Interview mit Lisa-Marie Möller

 

Lisa Marie Möller ist als Gastspielerin seit Saisonbeginn beim SV Hemer aktiv.

 

Nach einer Auftaktniederlage in Mülheim aus klar besserer Stellung heraus gewann sie die übrigen drei Partien.

Über den Saisonverlauf und ihre Erwartungen an die kommende Saison sprachen wir mit ihr.

 

Lisa-Marie, du bist Gastspielerin für den SV Hemer. Warum dort und nicht in einem anderen Verein?

Da ich Carmen und Andreas Jagodzinsky schon seit einigen Jahren kenne und auch von beiden trainiert wurde (sowohl Kadertraining, als auch privat), war es für mich immer eine Option, mal für den Verein zu spielen. Außerdem wollte ich gerne in einer jungen Mannschaft spielen, die noch viel Potenzial hat.

 

Du hast bereits früher in deinem Stammverein SK Blauer Springer Paderborn in der zweiten Frauenbundesliga gespielt? Kannst du uns Gemeinsamkeiten aber auch Unterschiede zwischen den Mannschaften beschreiben?

Eine Gemeinsamkeit ist definitiv der hohe Anteil an Jugendspielern! Das hat mir schon in meiner Paderborner Mannschaft gut gefallen. Außerdem ist die Stimmung in beiden Mannschaften immer sehr locker, sodass man gerne mit seinen Teamkollegen Zeit verbringt.

Was die Mannschaft aus Hemer auf jeden Fall von der aus Paderborn unterscheidet, ist die höhere Spielstärke. Durch unsere rumänischen Teamkameraden ist die Mannschaft einfach ziemlich stark. Diese Spielstärke hatten wir in der Mannschaft meines Stammvereines nicht, weshalb wir auch nie wirklich um den Aufstieg in die 1. Bundesliga spielen konnten.

 

Du hast in dieser Saison alle Partien mit Schwarz bestritten. War das geplant? Bist du besonders gut mit Schwarz?

Nein, das war nicht geplant und ich spiele eigentlich auch viel lieber mit Weiß! Es hat sich aber einfach so ergeben (auch da ich einmal spontan einspringen musste, weil jemand krank geworden war) und im Endeffekt konnte ich ja trotzdem einen ganz guten Score erzielen.

 

Wie bereitest du dich auf die erste Saison in der Bundesliga vor? Was ist dein Ziel für dich selbst, aber auch für die Mannschaft?

Ich werde einfach weiterhin trainieren und versuchen, mich zu verbessern, um die Mannschaft in der nächsten Saison effektiv unterstützen zu können. Ziel für mich selbst ist es, in den Partien mein Bestes zu geben und so viele Punkte zu erzielen, wie eben möglich. Für die Mannschaft hoffe ich natürlich, dass wir es schaffen, die Klasse zu halten.

 

Was machst du, wenn du nicht Schach spielst?

Neben Schach treibe ich sehr gerne anderen Sport. Daher gehe ich regelmäßig Reiten und ins Fitnessstudio. Da ich derzeit aber mitten in den Abiturvorbereitungen stecke, habe ich gerade eher wenig Zeit für meine Hobbys.


Interview mit Kathrin Sewald

(vom 18.02.2020)

 

Anlässlich des Aufstiegs in die 1. Bundesliga wollen wir einige Spielerinnen in den nächsten Tagen näher vorstellen und die Saison Revue passieren lassen.

Den Auftakt macht Kathrin Sewald (19), die mit ihrem Sieg den entscheidenden Punkt zum Aufstieg holte und zugleich den Grundstein für den Mannschaftssige gegen Lübeck legte.

 

Kathrin, herzlichen Glückwunsch zum Aufstieg. Wie bewertest du die Leistung der Mannschaft?

 

Wir haben jede Partie souverän gewonnen, das schlechteste Ergebnis war 4,5 zu 1,5. Besser kann es nicht laufen!

 

Wie hat es dir in der Mannschaft gefallen? Wie beurteilst du die Atmosphäre?

 

Da in der Mannschaft viele andere starke Jugendspielerinnen aus NRW spielen, kannte ich die meisten meiner Mitspielerinnen bereits und dadurch war die Atmosphäre natürlich super.
 

Was machst du, wenn du nicht Schach spielst?

 

Ich studiere dual Maschinenbau bei Ford, wo ich zur Zeit meinen ersten Betriebseinsatz habe. In meiner Freizeit betreibe ich Kampfsport (beim Schach hilft es enorm auch körperlich fit zu sein) und lese gerne.
 

Hast du schonmal Bundesliga gespielt?
 

Nein, aber ich freue mich schon sehr darauf.
 

Was ist dein Ziel für die kommende Saison?
 

Natürlich in der ersten Frauenbundesliga mein Bestes zu geben, diese Saison hatte ich meist deutlich schwächere Gegnerinnen und erhoffe mir als Publikumsspielerin dort spannende Kämpfe auf Augenhöhe.


Hemer steigt in die Frauenbundesliga auf!

 

Liveticker zum letzten Spiel gegen Lübeck am 16.02.2020

 

13:03 Uhr

Luminita spielt Remis. Damit gewinnen wir mit 5-1 und steigen ohne Punktverlust in die Bundesliga auf.

Wir verabschieden uns für heute und bedanken uns bei allen Lesern!

 

12:54 Uhr

Lisa-Marie behält - vielleicht letztmalig - die Oberhand gegen ihre talentierte und junge Gegnerin. 4,5-0,5 für Hemer. Die Art und Weise, wie sich die Spielerinnen um Carmen Voicu-Jagodzinsky heute präsentiert haben, war erstligareif.

 

12:50 Uhr

Interessant bleibt Luminitas Partie. Die Gegnerin hat eine Qualität weniger, dafür einen weit vorgerückten Freibauern. Mit ihrem letzten Zug deutet Luminita aber an, dass auch auf diesem Niveau die Kenntnis, wie man mit zwei Türmen mattsetzt, wichtig sind. Die zweite Reihe hat sie unter Kontrolle. Jetzt droht sie matt auf der ersten Reihe. Mal sehen, wie es hier weitergeht. Und vor allem wie lange?

 

12:35 Uhr

Lisa-Marie hat die Zeitnot überstanden und eine gesunde Mehrfigur. Da wird nichts mehr anbrennen. Im letzten Spiel macht Hemer seinen besten Saisonkampf und zeigt, dass wir zurecht oben stehen.

 

12:33 Uhr

Alessias Gegnerin bemerkt bei zwei Sekunden Restbedenkzeit, dass sie ziehen muss, aber schafft es nicht mehr. Die Stellung war aber schon gut für unsere Spielerin. 3,5-0,5. Luminita steht komisch. Sollte sich in ihrer Partie eine Sensation anbahnen?

