Timo Leonard schießt Hemer zur DVM

(Ein Bericht von Andreas Jagodzinsky, 25.06.2018)

 

Es war die 95. Minute im Woeste-Gymnasium. Münster führte mit 2-1 gegen unsere U16-Mannschaft. Eine Niederlage hätte das Aus bedeutet. Aber noch sind einige Sekunden zu spielen. Timo Leonard und Marco Reus stehen bereit zum Freistoß, Timo schießt. Tor, Ausgleich, Hemer fährt zur DVM nach Aurich!

 

Moment. Jetzt gerät doch einiges durcheinander.

 

Irgendwie sind zwei emotionale Achterbahnfahrten binnen knapp 20 Stunden in meinem Alter doch zu viel.

lso noch einmal Konzentration und zurück ins Woeste-Gymnasium. Es war etwa 14.45, als tatsächlich Münster mit 2-1 gegen uns führte.

 

Valerija Naumenko hatte erstmals in dieser Saison verloren. Nachdem auch Moritz Runte, der bislang bei 100% stand, in fast gewonnener Stellung nach einem Fehler einer Zugwiederholung nicht ausweichen konnte, standen wir mit dem Rücken zur Wand.

Es war praktisch die umgekehrte Situation wie beim U20-Kampf gegen denselben Gegner am selben Ort wenige Wochen zuvor. In der dortigen letzten Runde mussten wir gewinnen, Münster reichte ein Unentschieden, Hemer führte und noch eine Partie lief.

Das Ende ist bekannt: Münster glich aus und rettete sich.

 

Dieses Mal mussten wir ein Unentschieden erzielen, weil wir als einzige Mannschaft gegen Bochum gepunktet hatten.

 

Etwa um 14.30 hatte Fabian Dat Trinh gegen den NRW-Meister der U14 ein Unentschieden erzielt. 1-2! Damit lastete jetzt die gesamte Verantwortung auf Timo.

Unser jüngster Spieler hatte die Eröffnung eher ruhig behandelt und über den gesamten Partieverlauf darauf geachtet, dass die taktischen Qualitäten seines Gegners nicht zur Entfaltung kommen. In der Vorbereitung hatten wir hingegen Probleme bei der Endspielbehandlung ausgemacht. Und so tauschten beide Spieler munter Figuren ab. Timos Gegner tat dies vermutlich teils, weil er keine Alternativen sah, teils aber auch, weil sich irgendwann abzeichnete, dass ein Unentschieden für Münster reichen würde.

 

Selten sah man Timo so konzentriert wie in dieser Partie. Gelegentlich warf er einen Blick auf die anderen Partien. Nach Moritz Remis war ihm klar, dass er gewinnen musste.

 

Sechs Züge mussten die beiden letzten am Brett verbliebenen Spieler noch absolvieren. Timo hatte noch knapp zwei Minuten in einem Endspiel mit Turm und Springer, in dem Timo zwar einen Bauern mehr hatte. Aber wie sollte Timo den Freibauern auf d5 in Bewegung setzen. Zog er den Springer auf d6 weg, konnte sein Gegner einfach auf d5 schlagen. Timo hatte noch eine Minute.

 

Na gut, soll er eben erstmal den Turm aktivieren, mit einigen Zügen die Zeitkontrolle schaffen und dann in Ruhe überlegen, wie er den Bauern freibekommt.

 

Noch 30 Sekunden. Den Turm ins Zentrum zu bringen, wäre eine Idee. Wobei dann immer auf e1 ein Matt droht.

Noch 15 Sekunden.Timo weiß, dass die Zeit abläuft? Noch zehn Sekunden.

Zumindest die Hand könnte er mal Richtung Brett bewegen. Acht Sekunden.Er verliert auf Zeit. Timo hat völlig vergessen, dass seine Zeit abläuft. Warum schaut er nicht auf die Uhr? Sechs Sekunden. Die rechte Hand geht über das Brett, zögert kurz, c5-c6! Die Uhr springt auf 34 Sekunden.

 

Der Springer auf d6 hängt, kann aber nicht geschlagen werden, weil nach c6-c7 der Turm nicht nach d8 gehen kann. Auf d5 steht immer noch der Freibauer, der so überhaupt nicht ziehen kann, aber das Feld c6 kontrolliert. Der schwarze Springer ist zu weit entfernt. Jetzt beginnt der Gegner nachzudenken. Seine vier Minuten schmelzen dahin. Der Turm geht nach e7. Timo überlegt wieder aufreizend lange und zieht den Springer nach b5.

