sich mit dem 0,5 Punkte vor ihm liegenden Tabellenführer auf ein Remis. Die Tabellensituation in der U16 ist völlig unübersichtlich. Hinter dem heutigen Gegner von Moritz befinden sich zahlreiche Spieler mit einem halben Punkt Rückstand. Es bedarf keiner vertieften mathematischen Kenntnisse, um nach dem Lesen der letzten Sätze zu wissen, dass auch Moritz dazu gehört.

Damit ist die Aufgabe für morgen klar. Moritz muss gewinnen und auf die Ergebnisse der Konkurrenz hoffen.

 

Kommen wir nun zu Valerija. Sie hatte gestern gegen die Co-Tabellenführerin eine bessere Stellung noch verloren und lag danach mit einer weiteren Spielerin punkt- und buchholzgleich auf dem zweiten Platz.

In welcher Verfassung würde sie heute ans Brett gehen? Valerija musste mit Schwarz erneut gegen eine DWZ-stärkere Gegnerin antreten.

Sie hatte eine komplizierte Stellung, als die mit ihr punktgleiche Tabellenzweite gegen die Setzlistenerste gewann. Irgendwann war ein Endspiel mit minimalen Vorteilen für unsere Spielerin erreicht, in dem beide Spieler immer weniger Zeit hatten.

Doch Valerija zeigte neben Endspieltechnik auch gute Nerven und den unbedingten Willen, diese Partie zu gewinnen. Am Ende hatte ihre Gegnerin noch zwei Minuten, Valerija drei und den vollen Punkt.

Damit hat auch sie noch Chancen auf die DJEM-Qualifikation.

 

 

Morgen früh geht es für Fabian und Timo um einen guten Turnierabschluss und für Moritz und Valerija um die erstmalige Qualifikation eines Hemeraner Spielers zu einer Deutschen Jugendeinzelmeisterschaft seit 1990.  


Hemeraner bei den NRW-Meisterschaften - Tag 5

 

Zum Schlussspurt ein paar Bilder!


Hemeraner bei den NRW-Meisterschaften – Tag 4

(Ein Bericht von Andreas Jagodzinsky, 05.04.2018)

 

Ist das Glas halb voll oder halb leer?

Diese Frage stellt sich nach der heutigen Runde fünf.

Beginnen wir mit der U16w. Valerija Naumenko spielte heute an Brett eins gegen die Mittabellenführerin. Beide Spielerinnen hatten einen Punkt Vorsprung auf die Verfolgerinnen. Die Siegerin dürfte zumindest im Rennen um die beiden Qualifikationsplätze bereits einen deutlichen Vorteil haben.

Wie man hört, erreichte Valerija zwischenzeitig eine sehr gute Stellung, musste sich schlussendlich jedoch in eine Niederlage fügen.

Damit liegt sie allerdings immer noch gut im Rennen und teilt aktuell Platz zwei.

 

Timo Leonard zeigte sich von der gestrigen Niederlage gut erholt und kam zu einem vollen Punkt. Genau wie Valerija hat er nun 3,5/5 und befindet sich damit knapp hinter der Tabellenspitze.

 

Auch Moritz Runte kam heute zu einem Sieg und damit auch auf das Zwischenergebnis von 3,5 Punkten.

In der nächsten Runde trifft er auf den Tabellenführer.

Fabian Dat Trinh traf erneut auf einen starken Gegner. Er kam sehr gut aus der Eröffnung, konnte seinen Vorteil jedoch nicht verwerten und verlor am Ende noch.

 

In allen Turnieren sind noch zwei Runden zu spielen.

Während es für Fabian darum geht, weiter wertvolle Erfahrungen auf diesem Niveau zu sammeln und idealerweise noch zumindest einen Sieg zu erzielen, spielen die anderen drei Hemeraner alle oben mit.

 

Was dabei am Ende herauskommt, kann überhaupt nicht prognostiziert werden. Schachlich können sie mit allen Gegnern, die noch kommen, mithalten. Aber jetzt spielen auch die Nerven und die Frage, wer den Sieg in den Partien am meisten will, eine nicht zu unterschätzende Rolle.


Hemeraner bei den NRW-Meisterschaften – Tag 3

(Ein Bericht von Andreas Jagodzinsky, 04.04.2018)

 

Der dritte Turniertag ist beendet.

Für Timo lief es in der U14 heute leider nicht so gut wie an den ersten beiden Tagen.

Er verlor zum ersten Mal, liegt aber mit 2,5/4 immer noch im Verfolgerfeld und darf morgen erneut mit Weiß ran.

 

In der U16 spielte Moritz zum dritten Mal in Folge Unentschieden. Allerdings war die Partie lange umkämpft. Optische Vorteile wies die Stellung von Moritz zwar auf, aber objektiv war das Gleichgewicht nach Angaben unseres Spielers nie gestört. Auch er hat 2,5/4 und liegt damit einen halben Punkt hinter den beiden Tabellenführern. In der U16 zeichnet sich das erwartet enge Turnier ab, in dem sich bislang kein Spieler entscheidend absetzen konnte.

Fabian hatte leider Pech, als er mit einem Mehrbauern Material einstellte. Morgen hat er die nächste Chance auf einen Sieg. 

 

Kommen wir nun zur U16w. Hier trifft Valerija nach einem Sieg morgen im Spitzenspiel auf die punktgleiche Tabellenführerin. Beide Mädchen haben einen Punkt Vorsprung auf ihre Verfolgerinnen. 


Hemeraner bei den NRW-Meisterschaften

(Ein Bericht von Andreas Jagodzinsky, 04.04.2018)

 

Seit Ostermontag laufen in Kranenburg die NRW-Meisterschaften der Jugend.

Auch in diesem Jahr gibt es wieder Spieler des SV Hemer, die dort teilnehmen.

Drei Runden sind bislang gespielt. Vier weitere Runden folgen noch bis Samstag.

In der U16 fehlen die nominell besten Spieler des Schachbundes NRW. Das Turnier bezieht seine Spannung jedoch vor allem daraus, dass von den 16 Teilnehmern die ersten zwölf der Setzliste in einem DWZ-Korridor zwischen 2014 und 1922 liegen.

Dazu gehört auch Moritz, der in der Startrangliste Platz acht einnimmt.

Nach einem Auftaktsieg gegen seinen Vereinskollegen Fabian, konnte Moritz in der Doppelrunde zweimal Unentschieden spielen und liegt damit aktuell einen Punkt hinter dem Tabellenführer in einem Pulk von sechs Spielern in der verfolgergruppe.

Für Fabian, der an 17 gesetzt ist, ist es das erwartet schwere Turnier. Aber nach einer weiteren Niederlage in Runde zwei konnte er am Nachmittag das erste Remis erzielen.