 

12:25 Uhr

Catriona macht Remis. Sie hatte eine Qualität eingestellt, aber stand trotzdem gut. Wenn man das etwas energischer gespielt hätte, wäre das möglicherweise ein feiner Angriffssieg geworden, bei dem man sich im Nachgang für das schöne positionelle Qualitätsopfer hätte loben lassen. CAtriona bleibt damit ungeschlagen.

2,5-0,5 für uns. Hoch verlieren wir das nicht mehr.

 

12:21 Uhr

Carmen erhöht auf 2-0.

 

11:59 Uhr

Gerade noch gelobt, setzt Carmen nun dazu an, die Entscheidung zu suchen. Die Gegnerin befindet sich in Zeitnot und muss ständig taktische Drohungen parieren.

Catriona steht hingegen problematisch.

 

11:54 Uhr

Am fleißigsten gratuliert Dominik, der von hier gegrüßt sei!

 

11:53 Uhr

Die ersten Glückwünsche gehen ein. DSB-Präsident Ullrich Krause, der als Lübecker natürlich auf einen anderen Ausgang gehofft hatte, war der erste.

Aber auch aus dem eigenen Verein kommen die Rückmeldungen. Detlev Zuleger betont den überragenden Anteil von Carmen daran!

 

11:47 Uhr

Carmen verfügt jetzt neben dem bereits reichlich vorhandenen Raumvorteil auch über einen veritablen Zeitvorsprung.

Keine Stellung gibt Anlass zur Besorgnis.

 

11:43 Uhr

 

Und hier das Beweisbild:

 

 

11:24 Uhr: Das ist der Bundesligaaufstieg!

Kathrin Sewald gewinnt mit einem schönen Damenopfer, bringt Hemer 1-0 in Führung und sorgt für einen uneinholbaren Vorsprung in der Tabelle.

Hemer steigt damit erstmals in der Vereinsgeschichte in die 1. Bundesliga, die als beste erste Liga der Welt gilt, auf!

 

Wir tickern natürlich trotzdem weiter.

 

 

11:18 Uhr

Nachdem ich mit Linda ihre Partie von gestern analysiert habe, jetzt wieder zurück zu den laufenden Partien.

Alessia Ciolacu übernimmt mehr und mehr die Initiative an ihrem Brett. Hier entwickelt sich die Partie jetzt langsam immer deutlicher zu unseren Gunsten.

Alessia reist zwar zu den Spielen aus Bukarest an. Aber sie ist mittlerweile bestens in den Verein integriert, war sich auch nicht zu schade für den Spaß vor 14 Tagen, mit Timo Leonard, Alex Poggemann, Linda Becker und Miriam Marinescu die U16-Verbandsmannschaftsmeisterschaften zu spielen. Wenn sie zu den Spieltagen kommt, nimmt sie am Jugendtraining teil und trainiert gelegentlich mit anderen unserer Jugendspieler online.

 

10:54 Uhr

Lisa-Marie Möller und Kathrin Sewald spielen mit Gastpielergenehmigung für den SV Hemer. Damit soll Spielerinnen, die im eigenen Verein nicht genügend Frauen haben, die Möglichkeit eingeräumt werden, für einen anderen Verein im Frauenbereich zu spielen, ohne sie zum kompletten Vereinswechsel zu zwingen. Beide haben jedoch auch in der Vergangenheit schon mit Carmen trainiert, so dass auch hier ein klarer Bezug zum SV Hemer besteht. Interessanterweise ging bei beiden das Debüt für den SVH daneben. Sie verzeichnen die bislang einzigen Niederlagen unserer Mannschaft in dieser Saison.

 

10:39 Uhr

Und jetzt mal wieder zum Geschehen auf den Brettern.

Kathrin hat den g-Bauern nach vorne geworfen. Zwar haben beide Seiten kurz rochiert, aber Kathrin scheint den Eindruck zu haben, dass jetzt der Moment für einen taktischen Schlagabtausch gekommen ist. Wir hatten ja gestern bereits einen Hinweis aufs Boxen im Text. Bei Kathrin gewinnt man in ihren Partien den Eindruck, dass sie vielleicht nicht über die größte Technik verfügt, aber dafür ohne Angst den direkten Schlagabtausch sucht. Treffen, getroffen werden und dann den KO suchen. Für mich bereits jetzt die Publikumsspielerin des Wochenendes!

Carmen geht das hingegen eher strategisch an und setzt auf ihren Raumvorteil. Das erinnert mehr an Maske oder Klitschko: man nutzt die Reichweitenvorteile aus, stellt sich den Gegner zurecht und schlägt, ohne selbst getroffen zu werden. Wollen wir hoffen, dass es heute für beide Spielerinnen funktioniert.

 

10:30 Uhr

Wir sprachen vorhin über die unterschiedlichen Konzepte in der ersten und zweiten Frauenbundesliga. Lübeck macht das ganz ähnlich wie wir. Vorne sitzen zwei spielstarke erfahrene Akteure. Dahinter folgen Spieler aus dem Nachwuchs.

Ganz interessant übrigens die Personalie an Brett fünf: Lübecks Katerina Bräutigam (Jahrgang 2008) ist Kaderspielerin des Deutschen Schachbundes und für die Mannschaftseuropameisterschaft U12w im Sommer gesetzt. Sie nahm 2019 in Berlin an einer Lehrgangsmaßnahme des DSB teil und wurde dort von Carmen trainiert, die 2018 die U12w-Nationalmannschaft beim EM-Sieg gecoacht hat. Und Carmen spielt heute gegen Irina Bräutigam, die Mutter von Katerina.

Wie klein die Welt doch ist.

 

10:25 Uhr

Wir hatten bereits berichtet, dass Alessias Gegnerin ihren Springer nach f5 gebracht hat und versucht, am Königsflügel zu spielen. Alessia weiß natürlich, dass man auf einen Flügelangriff laut Lehrbüchern mit einem Gegenschlag im Zentrum reagieren soll und hat somit folgerichtig ...d6-d5 durchgesetzt.

 

10:21 Uhr

Linda und Alex Becker sind auch gerade eingetroffen. Nachdem Linda ihre Aufgabe in dieser Saison bravourös erfüllt hat, hatte sie sich den zusätzlichen Schlaf verdient.

 

10:01 Uhr

Eine Stunde ist gespielt

Zeit für einen Rundblick über die Bretter:

An Brett eins hätte Luminita Cosma wohl bereits die Entscheidung herbeiführen können, weil eine Zugwiederholung im Bereich des Möglichen lag. Aber die Stellung bietet keinen Grund, ein schnelles Remis zu machen. Wir wollen hier ernsthaft spielen und nicht um einen halben Punkt betteln.

