Gelungener Auftakt in der Verbandsliga

(Ein Bericht von Reiner Klüting, 16. 9. 2019)

Beim Saisonauftakt gegen Königsspringer Hagen, die ohne ihr Spitzenbrett Maik Naundorf angereist waren, traten bei uns 4 Jugendliche (Brett 2, 3, 6 und 8) und 4 Ü40-Spieler/innen (Brett 1, 4, 5 und 7) an. Die Ü40-Fraktion war mit WGM Elena Luminita Cosma verstärkt worden. An Brett 6 und 8 kamen die neuen Stammspieler Fabian Dat Trinh und Artur Mai zum Einsatz. Aufgrund der kurzfristigen Verschiebung der Jahrgangsstufenfahrt wegen Unwetters konnten überraschend sowohl Artur als auch Moritz Runte den Mannschaftskampf mitspielen.

Fast an allen Brettern entwickelten sich interessante und spannende Partien. Nach meiner Einschätzung hatten Artur und Fabian mit Weiß schnell angenehme Stellungen erreicht. Allerdings investierte Fabian bereits viel Bedenkzeit für seinen Königsangriff mit h4 und h5.

 

Marc, der nach seinem einjährigen Stelldichein am zweiten Brett der Verbandsklasse als Mannschaftsführer in die erste Mannschaft zurückgekehrt war, hatte am 7. Brett Peter Pinnel, den Ehrenvorsitzenden des Schachverbandes Südwestfalen, als Gegner. Mit Schwarz glich er sehr schnell aus, ebenso wie am Spitzenbrett Luminita mit Schwarz. An Brett 2 hatte Moritz mit Weiß eine positionell angenehme Stellung erreicht, die mir leicht vorteilhaft erschien.

Andreas mit Weiß an Brett 4 entwickelte in einer Karlsbader Struktur schnell positionellen Druck, der sich immer mehr verstärkte. Am Brett 5 hatte ich mit Schwarz das Budapester Gambit gewählt und kam angenehm aus der Eröffnung.

Die Eröffnung an Brett 2 erschien mir am spannendsten. Timo, der eine herausragende Hemeraner Stadtmeisterschaft spielte, hatte es mit dem routinierten Thomas Kebbekus zu tun, den ich aus damaligen Wattenscheider Zeiten gut kenne. In den 80er Jahren hatte Thomas mit seiner Wattenscheider Truppe, die aus reinen Amateuren bestand, einen direkten Durchmarsch von der NRW-Liga in die Bundesliga gestartet, der damals die „Fachwelt“ in Erstaunen versetzte. Thomas wählte mit Weiß eine selten gespielte Eröffnungsvariante, die Timo Gelegenheit bot, vorteilhafte taktische Verwicklungen zu inszenieren, die unter anderem auch durch entgegengesetzte Rochaden ermöglicht wurden.

Inzwischen waren ca. 2 Stunden verstrichen. Artur und kurz danach Marc gaben ihre ausgeglichenen Stellungen Remis. Zu diesem Zeitpunkt hatte Timo bereits einen starken Königsangriff inszeniert, eingeleitet durch die Attacke auf einen schwach gewordenen weißen Rochadebauer g4. Dieser Angriff zwang wenig später den Gegner zur Aufgabe. (2-1)

Auch Andreas hatte inzwischen 2 Bauern gewonnen. Er teilte mir hinterher mit, dass er wegen des zweiten Bauerngewinns den Übergang in ein gewonnenes Turmendspiel verschmäht habe und dadurch für einen kurzen Moment dem Schwarzen eine Remischance geboten habe, an der dieser jedoch vorbeigegangen sei. Dies habe ich nicht gesehen, wohl aber die anschließende saubere technische Gewinnführung: Andreas opferte im entstandenen Springerendspiel seinen Springer für einen weiteren Bauern; der anschließenden Bauernflut konnten der schwarze Springer und der einzig verbliebene Bauer nichts mehr entgegensetzen. (3-1)

Nachdem ich einen vielversprechenden schwarzen Bauernvormarsch mit taktischen Ressourcen von f5 nach f4 aus übertriebener Vorsicht ausgelassen hatte, fand ich mich nach einem ungünstigen Leichtfigurentausch in einer positionell schwierigen Stellung wieder, die ich noch zum Remis verteidigen konnte (3,5-1,5). Mein Gegner hätte mich am Schluß aber mit einer etwas komplizierteren Endspielvariante noch lange - vielleicht sogar erfolgreich - quälen können.