In der U16w ist Valerija sehr gut ins Turnier gestartet. Nach einem Auftaktsieg remisierte sie in Runde zwei gegen die Setzlistenerste und konnte am Nachmittag mit einem Sieg vorläufig auf den geteilten ersten Platz vorrücken.

Ebenfalls 2,5/3 hat Timo in der U14. Auch er gewann zum Auftakt und erzielte eine Punkteteilung gegen die Nummer drei der Setzliste in der Folgerunde.

Am Nachmittag konnte er gegen einen höher bewerteten Spieler mit Schwarz einen vollen Punkt erzielen. Seine Partie in Runde drei war bislang die stärkste Vorstellung eines Hemeraner Spielers in dem Turnier.

 

 

Wir drücken unseren Spielern nicht nur für die Partien am heutigen Nachmittag die Daumen sondern natürlich auch für die weiteren Runden.  


Abschlussbericht zu den Verbandseinzelmeisterschaften

(Ein Bericht von Andreas Jagodzinsky, 28.03.2018)

 

Bei den Verbandseinzelmeisterschaften der Altersklassen U18 und U16 in Lennestadt gab es zwei Titel für die Jugendspieler des Schachvereins Hemer.

Von Samstag bis Dienstag spielten Valerija, Artur, Moritz und Fabian nicht nur um die Verbandstitel, sondern auch um die Qualifikanten für die NRW-Einzelmeisterschaften, die ab Ostermontag in Kranenburg stattfinden werden.

Die Mädchen der Altersklassen U16 und U18 spielten in einem gemeinsamen Turnier mit den Jungen der U18. Da erstmals seit Jahren eine nennenswerte Zahl von Mädchen am Start war, hätte sich ein Rundenturnier aller Mädchen wohl eher angeboten.

Man stelle sich nur vor, Valerija, die beständig oben und damit gegen alle starken Jungs spielte hätte am letzten Turniertag nichts geholt und sie wäre noch von einer Konkurrentin, die nur gegen die anderen Mädchen am Tabellenende gespielt hat, überholt worden.

Aber Valerija hielt bis zum Schluss vorne mit und qualifizierte sich am Ende souverän und verteidigte damit auch ihren Verbandstitel.

Am Ende hatte sie vier Punkte aus sieben Runden und teilte Platz 4 im Gesamtturnier.

 

Artur profitierte von der Absage seines Vereinskameraden Timon, der die Bezirksmeisterschaften souverän gewonnen hatte und rückte als Starter auf Verbandsebene nach.

Eine Runde vor Schluss lag Artur auf dem zweiten Platz und hatte die überraschende Chance sich mit einem Sieg den Qualifikationsplatz zu sichern. Leider verlor er und teilte ebenfalls den vierten Platz.

 

Der große Favorit in der U16 war Moritz, der aufgrund seiner Spielstärke auch in der U18 Nr. 1 der Setzliste gewesen wäre.

Er dominierte das Feld nach Belieben und gab nur in der dritten Runde ein Remis gegen seinen Vereinskollegen Fabian ab. Mit 6,5 Punkten hatte er am Ende einen ganzen Punkt Vorsprung auf den Zweitplatzierten.

Fabian war ebenfalls als Nachrücker zu den Verbandsmeisterschaften gekommen. Er spielte insgesamt in drei Partien Unentschieden und qualifizierte sich als Vizemeister für die NRW-Meisterschaften.

 

In Kranenburg treffen die drei auf Timo. Der 14-jährige NRW-Kaderspieler ist aufgrund eines Freiplatzes bereits vorqualifiziert. Damit haben sich alle Stammspieler der U16-Mannschaft des SV Hemer für die Landesmeisterschaften qualifiziert.

 

Wir drücken allen Spielern die Daumen für die NRW-Meisterschaften.


Ein vorläufiger Beitrag zum Abschlussbericht

von Marcus Schmücker (28.03.2018)

 

Bilder von der Siegerehrung wird es doch nicht geben, daher behelfen wir uns anderweitig aus. 

 

Hier ein Bild mit Moritz und Timo mit Ruben und Eva. Einer von den beiden Herren ist bekannter als der Andere, eventuell können wir daraus ja ein Ratespiel machen. 

 

Bevor es zu schwierig ist, löse ich es lieber auf.

 

Links steht der Bundestrainer Dorian Rogozenco und rechts Bundesnachwuchstrainer Bernd Vökler.

 

Die Aufnahme stammt aus dem Kadertraining im Februar.

Hier sieht man auf der linken Seite Timo, Fabian, Valerija und auf der rechten Seite Lukas, Felix und Kim.

 

Es ist zu sehen, wie unser Nachwuchs hochkonzentriert beim Training die DWZ einsaugt.

 

 

Zum Abschluss Valerija, die zum wiederholten Male Südwestfalenmeisterin der U16 geworden ist.

 

Glückwunsch an Alle die die Qualifikation für die NRW-Meisterschaft in Kranenburg geschafft haben.

 

 


Verbandseinzelmeisterschaften Tag 4 – Update

(Ein Bericht von Andreas Jagodzinsky, 27.03.2018)

 

Es ist vollbracht.

Während Fabian mit einem Remis die Qualifikation zu den NRW-Meisterschaften in der letzten Runde absicherte, beendete Moritz das Turnier standesgemäß mit seinem sechsten Sieg und wurde erstmals Südwestfalenmeister. Mit 6,5/7 legte er einen Punkt zwischen sich und Fabian.

Valerija wurde nach einem Remis in der letzten Runde erneut Südwestfalenmeisterin der U16.

 

Leider verlor Artur und verpasste die Qualifikation.


Verbandseinzelmeisterschaften Tag 4

(Ein Bericht von Andreas Jagodzinsky, 27.03.2018)

 

Eine Runde vor Schluss steht bereits fest, dass der Titel in der U16 nach Hemer geht. Sowohl Moritz als auch Fabian gewannen heute ihre Morgenpartien. Damit wahrt Moritz seinen halben Punkt Vorsprung auf Fabian und kann nicht mehr von einem der beiden Qualifikationsplätze verdrängt werden.

Endlich konnte er ein Jugendturnier einmal klar von der Spitze dominieren und nie Zweifel an der Qualifikation für die nächste Ebene aufkommen lassen.

Fabian muss in der letzten Runde noch mindestens ein Remis erzielen, um sich von den anderen Ergebnissen unabhängig zu machen, kann aber auch mit einem Auge noch auf den Titel schauen.

Auch Valerija bewahrte ihren Vorsprung durch ein Remis gegen den Setzlistenzweiten der U18m.

 

Artur überholte sie sogar durch einen Sieg und hat am Nachmittag alle Qualifikationschancen in der eigenen Hand. Mit einem Sieg kann auch er sich qualifizieren. Bei einem Remis kommt es auf die anderen Ergebnisse an.