An Brett zwei verfügt Carmen über enormen Raumvorteil. Aber das ist Teil des schwarzen Konzepts, um darauf zu warten, ob Weiß eventuell einen Konter übersieht.

Alessia hat an Brett drei eine typische Spanischstellung. Weiß hat seinen Springer nach f5 manövriert. Solange die anderen Figuren aber nicht zur Hilfe eilen, ist das nicht besorgniserregend.

Kathrin hat ebenfalls normale Italienischstellung. Nach dem Abtausch der d-Bauern ist die d-Linie geöffnet und die Zentrumsspannung aufgelöst.

Bei Lisa-Marie gefällt mir die Stellung ganz gut für unsere Spielerin, die den weißen Anzugsvorteil neutralisiert haben dürfte.

Und Catriona steht ebenfalls angenehm, ohne dass ich einen objektiven Vorteil unserer Spielerin reklamieren wollte.

 

09:50 Uhr

Es gibt in erster und zweiter Bundesliga ganz unterschiedliche Modelle. Einige Vereine setzen auf den eigenen Nachwuchs.Damit kann man aber in der Regel im besten Fall vielleicht einmal die erste Liga erreichen. Das ist schade, weil dort viel Engagement in die Ausbildung der Spielerinnen gesteckt wird.

 

Andere Vereine geben fünfstellige Beträge für Spielerhonorare aus und spielen teilweise ohne eine einzige Spielerin, die in einem Umkreis von 1.000 km das Schachspiel erlernt hat. Verliert der Mäzen das Interesse, ist die Mannschaft am Ende. Die Vereinsmitglieder haben ohnehin kein Interesse an diesem "Projekt", wie es ein berühmter ehemaliger Fußballbundetrainer und Bundesligatrainer wohl bezeichnen würde. Am Ende verbleibt nur verbrannte Erde.

Dazwischen gibt es natürlich auch Mischformen mit echten Sponsoren und nachhaltiger Arbeit für den Gesamtverein.

 

Bei uns entwickelte sich der Gedanke, eine Frauenmannschaft aufzubauen, als Carmen immer mehr interessierte Schülerinnen des Woeste-Gymnasiums in ihre AG bekam. Von Beginn an galt die Maßgabe, dass mindestens 50% der Spielerinnen heimische Nachwuchskräfte sein müssen.

Diese Quote konnten wir - mit der Ausnahme des vorentscheidenden Regionalligaspiels letzte Saison in Porz - auch einhalten.

Am "heimischsten" ist sicher Valerija Naumenko. Die 17-jährige erlernte bei Carmen die Schachregeln, wurde rasch besser und qualifizierte sich 2018 als NRW-Vizemeisterin für die Deutschen Jugendmeisterschaften U16w.

Sie kam in dieser Saison zu vier Einsätzen, die sie alle gewinnen konnte.

 

 

09:35 Uhr

Über unsere jüngste Spielerin Linda Becker hatten wir bereits berichtet.

Aber auch der Großteil der anderen Spielerinnen ist - z.T. deutlich - jünger als 20. Catriona Dartmann Aubanell und Alessia Ciolacu sind 15. Beide verfügen bereits über internationale Erfahrung. 2018 nahm Catriona an den Europameisterschaften U14 in Riga teil. Noch erfahrener ist Alessia, die jedes Jahr an Jugend-EM oder Jugend-WM teilnimmt und fester Bestandteil der rumänischen U18-Mädchennationalmannschaft ist, mit der sie 2018 Vizeeuropameisterin in Bad Blankenburg wurde. Dort fiel sie auch Carmen Voicu-Jagodzinsky auf, die dort mit der deutschen U12-Mädchenmannschaft Europameisterin wurde.

Catriona kam in bislang drei Einsätzen in der zweiten Bundesliga zu drei Punkteteilungen.

Alessia steht aktuell bei 4,5/5. Gestern war sie es, die frühzeitig eine klar vorteilhafte Stellung hatte und in einer Phase, in der der Kampf Anlass zur Sorge gab, mit ihrem Sieg für Ruhe sorgte.

Über Alessias Bundesligatauglichkeit müssen wir uns keine Sorgen machen.

 

09:19 Uhr

Um es für diejenigen, die nicht ganz so tief in den Feinheiten des Schachsports stecken, etwas anschaulicher zu machen, hier ein wenig zu den Wahrscheinlichkeiten, dass Hemer heute nicht aufsteigt. Die Hemeraner Spielerinnen weisen in der Weltranglistenwertung ELO an jedem Brett deutlich mehr Punkte auf als ihre Gegnerinnen. Das bedeutet natürlich nicht, dass nicht jede einzelne Lübecker Spielerin ihre Chancen hat, die Partie trotzdem zu gewinnen.

Aber Lübeck muss jede einzelne Partie gewinnen.

 

 

09:13 Uhr

Bereits jetzt kann man sagen, dass sich hier etwas zusammenbraut. Sturmtief Victoria dürfte uns auch nach dem Spiel noch beschäftigen.

Auf den Brettern geht es bislang noch recht ruhig zu.

 

09:07 Uhr

Wir hatten bereits Linda Becker erwähnt, die heute aussetzt.

Sie blickt auf eine hervorragende Debütsaison in Deutschlands zweithöchster Liga zurück. Fünfmal kam sie zum Einsatz und holte dabei viereinhalb Punkte. Besonders stark war ihre Partie am zweiten Spieltag gegen Mülheim, als sie mit einer schönen Angriffspartie, die zurecht zur schönsten Hemeraner Partie des Wochenendes gewählt wurde, den Mannschaftssieg einleitete.

Man darf dabei nicht vergessen, dass Linda erst 13 ist.

 

 

09:03 Uhr

Die Partien haben begonnen.

An Brett eins steht ein Damengambit auf dem Brett. Luminitas Gegnerin hat die Abtauschvariante gewählt. Ebenso klassisch die Eröffnung in der Partie an Brett drei, wo 1.e4 e5 gekommen ist. Alessias Ggnerin hat Spanisch gespielt.

Englisch mit 1...e5 steht bei Lisa-Marie auf dem Brett.

Dreimal 1.e4 kam bei Carmen, Kathrin und Catriona, wo an den Brettern zwei und sechs 1...c6 und an Brett vier 1...e5 folgte.

 

 

08:49 Uhr

Wer die Spielerinnen nach dieser Runde wieder am Brett sehen will, ohne zu weit reisen zu müssen, muss übrigens nicht bis zur neuen Saison warten. Sowohl in den verbleibenden Mannschaftskämpfen in der Verbands- und Bezirksliga werden wir sie sehen.

Im Sommer werden einige auch bei der Dortmunder Sparkassen Chess Trophy antreten: https://sparkassen-chess-trophy.de/de/de/

 

 

08:43 Uhr

Das Internet ist für einige ja Neuland. Meine technischen Fähigkeiten sind auch begrenzt. ABer irgendwie habe ich das mit dem Hotspot erfolgreich bewältigt und melde mich jetzt statt MArcus, der heute spielen muss.