In der Zwischenzeit war Fabians Zeitbudget noch geringer geworden. Sein Gegner Rolf Weber (Geschäftsführer des Verbandes, der immer die Förderbeträge für die DM-Teilnahmen auszahlt; dieses Jahr war Hemer größter Zahlungsempfänger) startete einen Gegenangriff, der die Dame und den Turm tief in die weiße Stellung eindringen ließ. Fabians taktisches Handgemenge konnte die Partie nicht mehr retten (3,5-2,5).

Jetzt liefen noch die beiden Partien an den Spitzenbrettern. Carmen, die um ca. 17.00 Uhr zum Zuschauen gekommen war, hatte bereits einen Sieg von Moritz prognostiziert. Da ich in die Schlussphase meiner Partie etwas mehr Zeit investieren musste, habe ich die näheren Umstände des Bauerngewinns von Moritz nicht mitbekommen;

 

auf jeden Fall sicherte er nach etwas mehr als 4 Stunden souverän mit seinem Sieg den Mannschaftserfolg (4,5-2,5).

Am 1. Brett entstand ein Endspiel mit jeweils Turm, Läufer, Springer und 5 Bauern. Der weiße Turm war auf der 7. Reihe von Luminita eingedrungen. In beiderseitiger Zeitnot verpasste Holger Bubolz einen möglichen Bauerngewinn, so dass sich Luminita zäh und letztlich souverän verteidigen konnte und ein Remis nach gut 5 Stunden erreichte. (5-3)

 

 

Fazit: Durch dieses Remis konnte die Ü40-Fraktion (noch einmal….) mit den starken Jugendlichen mithalten. Beide holten 2,5 Brettpunkte. Die Königsspringer aus Hagen erwiesen sich als der erwartet schwere Gegner. Der sehr gute Teamgeist ist bei uns unübersehbar. Neben Moritz entwickelt sich Timo, der sich seit Anfang 2018 stetig verbessert hat, zu einem weiteren Führungsspieler. Sowohl der Rückkehrer Marc als auch Artur und Fabian haben sich nahtlos positiv eingefügt. Sicherlich wird die solide und kreative Partieanlage Fabians in der laufenden Saison noch Früchte tragen. Unser Sieg gibt berechtigte Hoffnung für ein erfolgreich verlaufendes erstes Auswärtsspiel in Halver-Schalksmühle, das in 2 Wochen stattfindet.

Ein paar abschließende Bilder vom Verbandsligakampf.


Hemer gewinnt auch in der Verbandsliga

(Ein Vorbericht von Andreas Jagodzinsky, 15.09.2019)

 

Es lief an diesem Wochenende richtig. Als Moritz Runte und Artur Mai am Vorabend unwetterbedingt die Verschiebung ihrer Stufenfahrt vermeldeten, bedeutete dies zugleich, dass beide beim verlegten Verbandsligamatch gegen Hagen (Danke für die Verlegung!) doch noch mitwirken konnten.

Und beide trugen ihren Teil zum 5-3 Sieg bei.

Ein ausführlicher Bericht von Reiner Klüting wird folgen.

 

Bis dahin die Ergebnisse:

 

 

 


Ende gut -alles gut?

 (Ein Bericht von Andreas Jagodzinsky, 05.05.2019)

 

Mit einem souveränen 5,5-2,5 beendete die erste Mannschaft die Verbandsligasaison auf Platz 6 und sicherte sich den Klassenerhalt.