Verbandseinzelmeisterschaften Tag 3 – Update

(Ein Bericht von Andreas Jagodzinsky, 26.03.2018)

 

Ein weiterer Tag für unsere vier Verbandseinzelteilnehmer – zumindest schachlich – beendet.

In dem Turnier, in dem alle spielen, die nicht U16m sind, kassierte Valerija heute ihre erste Niederlage gegen den Setzlistenersten. Allerdings kam ihre Aufgabe wohl zu früh.

Besser machte sie es dann am Nachmittag und liegt mit 3/5 weiter knapp hinter der Spitze. Den Titel der U16w sollte sie sich morgen sichern.

Artur begann mit einem Sieg und verlor dann gegen Valerijas Gegner vom Vormittag. Auch er hat 3/5.

Fabian konnte in der U16 vormittags Remis spielen und am Nachmittag gewinnen. Mit 4/5 hat er beste Chancen auf die Qualifikation.

 

Diese dürfte Moritz wohl ziemlich sicher sein. Abgesehen von dem Remis gegen Fabian dominiert er das Feld nach Belieben und geht mit 4,5/5 als Spitzenreiter in die Schlussdoppelrunde.


Verbandseinzelmeisterschaften Tag 3

(Ein Bericht von Andreas Jagodzinsky 26.03.2018)

 

Bei den Verbandseinzelmeisterschaften der Jugend beginnt der dritte Tag.

Die Spieler des SV Hemer bleiben nach drei Runden ungeschlagen.

Das lag auch daran, dass am Sonntagnachmittag vereinsinterne Duelle auf dem Spielplan standen, die rasch mit Unentschieden endeten.

Nachdem die Nr. 2 der Setzliste in der U16 nach schwachen 1,5/3 das Turnier abgebrochen hat, muss man von Moritz und Fabian nun erwarten dürfen, dass sie sich beide qualifizieren.

In der U18/U18w/U16 spielt Valerija in Runde 4 an Brett 1 gegen den Turnierfavoriten.

Genau wie Artur steht sie bei 2/3 und hält bestens in der U18 mit.

 

Eine interessante Frage am Rande: Wenn man schon durch die merkwürdige Zusammenlegung von drei Turnieren ein ziemliches Zufallselement ins Rennen um die Qualifikationsplätze bei den Mädchen bringt, bedeutet das umgekehrt auch, dass Valerija ggf. auch im Falle eines Platzes unter den ersten zwei bei den Jungen auf NRW-Ebene antreten dürfte?


Verbandseinzelmeisterschaften Tag 2

(Ein Bericht von Andreas Jagodzinsky 25.03.2018)

 

Nach einem 4/4-Start der Hemeraner Teilnehmer stehen ab heute Doppelrunden auf dem Programm.

Mittlerweile gibt es Tabellen und Paarungen auf der Verbandshomepage: http://www.svswf.de/.

 

Für aktuelle Ergebnisse liegen die größten Hoffnungen auf unserem Bezirksjugendwart Kai, der uns vermutlich auf der Seite unserer Iserlohner Schachfreunde informieren wird: http://www.koenigsspringer-iserlohn.de/Tempo/index.php/84-ueber-uns/aktuelle-informationen/750-vjem-ticker-2018.


Verbandseinzelmeisterschaften der Jugend gestartet

(Ein Bericht von Andreas Jagodzinsky 24.03.2018)

 

Heute sind die Verbandseinzelmeisterschaften der Jugend gestartet.

Artur (U18), Moritz (U16), Fabian (U16) und Valerija (U16w) spielen darum, den bereits durch einen Freiplatz für die NRW-Meisterschaften qualifizierten Timo (U14) nach Kranenburg zu begleiten.

 

In den nächsten Tagen werden wir uns bemühen, einigermaßen aktuell über das Turniergeschehen zu berichten. Auf die Verbandshomepage sollte man keine zu großen Hoffnungen setzen.

Einigermaßen absurd mutet es an, dass man die sechs Mädchen der U18 und U16 w zusammen mit der U18 spielen lässt.

U16 w zusammen mit U16 und U18w zusammen mit U18 wäre wohl sinnvoller gewesen oder angesichts der erfreulichen Zahl von sechs Mädchen ein eigenes Mädchenturnier.

Wollen wir hoffen, dass nicht Auslosungspech Valerija, die die mit Abstand stärkste Spielerin im Feld ist, einen Strich durch die Rechnung macht.

Moritz ist der stärkste Spieler im gesamten Feld. Aber die bisherigen Jugendturniere haben gezeigt, dass er sich gegen schwächere Jugendspieler gerne selbst das Leben schwer macht.

Aber auch Fabian und Artur darf man in ihren Turnieren nicht unterschätzen.

 

In der ersten Runde gewannen Moritz, Fabian und Valerija, während Artur noch spielt.


Platz 4 beim Landesfinale im Schulschach

(Ein Bericht von Andreas Jagodzinsky, 15.03.2018)

 

Am 9. März reisten Moritz, Artur, Valerija und Julia mit ihrer Trainerin Carmen Voicu-Jagodzinsky zum Schulschachfinale nach Düsseldorf.

 

In den verschiedenen Altersklassen nahmen über 900 Schüler am Landesfinale teil. Zusammen mit den betreuern und Offiziellen dürften damit etwa 1.000 Personen an diesem Ereignis teilgenommen haben.

 

 

In der Wettkampfklasse 2 belegte das Woeste-Gymnasium in der Startrangliste Platz sechs unter 38 teilnehmenden Schulen. Angesichts der Tatsache, dass alle vier Spieler der U16-Mannschaft des Schachvereins Hemer angehörten, die im Dezember Platz 11 bei den Deutschen Vereinsmannschaftsmeisterschaften belegte (nur Timo fehlte), zeigt die Setzliste, wie stark das Turnier in diesem Jahr besetzt gewesen ist.

Nach zwei Auftaktsiegen trafen die Hemeraner Spieler auf den Titelverteidiger und klaren Turnierfavoriten aus Paderborn. Leider konnte nur Artur seine Partie gewinnen, so dass die Chancen auf den Turniersieg und die Qualifikation für die Deutschen Schulschachmeisterschaften in Berlin sanken.

Paderborn ließ auch in den weiteren sechs Runden nichts anbrennen und gewann überzeugend alle Spiele.

Das Woeste-Gymnasium kämpfte sich jedoch bald wieder an die Spitzenbretter und spielte im Turnierverlauf gegen alle Mannschaften an der Spitze.

 

Allerdings gingen einige Spiele 2-2 aus.

 

Leider fehlte es bei diesem Turnier an einem überragenden Resultat eines Einzelnen. Positiv war aber, dass jeder Spieler in der Lage war, auch einmal in einem knappen Spiel mit einem Sieg das 2-2 oder einen Sieg zu sichern.