Wir haben gerade die Aufstellungen abgegeben.

Hemer wechselt an Brett fünf Lisa-Marie Möller ein. Catriona Dartmann Aubanell rutscht an Brett sechs. Linda Becker darf noch schlafen.

 

 

08:10 Uhr

Um 08:45 müssen wir die Auftellung beim Schiedsrichter abgeben.

Wird Hemer zum ersten Mal in dieser Saison zweimal hintereinander in identischer Besetzung antreten, oder gibt es eine Änderung?

WGM Iulia Ionica, Valerija Naumenko und Julia Manus kamen auch bereits zu Einsätzen in dieser Saison.

Allerdings haben wir nur einen Neunsitzer und drei männliche Mitreisende.

 

07:50 Uhr

Um 08:30 Uhr steht die Abfahrt zum Spielort an.

Den Mannschaftsbus hat uns freundlicherweise die Fahrschule Block & Kirchhoff (https://www.fs-block-kirchhoff.de/) überlassen, die auch in der Vergangenheit schon unsere Nachwuchssportlerin Linda Becker unterstützt hat.

 

Bei der Gelegenheit verdränge ich den Gedanken an die Kosten, die die Reisen in der ersten Bundesliga verursachen würden. Erst den Lübecker Bären erlegen und dann schauen wir mal, ob wir uns das Messer für das Fellabziehen zur späteren Verteilung leisten können.

 

07:39 Uhr

Dass unser Aufstiegskampf auf Interesse stößt, belegen die Rückmeldungen auf den Liveticker von gestern.

Kurz vor dem Spiel meldete sich unser Bürgermeister Michael Heilmann, der Grüße an die Mannschaft ausrichtete.

 

Und kurz nach dem Spiel wünschte uns sein Vorgänger Michael Esken (mittlerweile Bürgermeister im ostwestfälischen Verl) viel Erfolg für das letzte Spiel.

 

Auf die Unterstützung der Lokalpolitik und Verwaltung konnte man sich in den letzten Jahren verlassen, was auch die zahlreichen Besucher aus dem Stadtrat bei unserem ersten Heimspielwochenende im Dezmber im Woeste-Gymnasium verdeutlichen.

 

 

7:17 Uhr

Wir melden uns live aus Kiel, wo in gut eineinhalb Stunden das letzte Spiel der Saison 2019/20 in der 2. Bundesliga anstehen wird.

 

EIn Blick auf die Tabelle ergibt folgendes Bild:

 

 

Für diejenigen, die nicht ganz so bewandert im Regelwerk sind: EIn Mannschaftssieg ergibt zwei Mannschaftspunkte. Für jeden Partiegewinn gibt es einen Brettpunkt, für ein Remis einen halben.

Hemer liegt mit zwei Mannschaftspunkten und fünfeinhalb Brettpunkten vorne.

Verfolger Lübeck würde mit einem Sieg zwar nach Mannschaftspunkten gleichziehen. Um Hemer aber noch zu überholen, wäre ein 6-0 erforderlich.

Oder anders: Lübeck müsste jede Partie heute gewinnen. Sobald die erste Partie entschieden ist und nicht für Hemer verloren ist, wäre Hemer uneinholbar vorne.

 

Die Meldung kam um 18:11 Uhr

 

Luminita gewinnt. 4,5-1,5 für uns. Morgen brauchen wir ein Remis.

 

17:52 Uhr

 

Wenn Lübeck die letzte Partie nicht mehr verliert und Luminita ihre Partie gewinnt, müssen wir morgen genau einen halben Punkt holen, um aufzusteigen.

Damit ist klar, dass es heute keine Party gibt.

17:34 Uhr

 

Catriona Gegnerin wiederholt die Züge. Remis fast zeitgleich bei Linda. 1-1.

 

Kurz nachdem Lübeck in Führung geht, bringt uns Alessia in Führung. 2-1!

 

Kathrin gewinnt.

Luminita dürfte gleich folgen. Jetzt ging es schnell. Kathrin gewann ebenfalls. Daraufhin gab Carmen mit knapper Zeit ihr Endspiel Remis. Luminita wird gewinnen. Auch Lübeck wird bestenfalls 4,5-1,5 gewinnen. Damit bewahren wir uns die zwei Mannschaftspunkte und 5,5 Brettpunkte Vorsprung.

16:49 Uhr

 

Steinfurt-Lübeck 1-1
Catriona steht schlecht.
Kathrin hat kaum noch Zeit.
Auch Linda hat keinen Vorteil mehr.

 

16:34 Uhr

Kathrin hat einen taktischen Schlagabtausch begonnen, der für sie gut aussieht.

Luminita steht strategisch klar überlegen.

 

16:24 Uhr

 

Alessia hat in einem Endspiel mit Turm und Läufer einen Bauern mehr. Das Gefährliche daran ist, dass der Hemeraner Kapitän bei der Materialkonstellation gerne anfängt, über seine Partie gegen GM Acs zu erzählen. Zum Zeitpunkt der Partie waren vier der sechs Spielerinnen noch nicht geboren.

Kathrin steht aussichtsreich, aber hat wenig Zeit.

16:08 Uhr

 

Unser Bürgermeister grüßt herzlich, da kann ja nichts mehr schief gehen.

 

Alessia steht immer besser.

15:43 Uhr

 

Außerdem haben wir eine Leseranfrage:

Dominik fragt: Hatte die Mannschaft gestern Abend beim Italiener auch Pannacotta?

Antwort: Als Leistungssportlerinnen haben sie auf ein Dessert verzichtet. Es gab Pasta, Salat und stilles Wasser.

15:38 Uhr

 

Alessia hat die Damen getauscht. Schwarz hat einen schwachen Bauern auf c5. Noch kann die Gegnerin den verteidigen. Aber es sieht nicht so aus, ob das dauerhaft gelingen wird. Wenn doch sollte unsere Spielerin gemäß dem Prinzip der zwei Schwächen ein neues Angriffsziel anvisieren.

 

15:27 Uhr

 

Luminita Cosma wurde heute für die Schacholympiade in Moskau nominiert.

Carmen Voicu-Jagodzinsky ist bereits zweimal mit dem SK Großlehna in die Bundesliga aufgestiegen. Schafft sie es mit Hemer erneut?

15:24 Uhr

 

Brett 1
Tarrasch-Verteidigung im Damengambit
Luminita spielt mit Läuferpaar gegen den Isolani

Brett 2
Eine Nebenvariante im Benoni
Carmens Gegnerin hatte mal alle Figuren auf f7 gerichtet. Die werden aber gerade vertrieben.