 

Auch wenn die Ausgangslage mit einem Mannschaftspunkt und ausreichend Brettpunkten Vorsprung auf Plettenberg, die gegen die Spitzenmannschaft aus Ennepe antreten mussten, ziemlich sicher aussah, gingen wir kein Risiko ein. Da Timo Leonard mit der U16 in Mönchengladbach war, kam Mirco Wagner in die Mannschaft. Für Timon Ketteler und Valerija Naumenko rückten Artur Mai und Edelreservist Bernd Pröschold ins Team.

Das angesichts der kampflosen Niederlage von Plettenberg kein einziger Brettpunkt mehr erforderlich war, wussten wir nicht, aber wollten die Saison anständig zuende bringen.

Zunächst ehrte der stellvertretende Verbandsvorsitzende Lothar Mirus die erfolgreichen Jugendspieler des Verbandes.

Linda Becker (U14w), Rebecca Browning (U18w) und Moritz Runte (U18) waren in der Vorwoche NRW-Meister geworden. Alex Browning erreichte in der U18 Platz zwei.

Danach begann das letzte Saisonspiel, das gleich gut losging.

Marcus Schmücker kam gut aus der Eröffnung, so dass der Gewinn nur eine Frage der Zeit war. Auch Mirco stand immer angenehmer. Bernd glich ohne Probleme aus. Roland Zitzewitz, Moritz Runte, Artur Mai und ich standen bequem. Nur Reiner Klüting hatte leichte Probleme.

Dann kam die Zeit der Remisangebote. Artur lehnte ab genau wie Roland. Und ich wich einer Zugwiederholung aus und opferte einen Bauern. Das sollte auch mindestens für ein Remis reichen. Aber mit einem absurden Figurentausch ließ ich die NRW-Meisterin angreifen und durfte das Verteidigen schlechter Stellungen üben. Zum Glück setzte meine Gegnerin nicht optimal fort, so dass ich schnell sogar ein etwas angenehmeres Endspiel erreichte.

Jetzt ging es Schlag auf Schlag. Bernd und Artur hatten bereits Remis gemacht. Marcus gewann zum Saisonabschluss endlich eine Partie, nachdem er viele Gelegenheiten in dieser Saison ausgelassen hatte. Der NRW-Meister sorgte dann für die Vorentscheidung. Fast zeitgleich gewann Mirco. Ich akzeptierte daraufhin das Remisangebot meiner Gegnerin, was das Signal für die letzten vier Spieler war, die Saison zu beenden.

 

Eine anstrengende Saison endete damit auf Platz sechs. Erfreulich, dass Marcus am Ende mit einem Sieg die Saison beenden konnte. Es war seine (vorerst) letzte Partie für uns. Er möchte höherklassiger spielen, was wir ihm für die nächsten Jahre nicht garantieren können. Unsere Jugendspieler sind jetzt soweit, in der Verbandsliga zu bestehen. Ohne Marcus wäre das in den letzten Jahren schwerer gewesen. Er wird uns als Webmaster erhalten bleiben. Mit der Erstellung der neuen Homepage hat er den Verein ein großes Stück nach vorne gebracht.

 

Mit Moritz wird ein Spieler ans Spitzenbrett aufrücken, der in dieser Saison gezeigt hat, dass er dort bestehen wird. 

Seit drei Jahren spielt er mit Hemer in der Verbandsliga. Zumindest seit ich 1987 im Verein bin, war es die längste Zeit, in der wir ununterbrochen in der Verbandsliga spielen konnten.

 

Ein detaillierter Saisonrückblick wird in den kommenden Tagen folgen.

Das Beste kommt zum Schluss

(Ein Bericht von Andreas Jagodzinsky, 11.04.2019)

 

Ein Bericht über das letzte Spielwochenende fehlt noch.

Die bislang so glücklose erste Mannschaft hat auch gespielt.

Dem desaströsen Heimspiel gegen Siegen, verbunden mit dem Abrutschen ans Tabellenende folgte nun das erste von zwei Abstiegsendspielen gegen Schwerte.