In der letzten Runde ging es dann um Platz zwei. Dazu wäre ein Sieg gegen das Dortmunder Gymnasium nötig gewesen. Doch leider ging das Spiel mit 1,5-2,5 verloren, was am Ende für einen immer noch sehr guten vierten Platz reichte.

 

Die letzte Herausforderung bestand darin, dass Moritz und Artur rechtzeitig in Hemer sein mussten, um den Bus zur Stufenfahrt nicht zu verpassen.

Die Siegerehrung wurde daher ausgelassen, aber trotz Staus kamen beide Spieler noch vor dem Bus in Hemer an.

 

Nach dem Sieg beim NRW-Schulschach-Cup im Sommer bewies das Woeste-Gymnasium erneut, dass es im Schulschach zur Landesspitze gehört.

 

 


Die U10 bei der DVM

(Ein Bericht von Andreas Jagodzinsky 04.01.2018)

 

Nicht nur die U16-Mannschaft war „zwischen den Jahren“ bei der DVM. Auch unsere jüngsten Spieler reisten am zweiten Weihnachtsfeiertag zu den Deutschen Meisterschaften, in diesem Fall nach Magdeburg.

Schon 2016 nahmen Luca, Micha, Lukas und Amanda an diesem Turnier teil, bei dem es vorrangig darum ging, Erfahrungen zu sammeln. Am Ende konnten nur Luca und Lukas Punkte sammeln. Mit zwei Mannschaftspunkten konnte man nur aufgrund der etwas besseren Wertung noch eine Mannschaft hinter sich lassen.

Alle Spieler hatten 2017 fleißig geübt. Amanda hatte eine NRW-Einzelmeisterschaft in der U10w gespielt. Zusammen mit Lukas hatte sie am KIKA-Turnier in Willingen teilgenommen. Micha war geteilter Erster bei den Bezirksjugendmeisterschaften geworden. Und auch bei den Verbandsmannschaftsmeisterschaften der U12, dem NRW-Vorrundenturnier in der selben Altersklasse und den NRW-Mannschaftsmeisterschaften U10 konnten alle Spieler Erfahrungen sammeln.

Einen Wechsel gab es auf der Trainerposition. Der vorletzte Platz im Vorjahr kostete mich den Kopf. Mit Carmen übernahm die Cheftrainerin selbst die Aufgabe.

In der Mannschaft tauschten Micha und Lukas nach der starken Bezirksmeisterschaft von Micha die Bretter.

 

In Runde 1 gab es dann den ersten Sieg der U10-Mannschaft bei einer Deutschen Meisterschaft.

Luca und Micha gewannen, Lukas steuerte nach wechselhaftem Partieverlauf ein Remis bei.

Leider gab es dann in der zweiten Runde des Tages die Höchststrafe: 0-4.

Aber immerhin ging man mit einem ausgeglichenen Mannschaftspunktekonto in den zweiten Tag, an dem drei Runden anstanden.

Dort konnte zu Beginn nur Luca einen halben Punkt holen, so dass die dritte Runde wieder klar verloren ging.

In der vierten Runde gab es dann wieder einen knappen Sieg. Natürlich gewann Luca dabei eine Partie. Lukas konnte ebenfalls gewinnen, während Micha Remis spielte.

In der letzten Runde des Tages blieb wieder Luca der Ehrentreffer vorbehalten. Mit 1-3 gab es die zweite Niederlage des Tages.

Nachmittags stand dann Freizeit auf dem Plan, bevor am letzten Turniertag eine letzte Doppelrunde zu spielen war.

Lukas und Amanda gewannen ihre Partien, was aber aufgrund der Niederlagen an den Spitzenbrettern „nur“ zu einem 2-2 reichte.

In der letzten Runde gab es dann eine 1-3 Niederlage, bei der wieder Luca den einzigen Punkt holte.

Luca zeigte mit 4,5/7 eine wirklich sehr gute Leistung.

Die anderen drei hatten noch Luft nach oben, sammelten aber wertvolle Erfahrungen für ihre letzte gemeinsame U10-Meisterschaft (nur Lukas hat noch zwei Jahre) im kommenden Jahr.

 

Weitere Einzelheiten zum Turnier findet man hier: http://www.deutsche-schachjugend.de/2017/dvm-u10/sv-hemer/.

 

 

 



Gewonnen! (vom 31.12.2017)

(Ein Bericht von Andreas Jagodzinsky )

 

Der Traum vom Treppchen“ war der Titel auf der Homepage von Schalksmühle.

Wenn man mit nahezu unveränderter Mannschaft sechsmal hintereinander an der DVM teilnimmt, sich dabei stetig steigert und im letzten Jahr fast den Titel gewonnen hätte, darf man als Setzlistenfünfter berechtigterweise vom Treppchen träumen.

Ich nehme es vorweg. Am Ende wurde es trotz des Schlussrundensieges gegen den Tabellendritten „nur“ der geteilte dritte, nach Wertung vierte Platz.

Trotzdem verdient die Leistung über die gesamten Jahre höchsten Respekt. Glückwunsch an Alex, Rebecca, Niklas und Sebastian und ihren Trainer Thomas Franke, der die Mannschaft zu einer der Spitzenmannschaften des Jahrgangs 2001 in Deutschland geformt hat.

 

Wenn man sich erstmals für eine DVM qualifiziert, sollte man sich auch ein Ziel setzen, aber vielleicht etwas vorsichtiger sein, was die Veröffentlichung dieses Ziels betrifft.

Deshalb titelten wir bewusst nicht „Der Traum von Platz 10“, obwohl sich die Mannschaft genau auf dieses Ziel zwei Wochen vor dem Turnier „geeinigt“ hatte (zumindest haben die Spieler mir nicht zu vehement widersprochen).

Zu groß war die Gefahr als Nr. 16 der Setzliste mit Spielern, die nur über wenig DVM-Erfahrung verfügten, das Ziel deutlich zu verpassen.

 

Aber vor der letzten Runde lagen wir auf Platz 13. Der Schlussrundengegner Hohentübingen war nominell nur wenig besser, so dass wir unbedingt gewinnen wollten, so dass der Sprung unter die besten 10 noch möglich war.

 

Der Plan war klar: Moritz musste an Brett 1 gegen einen etwa DWZ-gleichwertigen Gegner gewinnen. Der Rest der Mannschaft musste 1,5 Punkte holen.

Die erste Überraschung erwartete uns dann am Brett, weil unser Gegner Brett 2 pausieren ließ, so dass nun auch Timo favorisiert war.

 

Der Kampf ging gut los, weil Timo schnell eine Stellung erhielt, die er gut kennt.

Aber leider verlor Artur eine Figur und stand plötzlich auf verlorenem Posten.

Zudem zeichnete sich bei Valerija große Zeitnot ab.

Aber irgendwann wurde es bei Moritz taktisch. Die Stellung ab 21.Sd5 ist zum Nachspielen empfohlen: http://www.deutsche-schachjugend.de/2017/dvm-u16/partien/7-7-1/.