Mit h4-h3 setzt Timos Gegner jetzt zum letzten Versuch an. Timo muss den Bauern einfach schlagen, damit es nicht nach h3-h2 zum bösen Ende mit Verwandlung und Matt kommt.

 

Die Entscheidung, den Bauern zu schlagen kostet dieses Mal nur für mich nervenschonende fünf bis zehn Sekunden.

Der Gegner nimmt den Bauern auf h3 mit seinem Springer, Timo überlegt kurz und zieht seinen Bauern nach c7. Schwarz spielt den Turm nach e8, worauf Timo nach kurzem Zögern den Springer zurück nach d6 beordert. Sein Gegner gibt auf.

 

Das Spiel ist aus. Mit dem 2-2 qualifiziert sich Hemer hinter Bochum erneut für die Deutschen Meisterschaften der U16, Ende des Jahres in Aurich. Eine souveräne Saison wird ganz am Ende noch zur Zitterpartie. Die letzte Runde hat aber wieder einmal gezeigt, dass hier eine echte Mannschaft spielt. Als zum einzigen Mal in dieser Saison die bislang überragenden Akteure Moritz und Valerija nicht so punkten wie gewohnt, erzielen Fabian und Timo, mit dem Rücken zur Wand stehend die erforderlichen Punkte.

 

Während wir 2017 die Überraschungsmannschaft waren, war 2018 trotz der Konkurrenz aus Bochum, Münster, Aachen und Krefeld die Qualifikation zur DVM klar als Ziel ausgegeben worden. Für Moritz und Valerija ist es auch die letzte Chance, in der U16 zu spielen. Wie die Spieler mit dem Druck umgegangen sind, verdient höchsten Respekt.

 

Aber nun genug des Lobes.

Die nächsten sechs Monate werden wir nun hart gemeinsam arbeiten müssen, um auch in Aurich wieder eine gute Rolle zu spielen.

 

 

Ich würde mich übrigens am Mittwoch über einen nerven schonenden, gerne wegen früher Tore langweiligen Sieg unserer Nationalmannschaft freuen. Mein Bedarf an Nervenkitzel ist zumindest für diese Woche gedeckt.


Sportlerehrung der Stadt Hemer

(Bericht von Andreas Jagodzinsky, 20.06.2018)

 

Am vergangenen Freitag ehrte die Stadt Hemer zusammen mit dem Stadtsportbund in der Aula des Woeste-Gymnasiums die erfolgreichsten Sportlerinnen und Sportler des vergangenen Jahres.

 

Wie im Vorjahr waren Akteure des Schachvereins unter den Geehrten.

Moritz Runte, Timo Leonard, Artur Mai, Valerija Naumenko und Julia Manus wurden für ihre erfolgreiche Teilnahme an den Deutschen Vereinsmannschaftsmeisterschaften U16 im Dezember in Walldorf ausgezeichnet.

Ihre Trainerin Carmen Voicu-Jagodzinsky wurde darüber hinaus für ihren Einsatz als Trainerin des Deutschen Schachbundes bei den Jugendeuropameisterschaften im September 2017 geehrt.

 

Ob die U16-Mannschaft auch im kommenden Jahr wieder auf der Bühne des Gymnasiums steht, hängt auch davon ab, wie sie ihr letztes Spiel der U16-NRW-Liga U16 am Sonntag zuhause gegen Münster bestreiten werden.

 

 

Mit einem 2-2 oder einem Sieg wäre Hemer erneut für die nationalen Titelkämpfe qualifiziert.


U16 gewinnt in Krefeld

 

(Ein Bericht von Timo Leonard, 11.06.2018)

 

Am 10. Juni stand für die U16-Mannschaft die 4. Runde gegen Krefeld auf dem Programm. Die Ausgangslage war klar. Wir mussten noch drei Mannschaftspunkte aus den letzten zwei Runden holen, um uns sicher zu qualifizieren.

 

Während die Bretter 1 und 3 nominell etwa ausgeglichen waren, waren wir an 2 und 4 favorisiert.