Es war der 14.01.2018, als Hemer I gegen Schwerte sein letztes Heimspiel gewinnen konnte.

Und auch am vergangenen Sonntag war das Match hart umkämpft.

Für Valerija Naumenko kam Marc Störing in die Mannschaft.

Ansonsten spielten die ersten sieben Bretter der Stammaufstellung.

Marcus Schmücker kam mit Schwarz gut in die Partie. Auch ich hatte keine Probleme, einen mehr als bequemen Ausgleich zu erzielen.

Reiner Klüting kam an Brett vier mit optisch angenehmer Stellung aus der Eröffnung. An den anderen Brettern sah es auch nirgendwo problematisch aus.

Tatsächlich vergrößerte insbesondere Reiner seinen Vorteil stetig. Auch Marcus und ich standen besser.

Moritz Runte an Brett zwei stand interessant. Eine genaue Bewertung war mir aber nicht möglich. Timo Leonard stand nach meiner Einschätzung auch besser, während Roland Zitzewitz und Marc Störing auf keinen Fall schlechter standen.

Nur bei Timon Ketteler, der gegen den stärksten Gegner spielen musste, sah es kritisch aus. Mutig hatte Timon eine Figur geopfert, aber die Kompensation war zumindest fraglich.

 

Die ersten Entscheidungen fiel dann an Moritz und meinem Brett. Ich hatte meinen leichten Vorteil verspielt, und angesichts einer Zugwiederholung wurde es Remis. Auch bei Moritz war nichts mehr los.

Ich musste den Ort des Geschehens dann verlassen, wurde aber immer auf dem Laufenden gehalten.

Ein Sieg von Reiner und eine Niederlage von Timon führten zum 2-2.

Timon übersah ein mehrzügiges Matt und musste sich ebenfalls ins Remis fügen: 2,5-2,5.

Marcus konnte seinen Vorteil nicht nutzen, so dass es 3-3 stand.

Roland hatte ein Remisangebot nicht angenommen, um den besser stehenden Marc nicht alleine weiterspielen zu lassen.

Und nun dauerte es eine ganze Weile, bis Marc die Partie gewinnen konnte und für die Vorentscheidung sorgte: 4-3.

Roland spielte wenig später Remis, so dass wir mit 4,5-3,5 gewinnen konnten.

 

Damit verließen wir den Abstiegsplatz und wären mit einem Unentschieden in Schalksmühle am letzten Spieltag sicher gerettet.

 

 


Den Abgrund vor Augen

(Ein Bericht von Andreas Jagodzinsky, 11.03.2019)

 

Ein stürmischer Nachmittag endete für unsere erste Mannschaft mit einer schmerzvollen Niederlage gegen Siegen, die sich selbst damit endgültig retten konnten.

Erstmals in dieser Saison spielten wir wie ein Absteiger und belegen zwei Runden vor Schluss den letzten Tabellenplatz.

 

Wir spielten überhaupt nicht schlecht, aber verpassten so viele Chancen, dass man sich ernsthafte Sorgen um die Mannschaft machen muss.

 

Alles begann gut. Wir lagen durch einen kampflosen Sieg 1-0 vorne. Zudem war Siegen ersatzgeschwächt. Unser Ersatzspieler Artur Mai stand bereits nach der Eröffnung klar besser.

Ich glich mit Schwarz problemlos aus. Gleiches galt nach meiner Einschätzung für Marcus Schmücker.

Reiner Klüting und Timo Leonard standen vernünftig. Nur bei Roland Zitzewitz und Valerija Naumenko gefielen mir die Eröffnungen nicht so gut, ohne dass jedoch etwas Schlimmes zu drohen schien.

 

Nach ca. zweieinhalb Stunden, als der Kampf der zweiten Mannschaft bereits beendet war, bot ich in ausgeglichener Stellung Remis an, was mein Gegner akzeptierte. Auch Timo spielte wenig später Remis.

