Gerettet aber nicht geglänzt

 

(Ein Bericht von Andreas Jagodzinsky, 09.04.2019)

 

In der vorletzten Runde der Verbandsklasse hat Hemer 2 den Klassenerhalt trotz einer 3-5 Niederlage gegen Meschede sichergestellt.

 

Allerdings war der Kampf kein Ruhmesblatt für den Verein. Zwei Bretter mussten bereits am Vorabend aufgegeben werden.In der Endphase der Saison wird immer deutlicher, dass die parallelen Spiele von erster und zweiter Mannschaft nur schwer zu organisieren sind. Ich möchte mir nicht vorstellen, was passiert wäre, wenn Münster nicht bereit gewesen wäre, das U16-Spiel um einen Tag vorzuverlegen.

 

Timo Leonard hätte in der ersten Mannschaft ersetzt werden müssen. Dazu hätte Fabian Trinh in der zweiten gefehlt.

 

Man muss allerdings zur Entlastung der Spieler anführen, dass wir abgesehen von einer knappen Spielerdecke zudem mit Spielern im Abitur oder Examen und auch mit unvorhersehbaren Krankheitsfällen in allen Mannschaften zu kämpfen hatten und haben.

 

Hätte man nun auf den am Brett erkämpften Aufstieg verzichten sollen?

Das wäre sicher unfair gegenüber den Spielern gewesen, die sich die Verbandsklasse erspielt haben.

Zudem war es für Fabian Trinh eine hervorragende Wettkampfpraxis vor der DVM U16.

Auch für die anderen Jugendspieler wie Artur Mai und Felix Trinh stellt die Verbandsklasse eine echte Herausforderung dar.

 

Die Geschichte des Kampfes ist schnell erzählt. Jens Rohrsen kam im Duell zweier Ersatzspieler zu einem schönen Angriffssieg. Julia Manus schaffte in ihrem ersten Einsatz in der Verbandsklasse ein souveränes Remis. Auch Fabian holte gegen einen nominell stärkeren Gegner ein leichtes Remis.

Klare Niederlagen gab es an den Spitzenbrettern für Mirco Wagner und Robin Sinnen.

Den einzigen Sieg des Tages schaffte Artur Mai. Er erspielte sich geduldig einen kleinen Vorteil, den er dann im Endspiel sauber verwertete.

 

 


Runde 7 Hemer II. – Letmathe II.

(Bericht von Marc Störing, 11.03.2019)

 

Diesmal waren wir zwar an den vorderen Brettern komplett, dafür fiel einer nach dem anderen an den

hinteren Brettern aus und Artur musste in der I. aushelfen. Leider standen auch aus der III. Mannschaft

nicht genügend Spieler zu Verfügung.

 

Brett sieben ging somit kampflos an Letmathe.

 

Indes waren wir froh an Brett acht einen Spieler zum Spiel gewinnen zu können, der gegen

den routinierten Letmather Gegner schon nach kurzer Zeit in der Lage war eine Gewinnstellung

zu erreichen. Der 10-jährige ! Lukas Jagodzinsky hatte es in diesem Kampf drauf, auch wenn es

am Ende ein Remis gab.

 

Gleichzeitig geriet Robin in eine Verluststellung, wonach es extrem schwer war Punkte für die Mannschaft

zu erzielen.

 

Während draußen ein Sturm tobte, tat sich dies nicht an den Brettern.

 

Es gab an zählbarem nur noch einige Unentschieden.

 

Mein Gegner wies mich zwischendurch auf die interessante Tatsache hin, dass wir auf den Tag genau vor

sechs Jahren (ich damals in der I. Mannschaft) gegeneinander gespielt haben. Ja, damals war ich noch sechs

Jahre jünger, nun bin ich Mannschaftsführer und werde sehen, was sich in der nächsten Runde gegen Meschede

machen lässt ;o)

 

 

Br.

Rangnr.

SV Hemer 2

-

Rangnr.

SV Letmathe 2

2:6

1

9

Wagner, Mirco

-

10

Haude, Rüdiger

½:½

2

10

Störing, Marc

-

11

Pieczka, Reiner

½:½

3

11

Sinnen, Robin

-

12

Kalnik, Heinrich

0:1

4

12

Trinh, Fabian Dat

-

13

Tomiczny, Darius

½:½

5

13

Zuleger, Detlev

-

14

Schaar, Axel

0:1

6

304

Poggemann, Alexander

-

15

Heeke, Guido

0:1

7

306

Drees, Kim ( Brett unbesetzt )

-

2001

Atasoy, Tarik

-:+

8

309

Jagodzinsky, Lukas

-

2002

Demin, Wladimir

½:½

 

 


Runde 6 Hagen/Wetter vs. Hemer II 6 : 2

 

Wir traten stark geschwächt gegen die nominelle Spitzenmannschaft der Verbandsklasse an.

Unser 1. Brett Mirco half in der I. aus. Aus der Mittelachse fehlten gesundheitsbedingt bzw. aus persönlichen Gründen dann noch drei weitere Spieler. Die kurzfristigen Ausfälle konnten wir nicht mehr ersetzen, so dass wir nur mit sechs Spielern antraten.

 

An jedem Brett gab es umkämpfte Partien.

 

Artur hatte die Partie mit der meisten Taktik auf dem Brett. Bis zum späten Mittelspiel ausgeglichen geriet sein König in die Brettmitte. Bei Abtausch einer weiteren Schwerfigur hätte ihm das sicher sogar zum Vorteil gereicht. In der für ihn schwerer zu spielenden Stellung griff Artur leider fehl. Kurz drauf erzielten Felix und Fabian sichere unentschieden aus vorteilhaften Stellungen heraus. Fabian´s Vorteil war gering. Felix stand jedoch besser. Für den taktisch stark herausgespielten Bauernvorteil konnte ich keine rechte Kompensation für den Gegner erkennen. Nach knapp vier Stunden musste ich mich der Spielstärke meines Gegners am Spitzenbrett beugen. Ich versuchte mit einem ungewöhnlichen Zug in der Eröffnung Spannung aufzubauen. Mein Gegner spielte dann aber einfach etwas besser als ich.

Unser Ersatzspieler Rustam konnte gegen seinen klassenstärkeren Gegner mit umsichtigem und überlegtem Spiel aus stets etwas passiverer Stellung im frühen Endspiel dann ein starkes unentschieden erzielen. Andreas an Brett 6 hatte in der Zeitnotphase eine einfache Möglichkeit zum Sieg nicht gesehen. Sicherte aber trotzdem noch das Unentschieden ab.

 

 

Angesichts der Aufstellungsschwierigkeiten zeigte trotz Niederlage unser Spiel in diesem Kampf, dass in den nächsten Runden wieder alles drin ist.