Brett 3
Damengambit
Alessia steht etwas angenehmer.

Brett 4
Englisch
Die Stellung ist unklar. Kathrin hat mehr Zeit verbraucht.

Brett 5
Caro-Kann
Es sieht ausgeglichen aus.

Brett 6
Französisch
Linda steht angenehmer.

15:17 Uhr

 

An Brett 4 kommt heute Kathrin Sewald zum zweiten Einsatz. Sie war 2018 Dritte bei der Deutschen U-18 Meisterschaft.
Sie reiste gestern mit dem Zug nach und kam erst um 0.45 Uhr an.

Catriona Dartmann-Aubanell stieß kurz vor dem Spiel zum Team. Gestern aus Barcelona nach Hamburg geflogen, machte sie einen Zwischenstopp in Lübeck.

 

15:09 Uhr

 

Wenn man vom Buffet auf den Kampf unserer Mannschaft schaut, sieht man Alessia Coolacu (15) und Linda Becker (13), unsere Jüngsten.
Beide sind aber absolute Leistungsträgerinnen. Linda, die schon zweimal NRW-Meisterin war, kommt bislang auf vier Punkte in vier Spielen an Brett 6.
Alessia, Mannschaftsvizeeuropameisterin U18 mit Rumänien 2018 hat an Brett 3 3.5/4.

 

14:35 Uhr

 

Lübeck in gewohnt starker Besetzunggegen Steinfurt, die ein wenig gewechselt haben. Wir spekulieren nicht auf den Ausgang des anderen Spiels, sondern konzentrieren uns auf unseren Kampf.

 

14:28 Uhr:

 

Mitreisende ziehen aus der Aufstellung von Kiel den Schluss, dass es heute bereits reichen könnte. Aber Vorsicht: jedes Spiel muss erstmal gespielt werden.

Funfact: Luminitas Gegnerin ist amtierende Weltmeisterin im Schachboxen. Also sollten wir Rudelbildungen und körperliche Auseinandersetzungen vermeiden.

 

14:12 Uhr:

Schöner warmer Spielsalon, an Brett 3 ging die Uhr nicht, aber jetzt spielen alle.

 

Bei Linda Französisch abtausch. Hatten wir heute morgen auf dem Brett in der Vorbereitung.

 

Liveticker zum Zweitligafinale:

 

Wir melden uns live aus Kiel, wo die Mannschaft sich auf das vorletzte Spiel gegen die Gastgeberinnen vorbereitet.

Morgen geht es dann um 09.00 Uhr gegen Lübeck.

Hier die aktuelle Tabelle:

 

 

Die Ausgangslage ist klar:

 

Gewinnt Hemer heute und holt dabei einen Brettpunkt mehr als Lübeck, stehen wir

als Aufsteiger fest.

 

Was bisher geschah:

 

14.12.2020

 

Gegen  14.00  Uhr  ging  die  weiteste  Reise,  die  der  SV  Hemer  jemals  zu  einem

Ligaspiel bestreiten musste/durfte, los.

 

Da  uns  die  Fahrschule  Block  und  Kirchhoff  freundlicherweise  einen

„Mannschaftsbus“ überlassen hatte, konnten wir auf ein zweites Auto verzichten.

Bis auf zwei Spielerinnen reiste die Hemeraner Delegation los. Die erste Etappe bis

Münster nahm fast die Hälfte der Fahrtzeit ein. Von Münster bis Kiel ging es dann

ohne Stau problemlos weiter.

 

Nach  dem  Bezug  der  Zimmer  wurde  noch  schnell  gegessen,  ehe  dann  Nachtruhe

angesagt war. Zwar fehlen noch zwei Spielerinnen. Aber diese werden im Laufe des kommenden

Tages sicher planmäßig eintreffen.  

Der letzte Akt

(Ein Vorbericht auf das Finale der 2.Frauenbundesliga von Andreas Jagodzinsky, 13.02.2020)

 

Am Wochenende ist es soweit. In Kiel spielt die Frauenmannschaft des SV Hemer um den Aufstieg in die 1.Bundesliga. Es ist der wichtigste Kampf in der Vereinsgeschichte. Und zugleich ist es der vorläufige Höhepunkt einer nunmehr zehnjährigen Entwicklung, die ihren Anfang im Schuljahr 2011/12 am Woeste-Gymnasium fand, als Carmen Voicu-Jagodzinsky dort mit der Übermittagsbetreuung begann.

 

Mit Valerija Naumenko und Julia Manus sind zwei ihrer Schülerinnen in dieser Saison in der zweithöchsten deutschen Spielklasse an der Seite ihrer Trainerin zum Einsatz gekommen.

 

Es war allen Verantwortlichen besonders wichtig, dass die großmeisterlichen Verstärkungen nur dann zum Einsatz kommen, wenn die Eigengewächse bewiesen haben, dass sie in der jeweiligen Liga mithalten können. WGM Luminita Cosma debütierte in der Regionalliga, als Hemer am letzten Spieltag der Saison 2017/18 plötzlich Aufstiegschancen hatte. WGM Iulia Ionica kam am vorletzten Spieltag der Regionalligasaison 2018/19 zum Einsatz, als Hemer souveräner Tabellenführer war. 

 

Und auch in der laufenden Saison kamen bislang nie mehr als zwei rumänische Ergänzungen zum Einsatzh, weil vor allem die selbst ausgebildeten Spielerinnen beweisen mussten, dass sie in der zweiten Liga mithalten konnten. Und sie bewiesen das eindrucksvoll:

 

Valerija Naumenko (17): 4/4

 

Linda Becker (13): 4/4

 

Am Donnerstag beginnt das letzte Wochenende der diesjährigen Zweitligasaison. Der Wizzairflug aus Bukarest bringt die ein oder andere Verstärkung für das letzte Wochenende. Am Freitag fährt die Mannschaft dann nach Kiel. Hier halten wir euch auf dem Laufenden. 


Der Aufstieg ist nah!

(Ein Bericht von Andreas Jagodzinsky, 02.02.2020)

 

Marcus fordert einen Bericht von der zweiten Frauenbundesliga und soll ihn bekommen.

 

Es war eine klare Angelegenheit gegen den Tabellendritten, unseren Reisepartner aus Steinfurt.

Steinfurt war nicht ganz in der starken Besetzung angetreten, in der sie die ersten vier Runden bestritten hatten. Wir hatten Alessia Ciolacu, die gegen Schwerte in der Verbandsliga antreten musste (Bericht folgt beizeiten), durch WGM Iulia Ionica ersetzt. Damit spielten wir mit WGM Luminita Cosma und WGM Carmen Voicu-Jagodzinsky an den ersten beiden Brettern. An Brett vier kam Lisa-Marie Möller zu ihrem dritten Einsatz. Valerija Naumenko und Linda Becker sind die heimischen Nachwuchsspielerinnen, die fest in der Mannschaft spielen. Es bleibt beim bewährten Konzept, dass die eigenen Nachwuchskräfte nachweisen müssen, dass sie in der Liga zur Spitze gehören, damit sie mit großmeisterlicher Unterstützung den nächsten Schritt machen können.