Artur stand immer noch klar besser. Reiner stand auch angenehmer. Und auch bei Marcus sah es ganz gut aus. Roland und Valerija standen gedrückt.

 

Ich brachte den Reservespieler der 2. Mannschaft nach Hause und kehrte eine gute Stunde später zurück. Dass Valerija bei der Analyse ihrer Verlustpartie stand, beunruhigte mich nicht sonderlich. Ich sah, dass Marcus angenehm stand und Reiner sehr kompliziert. Leider stand Roland sehr schlecht. Aber selbst bei ungünstigem Verlauf und einem 1-2 an diesen Brettern hatten wir noch Arturs Gewinnpartie und damit ein 4-4. Aber bei einem Blick auf Arturs Brett traute ich meinen Augen nicht. Er hatte ein verlorenes Bauernendspiel. Irgendwo hatte er Material eingestellt und stand jetzt hoffnungslos.

 

Es kam, wie es kommen musste. Artur verlor, und Marcus musste eine Zugwiederholung zulassen. Als dann auch noch Roland aufgab, war der Kampf verloren. Leider hatte auch Reiner in seinem Bemühen, die Stellung im Mannschaftssinne zu gewinnen, in Zeitnot etwas übersehen und seine ursprünglich bessere Position erst zum Ausgleich und dann zum Verlust verdorben.

Noch bleiben uns zwei Runden, um die Klasse zu halten. Aber dazu ist bei fast allen Spielern, insbesondere denen, die älter als 16 sind, eine erhebliche Leistungssteigerung nötig.

 

Br.

Rangnr.

SV Hemer 1

-

Rangnr.

SV Siegen

2:6

1

1

Schmücker

-

1

Schischke

0.5-0,5

2

2

Runte

-

2

Bouillon

+ -

3

3

Jagodzinsky

-

4

Richter

0,5-0,5

4

4

Klüting

-

6

Schmidt

0-1

5

5

Zitzewitz

-

8

Scholl

0:1

6

6

Leonard

-

1001

Lindner

0,5-0,5

7

8

Naumenko

-

1002

Besser

0-1

8

14

Mai

-

14

Pramann

0-1

 

 


Hemer II punktet – Hemer I verliert

(Ein Bericht von Andreas Jagodzinsky, 21.01.2019)

 

Am fünften Spieltag der Verbandsliga und der Verbandsklasse empfingen die erste und die zweite Mannschaft hochkarätige Gegner.

Hemer II bekam es mit dem Tabellenführer aus Menden zu tun. Die „Erste“ musste gegen Sundern antreten.

Sundern mit dem einzigen Großmeister der Liga, Michael Hoffmann, wies an fast allen Brettern – teilweise deutliche – DWZ-Vorteile auf.

Nur ich war leicht favorisiert. Reiner Klüting hatte es mit einer etwa gleichstarken Gegnerin zu tun.

Marcus Schmücker an Brett 1, Timo Leonard, Timon Ketteler, Valerija Naumenko und Ersatzspieler Tim Riehl an den Brettern 4-8 mussten sich teilweise deutlich stärkerer Gegner erwehren. Auch Moritz Runte war an Brett 2 nominell deutlicher Außenseiter. Aber der in diese Saison stärkste Akteur der Mannschaft hatte zuletzt bei der DVM bewiesen, dass er auch gegen Spieler um 2200 gut mithalten kann.

Da man davon ausgehen musste, dass wir an den Brettern 1,5,6,7 und 8 selbst bei gutem Verlauf zumindest von -2 ausgehen musste, war klar, dass an den Brettern 2-4 irgendwie +2 geholt werden mussten, um irgendwie einen Mannschaftspunkt in Hemer zu behalten.

Doch zu keinem Zeitpunkt kamen wir in die Nähe eines Punktgewinns. Mein Gegner spielte extrem solide und zeigte mit einem frühen Remisangebot, dass er die Punkteteilung anstrebte. Ich lehnte zwar zunächst ab, um dann aber wenige Züge später einsehen zu müssen, dass nichts mehr ging.