Der Kampf ging gut für uns los. Moritz und Valerija kamen gut aus der Eröffnung und übernahmen schnell die Initiative. Fabians Gegner spielte Italienisch mit Le3 und wurde in der Folge sofort überspielt. In der entscheidenden Stellung griff Fabian leider fehl und wurde ausgekontert. Somit gingen unsere Gegner nach ca. zweieinhalb Stunden in Führung. Währenddessen passierte an meinem Brett absolut nichts Spannendes. Mein Gegner hatte Abtauschfranzösisch gespielt und es schien mir, als habe er überhaupt keine Gewinnambitionen. Dies kam uns aber sehr gelegen, denn mittlerweile hatten Moritz und Valerija ihren Vorteil in Materialvorteil umgemünzt. Moritz hatte eine Qualle und jede Menge Aktivität gegen einen schlechten Springer und einen Freibauern, während Valerija zwei starke Figuren gegen einen Turm hatte. Beide schafften es, ihre Stellungen souverän zu gewinnen, so dass ich nur noch Remis geben musste und wir das Spiel mit 2,5 zu 1,5 gewonnen haben.

Am 24. Juni steht das entscheidende Spiel gegen Münster an. Bei einen Unentschieden sind wir, sofern ich die Tabelle richtig überblicke, für die DVM qualifiziert. In der U20 haben wir jedoch schon eine schlechte Erfahrung gegen Münster im Entscheidungsspiel gemacht. Hoffen wir, dass es mit der U16 besser laufen wird.

 

 


Klarer Sieg der U16

(Ein Bericht von Andreas Jagodzinsky, 07.05.2018)

 

Am 06. Mai trat die U16-Mannschaft in Bielefeld zum dritten Saisonspiel auf NRW-Ebene gegen den Brackweder SK an.

Damit fehlten allerdings mit Moritz Runte, Timo Leonard und mir als Mannschaftsführer drei Stammspieler der ersten Mannschaft für das Verbandsligaspiel in Hellertal. Mit Fabian Trinh und Valerija Naumenko fielen zudem zwei potentielle Ersatzspieler weg.

Die höherklassig spielende U16 hatte jedoch Priorität.

 

Zunächst mal ein Lob an den gastgebenden Verein für sehr gute Spielbedingungen in der Schule. Unsere Gegner erinnerten mich an die Anfänge unserer U16-Mannschaft vor vier Jahren, als wir etwas überraschend die Qualifikation geschafft hatten, aber über die gesamte Saison viel Lehrgeld zahlen mussten.

 

Im gestrigen Spiel verfügten Moritz und Valerija über jeweils 400 DWZ-Punkte Vorsprung auf ihre Gegner. Auch Timo und Fabian waren favorisiert.Bereits nach einer halben Stunde hatte die NRW-Vizemeisterin der U16 uns in Führung gebracht. Zu diesem Zeitpunkt stand auch Moritz schon klar besser. Es war etwa eine Stunde vergangen, als Timo das 2-0 schoss.

 

Angesichts der klar besseren Stellung von Moritz lehnte Fabian ein Remisangebot seines Gegners ab. Moritz gewann dann auch wenig später und sicherte den Mannschaftserfolg. Leider verlor Fabian ein wenig die Kontrolle über seine angenehme Stellung und ließ Gegenchancen zu, so dass er nun selbst Remis anbot. Als sein Gegner annahm, waren gerade einmal drei Stunden gespielt, so dass wir früh wieder zurück fahren konnten, was der Mannschaft in Anbetracht des guten Wetters nur recht war.

 

Zwei Runden vor Schluss stehen wir auf dem geteilten ersten Platz und müssen im nächsten Spiel in Krefeld und zum Abschluss zuhause gegen Münster spielen.

Einen Vorgeschmack gibt es bereits am kommenden Sonntag, wenn die U20-Mannschaft zuhause gegen Münster gewinnen muss, um den Abstieg aus der NRW-Klasse zu verhindern.

 

 

Erster Sieg für die U16

Ein Bericht von Andreas Jagodzinsky, 15.04.2018

 

Am heutigen Sonntag stand für unsere U16-Mannschaft die zweite Runde der NRW-Jugendliga an. Das Flaggschiff unter unseren Vereinsmannschaften musste Fabian Dat Trinh ersetzen. Für ihn rückte Julia Manus in die Mannschaft.