 

Abgesehen von mitreisenden Vätern war auch Edelkiebitz Dominik wieder vor Ort und befand bereits nach 30 Minuten, dass heute ein 6-0 für uns möglich war.

 

Und so kam es dann auch.

Valerija brachte uns nach knapp 90 Minuten in Führung.

Als ich mit ihr um 12.30 aufbrach, standen Carmen und Julia bereits klar besser. Zudem hatte Linda Materialvorteil. Die drei gewannen dann auch. Gleiches galt für Luminita, die sehr fürh in enorme Zeitnot geraten war, aber alle Klippen umsichtig umschiffte.

Letztlich gewann auch Lisa-Marie.

 

Während meiner Partie in Schwerte (dieses traurige Kapitel beleuchten wir demnächst) informierte mich Valerija über das 3-3 in Lübeck.

 

Jetzt müssen wir nur noch zwei Punkte am letzten Wochenende erzielen, damit Hemer einen Bundesligisten hat.

 

Vorschau auf die 2. Frauenbundesliga

Am Samstag gibt es die Heimpremiere des Schachvereins Hemer auf Bundesebene.

Die Frauenmannschaft trifft in der 2. Frauenbundesliga auf die zweite Mannschaft des Hamburger Schachklubs. Parallel spielen unsere Reisepartnerinnen aus Steinfurt gegen die Mannschaft aus Delmenhorst.

Um dem Spiel einen würdigen Rahmen zu geben, wird die Doppelrunde in der großen Aula des Woeste-Gymnasiums (Albert-Schweitzer-Straße 1, 58675 Hemer) gespielt.

Die Leiterin des Schulverwaltungs- und Sportamts Ute Baecker und Schulleiter Prof. Dr. Jörg Trelenberg haben unserem Wunsch nach repräsentativen Räumlichkeiten gerne entsprochen, so dass für Spielerinnen und Zuschauer ausreichend Platz zur Verfügung stehen wird.

Die Ligaleitung entsendet mit Klaus Deventer den renommiertesten Schiedsrichter des Deutschen Schachbundes, der u.a. im Frühjahr 2018 das Kandidatenturnier geleitet hat.

Verständlicherweise kann hier noch nicht im Detail auf die Aufstellung der Gastgeberinnen eingegangen werden. Wir sind aber zuversichtlich, dass wir eine schlagkräftige Mannschaft ins Rennen schicken werden, die erstmals von Moritz Runte betreut werden wird.

Zahlreiche Ehrengäste haben ihren Besuch angekündigt.

Selbstverständlich wird Bürgermeister Michael Heilmann zum Spiel kommen.

Auch die heimischen Landtagsabgeordneten Inge Blask und Marco Voge werden sich den ersten Auftritt der Hemeranerinnen in der 2. Bundesliga nicht entgehen lassen.

Vom Deutschen Schachbund wird Vizepräsident Dr. Hans-Jürgen Weyer und vom Schachbund NRW Vizepräsident Olaf Winterwerb zu Besuch sein.

Für diese und natürlich alle anderen Zuschauer werden die Partien von Marcus Schmücker live vor Ort kommentiert.

Wer selber spielen will, kann dies auch tun. Eine der Spielerinnen, die zumindest am Samstag nicht zum Einsatz kommen wird, wird gegen bis zu 20 Interessierte ab 14.30 simultan spielen.

 

Der Eintritt ist frei. 


2. Bundesliga im Schach am 14./15. Dezember im Woeste-Gymnasium

Der Schachverein Hemer lädt ein zum Heimspielwochenende der 2. Frauenbundesliga West.
Die Tabellenführerinnen des SV Hemer treffen in der Aula des
Woeste-Gymnasiums, Albert-Schweitzer-Straße 1, 58675 Hemer, auf die zweite Mannschaft des größten deutschen Schachvereins, den Hamburger Schachklub und auf den Delmenhorster SK. Zudem spielen am Sonntag noch die Jugendmannschaften des Schachvereins. Die erste Jugendmannschaft spielt genau wie die Frauenmannschaft um den Aufstieg in die Bundesliga.

Zum bislang hochklassigsten Schachereignis in Hemer laden wir interessierte Zuschauer ganz herzlich ein.

Bei Speisen und Getränken besteht die Möglichkeit, sich vom erfahrenen Schachtrainer Marcus Schmücker die Partien in der Mensa des Gymnasiums die Entwicklungen auf den Brettern erklären zu lassen und Fragen zu stellen. Marcus wird nicht nur während der Partien immer wieder Gäste begrüßen, sondern nach ihren Partien werden die Spielerinnen der Gastgeberinnen ihre Partien dort erklären und Fragen beantworten.

Und wer selbst spielen möchte, kann am Samstag gegen eine der Hemeraner Spielerinnen im Simultanspiel antreten.

 

Erleben Sie die Faszination des königlichen Spiels und seien Sie dabei, wenn Hemers höchstklassig spielende Sportmannschaft ihr Heimdebüt in der 2. Bundesliga gibt.

 

Programm

 

14.12.2019

13.30: Einlass

13.45: Bekanntgabe der Mannschaftsaufstellungen

14.00: 3. Runde der Frauenbundesliga

SV Hemer – Hamburger SK II

SC Steinfurt – Delmenhorster SK

14.15: Beginn der Livekommentierung

14.30: Simultan mit einer Spielerin der Frauenmannschaft des SV Hemer

 

15.12.2019

08.30: Einlass

08.45: Bekanntgabe der Mannschaftsaufstellungen

09.00: 4. Runde der 2. Frauenbundesliga

Delmenhorster SK – SV Hemer

Hamburger SK II – SC Steinfurt

09.15: Beginn der Livekommentierung

10.45: Bekanntgabe der Mannschaftsaufstellungen der NRW-Jugendliga

11.00: 3. Runde der NRW-Jugendliga U20

SV Hemer I – SF Greven

SV Hemer II – Brackweder SK


Die Partie des Wochenendes

Beginnend mit der ersten Doppelrunde in Mülheim wollen wir an jedem Spielwochenende die Partie des Wochenendes und die dazugehörige Hemeraner vorstellen.

Die Auswahl fällt an diesem Wochenende besonders schwer, weil es einige sehr gute Partien gegeben hat.

So hat beispielsweise Valerija Naumenko eine hervorragende Angriffspartie bei ihrem Debüt in der 2. Bundesliga gespielt. Am Sonntag war Carmen Voicu-Jagodzinskys Sieg ebenfalls sehr sehenswert und damit auch in der engeren Auswahl.