 

Es verdient höchstes Lob, wie Moritz in diesem wichtigen Kampf Verantwortung übernahm und konsequent auf Gewinn spielte.

Da Artur zum Glück unverdrossen weiter kämpfte, waren wir es, die das psychologisch wichtige 1-0 erzielten, als Moritz Gegner nach 34 Zügen aufgab.

 

Die nächsten Minuten verbrachten Moritz, Julia und ich vor den Bildschirmen, auf denen die Partien übertragen wurden und durften beobachten, dass Valerija eine Figur gewonnen hatte und einen vernichtenden Mattangriff einleitete.

Auch diese Partie sollte man sich nicht entgehen lassen: http://www.deutsche-schachjugend.de/2017/dvm-u16/partien/7-7-4/.

 

 

Artur leistete immer noch Widerstand. Timo stand zwar besser, aber geriet in immer größere Zeitnot.

Ich gab ihm die Erlaubnis, Remis anzubieten, was jedoch von seinem Gegner abgelehnt wurde.

Nachdem Valerija gewonnen hatte, gab auch Artur auf, so dass alles an Timo hing, der praktisch keine Zeit mehr hatte.

Sein Gegner hatte alles auf eine Karte gesetzt und nach einem Figurenopfer nun auch noch eine Qualität Turm, um seine gefährlichen Freibauern in Marsch zu setzen.

Doch Timo behielt in dieser so wichtigen Partie die Nerven und schaltete auf Verteidigung um. Er gab den Mehrturm zurück, um unter Damentausch ein Endspiel mit ungleichfarbigen Läufern und Minusbauern zu bekommen.

Hier konnte er schnell einen Bauern gewinnen, so dass jedes Gewinnpotential aus der Stellung verschwunden war.

Mit seinem Remis hatten wir gewonnen.

 

Nun mussten wir warten.

Irgendwann war klar, dass wir zwar punktgleich mit dem Tabellenzehnten waren, aber aufgrund der schlechteren Wertung Platz 11 belegten.

Hätte Uelzen in der letzten Runde gewonnen, wären wir auf Platz 10 gelandet.

 

Am Nachmittag stand dann die Siegerehrung an, bei der alle Mannschaften Preise erhielten.

Ein Glückwunsch auch noch einmal an den Turniersieger vom HSK.

 

Außerdem möchte ich erneut die hervorragende Turnierorganisation durch den Ausrichterverein Walldorf um Peter Schell hervorheben. Für ein Jugendturnier wurden hier echte Maßstäbe gesetzt.

 

Das größte Lob gebührt aber unserer Mannschaft. Artur, Julia, Moritz, Timo und Valerija haben sich als echte Einheit gezeigt und sich ihre sieben Mannschaftspunkte wirklich erkämpft. Alle Mahlzeiten wurden gemeinsam eingenommen. Wenn mal keine Partie oder Vorbereitung anstand, haben die Spieler gemeinsam auf dem Zimmer geblitzt, Tandem oder Karten gespielt.

Und auch die von Julia verwaltete Mannschaftskasse ist ziemlich leer geblieben, weil nur ich über einem Bericht für die Homepage sitzend zwei Minuten zu spät bei der von mir angesetzten Mannschaftssitzung eintraf und meine fünf Euro entrichten musste.

 

Gegen 15.00 Uhr machten wir uns dann auf die Heimfahrt (Danke an Heiner Runte für die zwei Fahrten nach Walldorf), ehe gegen 18.00 Uhr das Abenteuer DVM in Hemer zu Ende ging.

 

Guten Rutsch und ein frohes und gesundes neues Jahr 2018!


Rückschläge

(Ein Bericht von Andreas Jagodzinsky)

 

Leider konnten wir heute nicht an unsere gute Form von gestern anknüpfen und mussten zwei klare Niederlagen bei der DVM hinnehmen.

 

Am Vormittag stand zunächst das Südwestfalenduell gegen Schalksmühle auf dem Spielplan.

Ich weiß nicht, ob es jemals ein Spiel zwischen zwei Verbandsmannschaften aus Südwestfalen bei einer DVM gegeben hat. Früher waren DVM-Teilnahmen für Vereine aus unserem Verband unrealistisch. Der „goldene“ 2001-er Jahrgang aus Schalksmühle hat sich jedoch zu einem Stammgast gemausert und sich Jahr für Jahr steigern können. Letztes Jahr verpassten sie ganz knapp den Titelgewinn in der U16 und gehörten hier zu den Geheimfavoriten. Ich nehme den Tagesverlauf etwas vorweg, wenn ich festhalte, dass Gold weg sein dürfte. Aber morgen geht es mindestens noch um einen Top 5 Platz.

 

Immerhin haben wir uns in den letzten Jahren so entwickelt, dass auch die Spieler um Trainer Thomas Franke uns nicht gerade als Glückslos für Runde fünf empfunden haben, denn zu gewinnen gab es eigentlich nichts außer einen Pflichtsieg.

 

Leider kamen wir schlecht in den Kampf hinein. Artur wurde von seinem Gegner in der Vorbereitung ausgeguckt und stand bald mit dem Rücken zur Wand.

Valerija hatte zunächst zwar bequem ausgeglichen, aber irgendwo den Faden verloren und musste sich gegen die drohende Niederlage stemmen.

Am besten sah es bei Timo aus, der seinerseits Rebecca Browning mit seiner Vorbereitung überraschen konnte und etwas angenehmer stand.

Vielleicht gab es eine kleine Chance im Match, denn Moritz war es gegen den bis dahin mit 4/4 am Spitzenbrett überragenden Alex Browning gelungen, taktische Verwicklungen heraufzubeschwören. An einer Stelle hätte er anders fortsetzen müssen und hätte dann Chancen auf Vorteil gehabt. Doch er verpasste diese Gelegenheit und ging danach chancenlos unter.

Als klar war, dass Valerija sich vielleicht retten, aber keinesfalls gewinnen konnte, gab Timo bei schlechter Zeit seine immer noch angenehme Stellung Remis.

Wenig später erreichte auch Valerija den Remishafen.

 

Am Nachmittag ging es dann gegen Walldorf, die sich erstmals in diesen tagen als schlechter Gastgeber erwiesen.

Artur verlor schnell. Auch Timo und Moritz standen schlecht, wobei Moritz gegen einen Gegner mit mehr als 2150 antreten musste. Nur Valerija stand besser.

Aber heute kam alles zusammen. Valerija verlor im Endspiel eine Leichtfigur und konnte nur aufgrund ihrer guten Bauernstellung weiterkämpfen.

Als sie am Ende Remis annahm, stand sie wahrscheinlich sogar wieder auf Gewinn.

Moritz kämpfte heldenhaft in einem Turmendspiel für eine verlorene Sache und gab nach fünf Stunden auf.