 

Unser Gegner aus Aachen ist zusammen mit der SG Bochum Favorit der Gruppe. Das liegt aber auch daran, dass sie am Spitzenbrett einen starken niederländischen Spieler gemeldet haben. Allerdings muss man seine Spieler auch an die Bretter bekommen. Dies gelang vermutlich aufgrund anderer Spiele an diesem Sonntag nicht. Gegen Saisonende lassen sich Terminüberschneidungen fast nicht mehr vermeiden. Wir selbst können ein Lied davon singen. Aachen ließ daher gegen uns das erste Brett frei, so dass Moritz Runte sich voll auf seine Aufgabe als Ersatzmannschaftsführer konzentrieren konnte. Diese beschränkte sich aber darauf, seine Mannschaftskollegen vor Beginn des Kampfes darauf hinzuweisen, dass ein weiterer Sieg oder zwei Unentschieden reichen, da wir mit der Dreipunkteregel spielen.

 

Anfang Mai steht die Auswärtsfahrt zum Brackweder SK an, bevor es dann gegen Krefeld und Münster geht. Wir führten bereits mit 3-0 und hatten aufgrund der Anwesenheit von Timo Leonard an Brett 2, Valerija Naumenko an 3 und der erwähnten Julia an 4 bereits drei weitere Punkte sicher.

 

Irgendwann kam dann auch Carmen Voicu-Jagodzinsky zur seelischen Unterstützung.

 

Nach etwa zweieinhalb Stunden erzielte Timo ein sicheres Remis gegen einen Gegner, der vor einer Woche punktgleich mit Moritz die U16-NRW-Meisterschaft beendet hatte, aber aufgrund der besseren Buchholz die Qualifikation für die DJEM geschafft hatte. Jetzt sah es wirklich gut für uns aus.

 

Valerija stand erst gut, bekam dann aber Probleme. Routiniert verteidigte sie sich und erreichte ein völlig ausgeglichenes Endspiel. Nach ihrem Remis war der Kampf gewonnen. Julias Niederlage stellte nur noch einen kleinen Makel dar, der am knappen Sieg jedoch nichts mehr änderte. 


U16-Mannschaft mit Unentschieden in Bochum zum Auftakt

(Ein Bericht von Andreas Jagodzinsky, 18.03.2018)

 

Mit einem 2-2 bei der SG Bochum 31 begann die U16-NRW-Mannschaftsmeisterschaft für den SV Hemer.

 

Dabei kam uns sicherlich zugute, dass Bochum ohne Florian und Lenhard Biermann angetreten war. Da Bochum III heute ein vorentscheidendes Spiel um den Aufstieg in die Regionalliga hatte, hatten wir darauf ein wenig gehofft, da Bochum in Bestbesetzung ansonsten kaum zu bezwingen ist.

 

Aber mit Ruben Köllner, Robert Prieb und Christian Gluma standen drei Spieler in der Aufstellung der Bochumer, die über ausreichende Erfahrungen auf höchster Ebene verfügen. Ruben war immerhin 2016 Deutscher Meister in der U12 und gehört dem D/C-Kader des Deutschen Schachbundes an.

 

Nur am vierten Brett musste Bochum einen Ersatzspieler aufbieten, der gegen Valerija Naumenko klarer Außenseiter war.

 

Wir hatten allerdings weitere Probleme. Moritz Runte kam erst in der Nach von einer Klassenfahrt zurück. Fabian Trinh war gesundheitlich angeschlagen und gerade rechtzeitig zum Spiel wieder fit geworden.

An Brett zwei komplettierte Timo Leonard die Mannschaft.

 

Der Kampf begann mit einem sicheren Sieg von Valerija.

Leider bekam Timo Probleme und musste sich seinem Gegner geschlagen geben.

Als Fabian plötzlich auf die Verliererstraße geriet, zeichnete sich bei Moritz jedoch bereits ein Sieg ab.

Moritz hatte seinen favorisierten Gegner früh unter Druck setzen können und sich souverän eine vorteilhafte Stellung erspielen können, die er dann sicher verwertete.

Was der Punkt wert sein wird, muss man in den nächsten vier Spielen sehen.

Mit Bochum hat Hemer jedenfalls den nominellen Topfavoriten hinter sich.

 

 

 


Mehr geht nicht

Hemers U16 wird Südwestfalenmeister mit 100%-Ausbeute

(Ein Bericht von Andreas Jagodzinsky)

 

Vor drei Wochen erreichte die U16-Mannschaft bei den Deutschen Meisterschaften einen tollen elften Platz punktgleich mit dem Zehnten.