Während Tim mit Weiß keine Probleme hatte, stand Timon früh bedenklich. Auch Valerija sah sich einem gefährlichen Angriff ausgesetzt. Bei Marcus zeichnete sich ebenfalls früh ab, dass es nur ums Remis ging.

Timo war gut aus der Eröffnung gekommen, aber irgendwie begann seine Stellung plötzlich unangenehm zu werden.

Nur Reiner hatte sich eine aussichtsreiche Stellung erspielt. Moritz wurde in der Eröffnung ausgebremst. Nach einigen Abtauschaktionen musste er sehen, dass er den Laden zusammenhält.

Leider ließ Reiner eine gute Gelegenheit aus, so dass er sich ebenfalls ins Remis fügen musste.

Zwar war es Moritz gelungen, den gegnerischen Druck abzuschütteln, und auch Valerija begann plötzlich, ihren Gegner zu überspielen. Dafür zeichnete sich bei Timon eine Niederlage ab. Auch Marcus stand schlecht.

Selbst wenn Valerija gewinnen und Marcus noch irgendwie Remis halten sollte, hätte immer noch Timo seine mittlerweile verdächtig wirkende Stellung zusammenhalten müssen und Moritz und Tim hätten ebenfalls nicht fehlgreifen dürfen.

Irgendwann übertrieb es dann Moritz mit seinen Versuchen, den Gegner mit Gegenangriffen zu beschäftigen, so dass seine Stellung plötzlich verdächtig wirkte. Als dann auch noch Valerija eine Gewinnchance ausließ und kurz darauf Remis machte, war der Kampf gelaufen.

Timon verlor wenig später. Wenigstens konnte Moritz sich noch halten.

Tim musste sich gegen schwarze Gewinnbemühungen im Endspiel wehren, während sich bei Marcus die Niederlage abzeichnete. Timo kämpfte in kritischer Stellung weiter.

Als Marcus dann aufgab, war der Kampf entschieden. Tim und Timo konnten ihre Stellungen auf keinen Fall mehr gewinnen. Irgendwann wurde Tim für seine Verteidigungsleistung mit einem Remis belohnt. Und nach knapp sechs Stunden hatte auch Timo ein unverlierbares Turmendspiel erreicht.

Kämpferisch war das 3-5 eine gute Leistung. Spielerisch waren wir Sundern jedoch klar unterlegen.

 

Gleiches hätte man vom Spiel der zweiten Mannschaft erwarten dürfen. Dort plätscherte der Kampf lange so vor sich hin. Schnelle Remispartien von Detlev Zuleger, Felix Trinh und Mirco Wagner und eine Niederlage von Robin Sinnen deuteten auf einen Mendener Pflichtsieg hin.

Marc Störing hatte zwar nach meinem Eindruck etwas Initiative, aber David Lammich stand schlecht. Artur Mai und Fabian Trinh standen keinesfalls besser.

Irgendwann wurde es dann bei Marc Remis und David verlor.

Doch als Fabians Gegner seine Stellung überschätzte, konnte der jüngste Spieler der zweiten Mannschaft mustergültig kontern und zum 3-4 verkürzen. Und Artur hatte plötzlich eine Qualität mehr. Routiniert gab er seine Mehrqualität, um ein gewonnenes Bauernendspiel zu erreichen. Und für fast alle Beteiligten überraschend war aus der erwarteten Niederlage ein 4-4 geworden.

In Anbetracht der Ergebnisse der Konkurrenz zeichnet sich ein überraschender frühzeitiger Klassenerhalt ab.

Von diesem ist die erste Mannschaft noch ein ganzes Stück entfernt.

 

 

Dieser sollte aber im Interesse der tapfer kämpfenden zweiten Mannschaft unbedingt erreicht werden. Hemer II und III in der Bezirksliga ging ganz gut. Hemer I und II an denselben Tagen in Verbandsliga und –klasse geht so gerade. Aber Hemer I und II in der Verbandsklasse würde uns über die Grenzen der personellen Kapazitäten führen.