 

Nun liegen wir vor der Schlussrunde auf Platz 13, immer noch besser als unser Startplatz Nr. 16.

 

 

Die U10-Mannschaft mit Luca, Micha, Lukas und Amanda konnte sich bei ihrem zweiten DVM-Auftritt in Magdeburg verbessern und erreichte mit 5-9 Punkten Platz 65 unter 80 Mannschaften.


Der Mann des Tages

(Ein Bericht von Andreas Jagodzinsky)

 

Grundsätzlich gehört es sich nicht, dass ein Trainer einen Spieler der Mannschaft besonders hervorhebt. Scheiß auf gutes Benehmen!

Artur Mai hat sich nach dem zweiten Tag der DVM in Walldorf ein extra Lob redlich verdient.

Von den Spielern der ersten Stunde, die 2013 als erste Jugendliche seit einem Jahrzehnt dem Verein beigetreten sind, spielen noch Timon Ketteler (leider zu alt für die U16), Moritz Runte und eben Artur.

Spielerisch stand Artur immer im Schatten seiner Mitstreiter. Aber kämpferisch hat er immer überzeugt. Und genau dieser Kampfgeist war an diesem Tag der Schlüssel für drei Mannschaftspunkte.

 

Wie schon gestern waren wir nominell in beiden Spielen Außenseiter. Allerdings war der Unterschied in der nominellen Spielstärke nicht mehr so groß, so dass sowohl am Morgen gegen Uelzen als auch am Nachmittag Lambsheim Spiele nahezu auf Augenhöhe zu erwarten waren.

Gegen Uelzen funktionierte vor allem bei Moritz die Vorbereitung perfekt. Er erspielte sich schnell mit Schwarz einen Vorteil, den er sicher zur 1-0 Führung verwerten konnte.

Leider hatte Valerija früh zu viel Zeit verbraucht, so dass sie schon um Zug 15 herum auf eine schlimme Zeitnot zusteuerte.

Timo kam mit Weiß leider nicht so gut aus der Eröffnung, so dass schon Anlass zur Sorge bestand. Artur erkämpfte sich gegen einen deutlich DWZ-stärkeren Gegner jedoch ein Remis.

Plötzlich tauschte Timos Gegner die falschen Figuren, so dass er besser stand. Leider hatte auch er wenig Zeit.

Ein erstes Remisangebot lehnte er noch ab, weil wir versuchen wollten zu gewinnen.

Das zweite Angebot in horrender Zeitnot nahm er dann an. Da Valerija leider mittlerweile auf Verlust stand, ging der Kampf unentschieden aus.

 

Am Nachmittag spielten wir dann in unveränderter Aufstellung.

Julia setzte ohne Protest wieder aus. Auch wenn sie erst eine Partie gespielt hat, ist sie nicht nur für die Stimmung wichtig, sondern unterstützt ihre Mannschaftskollegen auch bei der Vorbereitung, was besonders in der kurzen Zeit zwischen Früh- und Spätschicht wichtig ist.

 

Als ich nach einer Stunde in den Turniersaal kam, musste ich irritiert feststellen, dass Moritz, der als Favorit in die Partie gegangen war, katastrophal stand.

Dafür standen alle anderen Spieler besser.

Aber irgendwie konnte Moritz seinen Gegner auskontern und brachte uns erneut in Führung.

Valerija musste in ihrer Partie Vereinfachungen zulassen und machte wenig später Remis.

Timo, der ein Remisangebot ablehnen musste, als Moritz noch schlecht stand, agierte umsichtig.

Plötzlich übersah Arturs Gegner einen Figurenverlust, was Timo sofort zu einem Remisangebot nutzte, das der Gegner nicht ablehnen konnte.

 

Artur setzte nun an, seinen Vorteil mustergültig zu verwerten. Aber plötzlich verlor er eine Figur. Zudem hatte sein Gegner einen gefährlichen Freibauern.

Dabei verlor Artur auch noch seine komplette Restbedenkzeit, so dass er die letzten fünf bis acht Züge nur von seinen Bonussekunden lebte.

Irgendwie schaffte er es, sich selbst einen Freibauern zu verschaffen und stand plötzlich wieder auf Gewinn, da sein Gegner den Turm geben musste.

Artur hatte aber genug vom Auf und Ab und bot Remis an, was sein Gegner nicht ablehnen konnte.

Damit war der Sieg sichergestellt.

 

Mit 5-3 Punkten stehen wir hervorragend dar.


Hemer gelingt Traumeinstand in DVM U16

(Ein Bericht von Andreas Jagodzinsky)

 

Mit einem überraschenden 3-1 Sieg startete die U16-Mannschaft heute in die DVM in Walldorf.

 

Im exzellent organisierten Turnier nehmen wir Platz 16 von 20 Mannschaften in der Startrangliste ein.

Damit sind wir praktisch immer Außenseiter.

Gegen die Nr. 6 aus Bebenhausen entschied ich mich, Moritz, Timo, Artur und Valerija einzusetzen und Julia noch ausruhen zu lassen.

In dem Spiel lief fast alles. Wir errieten die gegnerische Aufstellung, da auch Bebenhausen mit fünf Spielern angereist war, dann hatten wir auch bei den Spielern mit wenig Partien Glück, die Eröffnungen richtig zu prognostizieren. Schließlich erinnerten sich auch noch alle unsere Spieler an ihre Vorbereitung.

Und als wäre das nicht genug, konnte Artur direkt in der Eröffnung eine Figur gewinnen.

Zwar standen Moritz und Valerija unter Druck. Aber Valerija konnte irgendwann taktisch das Blatt wenden und brachte uns in Führung.

Als Moritz aufgab, stand Artur immer noch auf Gewinn.

 

Timo hatte ein völlig ausgeglichenes Läuferendspiel.

Als dann Artur gewann, musste ich mit Timo noch fast zwei Stunden im Turniersaal warten, weil der Gegner alles probierte. Am Ende, als keiner mehr spielte, opferte er sogar noch seinen Läufer, um irgendwie das 2-2 zu erzwingen, obwohl ihm sicher klar war, dass die Stellung danach verloren war. Und so kam auch Timo noch zu seinem Sieg.

 

Zur Belohnung hatten Timo und ich fast keine Pause. Die Auslosung konnte auch erst kurz vor Rundenbeginn ausgehangen werden.

Mit Delmenhorst bekamen wir die Nr. 4 der Setzliste.

Hier waren wir leider chancenlos. Julia, die für Valerija in die Mannschaft gekommen war, verlor als Erste. Wenig später musste auch Moritz aufgeben. Artur gelang zumindest noch ein Remis, da auch Timo seine gute Stellung überzogen hatte.

 

Morgen geht es gegen Uelzen.