Aber letztlich haben wir uns für die Partie von Linda Becker gegen Agnes Stoer (SV Mülheim-Nord) entschieden.

Kurz einige Informationen zu Linda:

 

Die 13-jährige Schülerin ist im Sommer aus Plettenberg zum Schachverein Hemer gewechselt. Seit 2016 hat sie sich jedes Jahr für die Deutschen Jugendeinzelmeisterschaften qualifiziert. Ihr bislang bestes Resultat war Platz sieben in der U10w 2016.

2018 (U12w) und 2019 (U14w) wurde sie NRW-Meisterin.

Sie ist seit 2018 Mitglied des NRW-Kaders.

Aufgrund der umfangreicheren Trainingsmöglichkeiten und der Möglichkeit, in der 2. Frauenbundesliga und der NRW-Jugendliga zu spielen, entschied Linda sich zum Wechsel von Plettenberg zum SV Hemer.

Bei dieser Gelegenheit sollen die Verdienste ihres Heimatvereins, der SVG Plettenberg und vom ehemaligen Verbandskadertrainer Thomas Franke, der intensiv mit Linda gearbeitet hat, nicht unerwähnt bleiben.

 

Ebenfalls erwähnt werden soll die Fahrschule Block & Kirchhoff (https://www.fs-block-kirchhoff.de/), die Lindas sportliche Entwicklung in dieser Saison unterstützt.


Nun aber zur Partie: Linda spielte mit Weiß. Ihre Gegnerin hatte am Vortag pausiert.

Die DWZ von Linda (1688) und ihrer Gegnerin (1680) waren ungefähr gleich. Die Elozahl von Linda (1583) war schlechter als die ihrer Gegnerin (1879).

 

Es war an diesem Sonntag die einzige Partie, in der unsere Spielerin nicht die klare Favoritin war.    

 

Hier der direkte Link zur Partie...


Spitzenreiter

(Ein Bericht von Andreas Jagodzinsky, 15.09.2019)

 

Es war ein tolles Wochenende für den SV Hemer. In der 2. Frauenbundesliga gelangen unseren Frauen in Mülheim vier Mannschaftspunkte.

Besonders Alessia Ciolacu und Linda Becker werden mit ihrem 2/2 Einstand in die zweithöchste Liga sicher sehr zufrieden sein.

 

Aber insgesamt war es eine geschlossene Mannschaftsleistung.

 

Heute rückte Kathrin Sewald für Valerija Naumenko rein, die auf Klassenfahrt ging.

Linda Becker übernahm schnell die Initiative. Zudem konnte man bei Alessia Ciolacus Gegnerin keine nennenswerte Initiative für den geopferten Bauern erkennen. Auch Carmen Voicu-Jagodzinsky setzte ihre Gegnerin früh unter Druck.

Nur Luminita Cosma sah sich einer gefährlichen gegnerischen Initiative ausgesetzt. Aber bei beiderseits bestem Spiel gelang es keiner Spielerin, in Vorteil zu kommen.

 

Es war schließlich Linda, die die Führung besorgte.

Beim Stand von 1,5-0,5 dauerte es bis nach meiner Abreise, ehe Carmen und Lisa-Marie Möller vorzeitig den Sieg sicherstellten. Erfreulich, dass Lisa-Marie sich so gut erholt von der gestrigen Niederlage zeigte.

 

Als Luminita und ich schon wieder in Hemer waren, gewann auch Alessia. Leider konnte Kathrin ihren Vorteil nicht verwerten und musste - wie schon Lisa-Marie am Vortag - bei ihrem Debüt für Hemer eine Niederlage quittieren. Aber auch bei ihr bin ich mir sicher, dass das schon im nächsten Spiel ganz anders aussehen wird.

 

Am 14. und 15. Dezember steht das Heimspielwochenende auf dem Programm, bei dem wir unsere Tabellenführung verteidigen wollen.

 

Hier gibt es den Live-Ticker zum nachlesen...

 

Hier der Link zum Ergebnisdienst: https://www.schachbund.de/SchachBL/bedh.php?liga=fb22 

 

 

Spitzenspiel in Mülheim - Der Liveticker

(Andreas Jagodzinsky, 15.09.2019)

 

19.29:

Entschuldigung vielmals. Wegen des Verbandsligaspiels Hemer-Hagen schulde ich noch das Endergebnis. Kathrin verlor leider noch, so dass der Kampf mit 4,4-1,5 endet. Hemer ist damit Tabellenführer.

13.25:

Und jetzt erhöht Alessia Ciolacu auf 4,5-0,5. Ein toller Einstand für unsere neue Spielerin.

 

12.55:

Carmen Voicu-Jagodzinsky und Lisa-Marie Möller haben gewonnen. Damit ist auch Sieg Nr. 2 unter Dach und Fach.

 

11.54:

Jetzt hat auch Alessia ihr Remisangebot abgelehnt.

 

11.08:

Linda bringt uns in Führung.

Lisa-Marie hat ein Remisangebot stehen.

 

11.00:

Nein, doch Remis bei Luminita.

0,5-0,5.

 

10.57:

Luminita spielt weiter. Linda zaubert jetzt.

 

10.47:

Luminitas Gegnerin hat gerade Remis angeboten.

Mal sehen, wie unsere Spielerin sich entscheidet.

 

10.44:

Linda steht nach Meinung aller "Experten" klar besser.

 

10.23:

Brett 1 wird unter den Mitreisenden intensiv diskutiert. Weiß hat einen wirklich bedrohlich anmutenden Angriff. Aber die Zuschauer sind auch um einiges schwächer als Luminita.

 

10.07:

Jetzt kommt die Meldung eines unserer Spielbeobachter, der ziemlich optimistisch wirkt. Das ist ja wie im Stadion: von oben sieht man mehr.

 

10.05:

Bei Linda hat man den Eindruck, dass sie sehr angenehm steht. Ich würde jedenfalls lieber die weiße Stellung spielen.

Gleiches gilt für Kathrin, die eine starke Initiative zu haben scheint.

Etwas unklar ist mir die Stellung an Brett 1. Die weiße Initiative sieht gefährlich aus. Aber Luminita wird schon wissen, was sie macht. Insgesamt macht das Match einen angenehmen Eindruck.

 

09.42:

Manchmal kann man ja aus der Zeitverteilung in der Eröffnung Rückschlüsse ziehen. Wer schnell zieht, kennt entweder die Variante oder fühlt sich ziemlich sicher. Wer langsam spielt, versucht sich vielleicht zu erinnern oder kennt die Variante nicht so gut. Daneben gibt es natürlich auch Versuche, die Gegnerin zu täuschen.