 

Doch die Vergangenheit zählt nicht mehr. Nun ging es mit der Verbandsmeisterschaft wieder von vorne los.

Nach einem großen Erfolg wechseln viele Fußballvereine entweder den Trainer oder die halbe Mannschaft.

Im Jugendschach wechseln die Spieler von ganz alleine, so dass ich als Trainer bleiben durfte. Artur Mai war altersbedingt ausgeschieden. Dafür kam Fabian Dat Trinh neu ins Team.

 

 

Zum Glück ging es dieses Mal bei ungemütlichem Wetter nicht ins Siegerland sondern nach Herdecke. Der TuS Ende hatte sich freundlicherweise bereit erklärt, das Turnier auszurichten. Ein weiteres vertrautes Gesicht war Kai Lück, der ab Januar für den Spielbetrieb der Jugendmannschaften im Verband zuständig ist. Nicht nur die Spieler und Funktionäre aus unserem Bezirk kennen und schätzen Kai als Turnierleiter.

 

Noch etwas war neu: Schalksmühle reiste nicht als Turnierfavorit an, da die „goldene Generation“ des Jahrgangs 2001 nicht mehr spielberechtigt ist.

 

Allerdings reiste Rebecca Browning als Trainerin einer U12-Mannschaft an, die auch ihr Turnier gewinnen konnte.

 

In der U16 nahmen nur drei Mannschaften teil. Unsere Gegner kamen vom Ausrichter und von der SG Ennepe. Allerdings fehlte bei Ennepe nicht nur ihr Spitzenspieler Aik Arakelian, der die Qualifikation der U14-Mannschaft absichern sollte, was beim souveränen Titelgewinn auch gelang.

Hatten wir mit seinem Fehlen noch gerechnet, so trat Ennepe aber auch ohne ihre Nr. 2 an. Damit lag die Favoritenrolle klar bei uns.

Die Qualifikation war bei aller Vorsicht ziemlich klar, da zwei Mannschaften sich für NRW qualifizieren. Und auch für das Verpassen des Titels müsste ziemlich viel zusammenkommen.

Also war das Ziel, möglichst jede Partie zu gewinnen, was trotz DWZ-Überlegenheit in jeder einzelnen Partie nicht einfach sein würde, denn wie schnell übersieht man im Schnellschach etwas und lässt einen Außenseitersieg zu.

Im ersten Spiel gegen den Gastgeber brachten Timo Leonard, Fabian und Valerija Naumenko uns ziemlich schnell mit 3-0 in Führung. Aber Moritz musste gegen einen gut kämpfenden Gegner lange arbeiten, um im Endspiel den Sieg einzufahren. In Runde zwei ging es gegen Ennepe. In diesem Spiel war das 4-0 nie gefährdet.

Damit ging es in die für uns spielfreie dritte Runde, in der unsere Spieler sich mit Kartenspielen die Zeit vertrieben. Fabian nahm den Platz von Julia und Artur bei der DVM nahtlos ein.

 

In Runde vier stand es schon nach wenigen Minuten 1-0, da Moritz sehr schnell gewann. Fabian und Valerija erhöhten sehr schnell. Timo stellte in einem Springerendspiel einen Bauern ein, wollte sich aber nicht die Blöße geben, als Erster einen halben Punkt abzugeben. Er spielte einfach weiter, bis sein Gegner endlich fehlgriff.

Damit waren wir vorzeitig Verbandsmeister. Gegen Ennepe gewannen die Bretter 1-3 sehr sicher und schnell. Valerija aber hatte einen Fehler gemacht und hätte eine Zugwiederholung nur unter Figurenverlust vermeiden können. Doch ihr Gegner wollte mehr. So konnte unsere DVM-Topscorerin die Figur für drei Bauern geben.

Irgendwann spielte sie mit der Dame und vier Bauern gegen Dame, Springer und Bauer. Es gelang ihr, die Damen zu tauschen und zu zeigen, dass der gegnerische König und Springer nicht in der Lage waren, alle Freibauern gleichzeitig aufzuhalten.

Damit gewannen wir zum zweiten Mal nach 2015 die Verbandsmannschaftsmeisterschaften (damals musste Schalksmühle seine Spitzenspieler auf U14 und U16 verteilen, da die DVM U14 damals auf dem Programm stand).

 

 

Jetzt freuen wir uns auf die NRW-Mannschaftsmeisterschaften U16 und hoffen auf eine gute Auslosung.