 

In Magdeburg ist die DVM der U10 gestartet. Dort liegt Hemer nach einem 2,5-1,5 Sieg und einer 0-4 Niederlage aktuell ebenfalls im Mittefeld.

 

Für Hemer spielen Luca, Micha, Lukas und Amanda. 


DVM-Premiere für die U16

 

(Ein Bericht von Andreas Jagodzinsky 26.12.2017)

 

Am heutigen zweiten Weihnachtsfeiertag begann für unsere U16-Mannschaft das Abenteuer DVM.

 

Um 15.45 Uhr waren unsere Spielerinnen und Spieler in Walldorf angekommen.

Bis zum Abendessen konnten Moritz, Timo, Artur, Valerija und Julia ihre Freizeit genießen. Irgendwann heute Abend wissen wir dann, gegen wen wir morgen um 09.00 Uhr antreten müssen.

Während Julia und Valerija bereits im letzten Jahr Erfahrungen bei der DVM der U14w sammeln konnten, und Timo bereits am Spitzenbrett des TuS Ende vor zwei Jahren in Magdeburg DVM-Luft schnuppern konnte, ist es für Moritz und Artur ihre erste Teilnahme, wenngleich Moritz 2016 für die NRW-Auswahl bei der Deutschen Ländermeisterschaft an den Start gehen durfte.

In der Setzliste werden auch nach der endgültigen Festlegung der Mannschaftskader nicht mehr viele Mannschaften hinter uns stehen, so dass wir eigentlich nur positiv überraschen können.

 

Morgen Nachmittag geht es dann auch für unsere U10-Auswahl in Magdeburg los, die

aber ihre sieben Partien in nur drei Tagen spielen werden.

 

Hier die Links zu den Turnieren:

http://www.deutsche-schachjugend.de/2017/dvm-u16/

http://www.deutsche-schachjugend.de/2017/dvm-u10/

 

Sollten wir live spielen, findet man uns hier:

https://chess24.com/de/watch/live-tournaments/2017-dvm-u16/1/1/1

 

 

Schöne Bescherung

(Ein Bericht von Andreas Jagodzinsky 16.12.2017)

 

Am Freitag überraschten die Jugendspieler beim letzten Training des Jahres ihre Trainer mit einer vorzeitigen Bescherung.

 

Die Trainer erhielten zum Jahresabschluss von den Spielern kleine Aufmerksamkeiten als Dank für das Training des Jahres und die damit verbundenen Erfolge.

 

Im Anschluss konnte ich den Trainern auch noch kleine Buchpräsente für ihr Engagement für den Verein überreichen. Auch Artur und Valerija, die sich mittlerweile zeitweilig als Trainer engagieren erhielten Bücher.

Von den erwachsenen Trainern waren Carmen und Bernd anwesend. Marcus erhält seine Geschenke dann per Schlitten, falls er einen geeigneten Schornstein hat.

 

 

Danach mussten aber vor allem die Spieler, die übernächste Woche zur DVM fahren, noch einmal arbeiten. Mit Hausaufgaben im Gepäck beendeten sie dann gegen 19.30 das letzte Jugendtraining des Jahres.


Weihnachtsschach am Gymnasium

(Bericht von Andreas Jagodzinsky) (10.12.2017

 

Seit 2011 gibt es am Woeste-Gymnasium wieder Schach. Und aus diesen Schachangeboten, die Carmen Voicu-Jagodzinsky angeboten hat, hat sich eine zahlenmäßig große Jugendabteilung in unserem Verein entwickelt.

 

Und seit 2012 gibt es immer kurz vor Weihnachten ein Schachturnier zum Jahresabschluss.

In diesem Jahr gab es drei Turniere, eins für die Stufe 5, eins für Stufe 6 und eins für die älteren Schüler. Das Turnier fand am

 

Im Turnier der Stufe 5 nahm Lukas als Gast teil und gewann das Turnier mit 7/7.

Im Turnier der Stufe 6 gewann Lars vor seinen Vereinskameradinnen Katharina und Julia das doppelrundige Turnier mit 5/6. Und im Viererturnier der älteren Spieler dominierte der Favorit Moritz und besiegte Timon und Artur je zweimal und holte 1,5/2 gegen Valerija. 

 

Wenn man sich die Jugendspieler in allen Erwachsenenmannschaften ansieht, darüber nachdenkt, dass wir in 14 Tagen wieder mit zwei Mannschaften zur DVM fahren und auch die hochkarätigen Wechsel spielstarker Trainer wie Bernd und Marcus zu uns in den vergangenen Jahren bedenkt, muss man feststellen, dass Carmen unseren Verein aus dem Sterbezimmer in die Schönheitschirurgie befördert hat.


Zwei(einhalb) Titel für den Nachwuchs

vom 25.11.2017

Timon und Kim werden Bezirksmeister

(Ein Bericht von Andreas Jagodzinsky)

 

In Herdecke fanden zum wiederholten Male unter der Regie von Kai Lück die Bezirkseinzelmeisterschaften der Jugend statt.

 

Die U8-U12 spielte an zwei Terminen, die U14 bis U18 an drei.

 

Hemer stellte das größte Kontingent, was sich besonders in der U16 bemerkbar machte, in der wir auch mit Moritz den besten Spieler des gesamten Teilnehmerfeldes am Start hatten.

 

Doch wie das bei Favoriten so ist, tun sie sich oft schwer.

In Runde zwei erwischte es ihn gegen einen krassen Außenseiter, wonach es plötzlich eng wurde. In Runde vier musste er gegen den Tabellenführer mit Schwarz ran. Erst stand er etwas besser, aber in der Schlussstellung war das Remis eher glücklich für unseren Spieler.

 

Nervenstärke bewies er am letzten Tag, als er gesundheitlich eingeschränkt zwei glatte Siege einfuhr und sich letztlich doch glatt als Turnierzweiter qualifizieren konnte.Fabian, der ebenfalls in der U16 für Hemer startete, lief leider zwei kampflosen Niederlagen vom Auftaktwochenende nach. Danach spielte er – abgesehen von einem kampflosen Sieg – gegen unsere Mädchen. Gegen Valerija und Julia spielte er Remis, wobei er in beiden Partien schlechter stand. Gegen Kim gewann er in der letzten Runde.

Kim wurde am Ende des Turniers Bezirksmeisterin. Sie profitierte auch davon, dass Julia und Valerija wegen des Regionalligaauftakts in Münster mit zwei kampflosen Niederlagen starteten.

Valerija war aber ohnehin aufgrund des Verbandstitels im Vorjahr vorqualifiziert.

 

Bezirksmeister in der U18 wurde Timon, der einfach alle Partien gewann und eigentlich nie Zweifel am Turniersieg aufkommen ließ. Für ihn war es die letzte Teilnahme, da er altersbedingt ausscheidet. Hoffentlich nutzt er seine Chancen bei den Verbandseinzelmeisterschaften.

Artur wurde Vierter und hofft nun auf einen Nachrückerplatz. Leider fiel die U18-Konkurrenz dieses Jahr durch zu viele kampflose Ergebnisse auf.

 

In der U12 hätte Lars mit einem Schlussrundensieg noch Platz 1 teilen können. Durch eine unnötige Niederlage verpasste er sogar noch die Qualifikation für die Verbandsmeisterschaften.

Diese verpasste auch Lukas in der U10. Er stand klar im Schatten von Amanda und vor allem Micha, der nach einer Auftaktniederlage gegen den späteren Sieger alle Partien gewann und nur aufgrund der schlechteren Wertung am Ende „nur“ Zweiter wurde.

Für die Verbandsmeisterschaften ist er natürlich trotzdem qualifiziert.

 

Bedenkt man, dass Timo zudem einen Freiplatz für die Verbandsmeisterschaften hat und zudem erster Nachrücker für NRW ist, können wir erneut sehr zufrieden sein.

 

 

 


Hemer fährt wieder zur DVM

U16 qualifiziert sich, U10 meldet wieder

(Ein Bericht von Andreas Jagodzinsky)

 

Dass es in Hemer einen regen Jugendspielbetrieb gibt, hat sich mittlerweile herumgesprochen. Und deshalb werden wir auch in diesem Jahr wieder zwischen Weihnachten und Neujahr mit zwei Mannschaften bei den Deutschen Vereinsmannschaftsmeisterschaften (DVM) aktiv sein.

Erstmalig qualifizierte sich unsere U16 für das deutsche Finale (http://www.deutsche-schachjugend.de/2017/dvm-u16/).

Moritz, Timo, Artur, Valerija und Julia werden für uns in Walldorf an den Start gehen.

Carmen wird als Trainerin mitreisen. Timo hat bereits mit dem TuS Ende DVM-Erfahrung. Valerija und Julia waren im letzten Jahr bei der DVM U14w in Düsseldorf.

 

Unsere U10-Mannschaft war letztes Jahr mit Luca, Lukas, Micha und Amanda in Magdeburg, wo sie auch dieses Jahr wieder an den Start gehen werden (http://www.deutsche-schachjugend.de/2017/dvm-u10/). Ich werde wieder als Trainer mitreisen, wobei bei unseren Jüngsten auch wieder zahlreiche Eltern zur Delegation gehören werden. Letztes Jahr mussten wir dort noch viel Lehrgeld zahlen: http://www.deutsche-schachjugend.de/2016/dvm-u10/sv-hemer/.

 

Hoffentlich gelingt es uns in beiden Turnieren, den ein oder anderen Punkt zu sammeln und die etablierten Teams zu ärgern.


Unsere Gruppe von der Verbandseinzelmeisterschaft 2017
Unsere Gruppe von der Verbandseinzelmeisterschaft 2017

Jugendschach

 

Ein Schwerpunkt des Schachvereins liegt auf der Jugendarbeit.

 

Entscheidend hierfür ist die seit 2011 wieder aufgenommene Zusammenarbeit mit dem Woeste-Gymnasium, wo durch Carmen Voicu-Jagodzinsky an drei Tagen in der Woche insgesamt sechseinhalb Stunden Schachtraining angeboten wird.

 

Freitags von 18.00-19.30 wird dann ebenfalls am Woeste-Gymnasium in den Räumen des Pavillons die Jugendabteilung des Schachvereins trainiert.

 

Dazu stehen im Schachverein zahlreiche qualifizierte Trainer zur Verfügung.

 

Geleitet wird die Jugendarbeit von der aktuellen Landestrainerin des Schachbundes NRW, der rumänischen Großmeisterin und ehemaligen Jugendweltmeisterin Carmen Voicu-Jagodzinsky. Als einzige Frau in NRW verfügt sie über die A-Trainerlizenz des Deutschen Schachbundes.

 

Marcus Schmücker ist seit September 2017 auch Inhaber der A-Trainerlizenz. Auch er verfügt über langjährige Erfahrungen als Trainer. Marcus ist zudem als Schachbuchautor tätig. Sein neues Buch „Das Londoner System – richtig gespielt“ ist letztes Jahr erschienen und verdeutlicht gut die Herangehensweise von Marcus ans Training. Ohne zu sehr zu vereinfachen, gibt er seinen Schützlingen verständliche Regeln an die Hand, um sich in Stellungen zu orientieren.

 

Andreas Jagodzinsky ist auch seit September A-Trainer und gehört mit Carmen seit 2012 dem Trainerteam an. Neben dem Training im Verein ist er für organisatorische und konzeptionelle Fragen zuständig und Leistungssportreferent des Deutschen Schachbundes.

 

Bernd Schartau ist B-Trainer und gehört ebenfalls zu den regelmäßigen Trainern im Jugendtraining des Schachvereins.

 

Mit Artur Mai und Valerija Naumenko übernehmen zwei Spieler aus dem eigenen Nachwuchs ebenfalls Traineraufgaben.

Artur hat im Sommer und Herbst 2016 bereits sehr erfolgreich Anfängerkurse in der Stadtbücherei geleitet.

 

Zu Beginn des Trainings stehen einfache Taktikaufgaben und Grundlagen der Figurenentwicklung auf dem Programm. Später erhalten alle Spieler eine vertiefte Einführung in klassische Partien und die Schachgeschichte, ehe sie an schwierigere Themen herangeführt werden.

 

Die Trainer legen großen Wert darauf, dass die Spieler in kleinen Gruppen mit Spielern mit vergleichbarer Spielstärke trainieren. Aktuell wird in Gruppen von vier bis sechs etwa gleichstarken Spielern trainiert.

 

Carmen, Andreas und Uwe Kleinschmidt (B-Trainer) wirken überdies an der Trainerausbildung des Schachbundes NRW mit.

 

Im Woeste-Gymnasium befindet sich zudem ein Landesleistungsstützpunkt des Schachbundes NRW. Carmen ist seit 2016 Landestrainerin des Schachbundes NRW.

Andreas und Marcus sind ebenfalls als Trainer am Stützpunkt tätig.

 

Auch die Jugendnationalmannschaft trainiert in regelmäßigen Abständen am Landesleistungsstützpunkt mit Carmen, die auch als Trainerin des Deutschen Schachbundes bei der Jugendeuropameisterschaft in Rumänien war.

 

Im vergangenen Jahr haben sowohl die U14-Mädchenmannschaft als auch die U10-Mannschaft an den Deutschen Mannschaftsmeisterschaften teilgenommen.

In diesem Jahr hat sich die U16-Mannschaft für die DVM in Walldorf qualifiziert.

 

 

Für Fragen stehen Carmen Voicu-Jagodzinsky und Andreas Jagodzinsky unter der Telefonnummer 02372 559286 und per Email gerne zur Verfügung.