Klare Bedenkzeitvorteile weist Lisa-Marie Möller in einer Benonistellung auf. Hier spricht viel dafür, dass sie sich gut auskennt.

Auch Carmen Voicu-Jagodzinsky verfügt über einen moderaten Zeitvorteil in einer Sizilianischstellung, in der aber nicht viel los ist.

Bei Linda Becker, die auch zehn Minuten mehr auf der Uhr hat, schwanke ich noch zwischen Kenntnis der Variante oder purem Selbstbewusstsein, dass man hier einfach mal ein Bauernopfer anbieten kann.

Das soll dann man der Reporter im Innenraum nach dem Spiel erfragen.

Luminita Cosma hat mehr Zeit verbraucht als ihre schnell spielende Gegnerin. Im London_System hat die Weiße schnell h4 nebst Th3 gespielt. Ich vermute, unsere beste Spielerin versucht, sich Klarheit darüber zu verschaffen, ob dieses ungewöhnliche Manöver hier gut ist.

Alessia Ciolacu hat einen kleinen Zeitvorteil in einer Gambitvariante der offenen Spiele. Gehen wir mal davon aus, dass sie weiß, was sie tut.

Nicht nur sportlich mit dem gestrigen Punktgewinn sondern auch menschlich hat sie sich gut in die Gruppe eingefunden.

 

 

09.33:

Herzlich willkommen aus Mülheim zur zweiten Runde der Frauenbundesliga. Ich mache mal so lange, bis ich zum Verbandsligaspiel gegen Hagen aufbrechen muss (oder auch nicht - sollen die Gegner sich doch den Kopf zerbrechen). Dass Marcus gleich für Iserlohn spielen wird, habe ich hiermit verraten (oder nicht - vielleicht macht der ja gleich weiter).

 

Im Spitzenspiel gegen Mülheim haben die Partien begonnen. Beide Mannschaften haben ihre Aufstellung im Vergleich zu gestern verändert.

 

Bei den Eröffnungen hat 1.e4 klar gewonnen. Carmen Voicu-Jagodzinsky, Kathrin Sewald und Linda Becker haben mit dem Lieblingszug von Bobby Fischer begonnen. Alessia Ciolacu sieht sich als Schwarze mit 1.e4 konfrontiert.

1.d4 kam an den Brettern von Luminita Cosma und Lisa-Marie Möller, die beide mit Schwarz spielen.

 

09.00:

Am Sonntagmorgen steht bereits um 09.00 Uhr die zweite Runde der 2. Frauenbundesliga auf dem Programm.

Mit Mülheim ist der Gastgeber des Wochenendes der Gegner. Zunächst einmal ein Lob an die Gastgeber um Mannschaftsführer Daniel Hausrath. Wie gewohnt ist alles bestens organisiert. Nun wollen wir hoffen, dass es uns dieses Mal besser ergeht als vor zwei Jahren. Durch die rumänische Superliga arg gebeutelt mussten wir ohne Spieler über 1800 antreten und verloren damals in der Regionalliga mit 0,5-3,5, wenngleich insbesondere bei Julia Manus mehr drin war. Am Ende fehlte ein halber Punkt zum Aufstieg.

Von der damaligen Mannschaft ist heute niemand am Start. Valerija Naumenko ist bereits auf dem Weg nach Spanien zur Klassenfahrt.

Für sie rückt Kathrin Sewald in die Mannschaft. Die Dritte der DJEM U18w des Vorjahres gibt ihr Debüt als Gastspielerin des SV Hemer.

Sie ersetzt Valerija aber nicht unmittelbar, sondern rückt an Brett vier in die Mannschaft, so dass Lisa-Marie Möller an Brett fünf spielen wird. Zumindest an den Brettern vier und fünf wurde die Vorbereitung der Gegnerinnen hoffentlich erschwert.

 

Und nun heißt es Daumendrücken für unsere Mannschaft.

Ob es heute für einen Liveticker reichen wird, ist unklar. Marcus und ich müssen leider beide spielen.

 

Aber ein ausführlicher Abschlussbericht am Abend ist versprochen.

Als Neuling an die Tabellenspitze

 

 

Aktuell läuft noch eine Partie in der 2. Bundesliga, so dass der SV Hemer zwar noch eingeholt, aber nicht mehr überholt werden kann.

Und somit steht fest, dass der Neuling aus der Regionalliga West Tabellenführer der 2. Bundesliga West nach dem ersten Spieltag ist.

 

Schnell zeichnete sich ab, dass irgendetwas bei den ersten beiden Brettern des SK Langen fürchterlich schief gelaufen war und sie nicht mehr rechtzeitig zum Spielort kommen würden. Luminita Cosma kam somit zu ihrem fünften kampflosen Sieg in Folge. Statistiker mögen nachschauen, ob es das schon einmal gegeben hat.

Auch Carmen Voicu-Jagodzinskys "Arbeitstag" war nach 30 Minuten beendet, worauf die zwei Spitzenspielerinnen in die Stadt gingen ("Handtasche" lautet das Stichwort).

 

An den anderen Brettern gab es einige interessante Momente. Während Alessia Ciolacu in ihrem ersten Spiel für den SV Hemer genau wie unsere Gastspielerin Lisa-Marie Möller angenehme aber nicht besonders spektakuläre Stellungen hatten, war es bei unseren weiteren Jugendspielerinnen wesentlich lebhafter. Es wurde fast gkleichzeitig taktisch. Linda nutzte aus, dass der gegnerische König im Zentrum feststeckte und öffnete die Mitte. Auf einmal spielten alle ihre Figuren.

Valerijas Gegnerin hatte bei heterogenen Rochaden frühzeitig einen Läufer geopfert. Aber Valerija hatte richtig eingeschätzt, dass ihre Königsstellung verteidigungsfähig war. Vor allem der gegnerische b-Bauer auf b2 schützte Valerijas König ganz ausgezeichnet.

Als Linda dann gewann, zeichnete sich auch bei Valerija der Sieg ab. Sie opferte dann selbst eine Figur und gewann schnell.

Mit dem 4-0 war der erste Mannschaftssieg des SV Hemer in der 2. Bundesliga geschafft.

Als Carmen und Luminita aus der Stadt zurückkamen, lag ein 6-0 im Bereich des Möglichen. Doch plötzlich ging es ganz schnell. Alessia gewann und erhöhte auf 5-0. Aber bei Lisa-Marie ging etwas daneben. Plötzlich stand sie klar schlechter. Sie kürzte ihr Leiden ab und überschritt in schlechter wenngleich noch nicht hoffnungsloser Stellung die Zeit.

Aber wenigstens war es eine Niederlage, die für das Endresultat nicht wichtig war. Sicher wird Lisa-Marie, die über die meisten 2.-Liga-Einsätze im Team verfügt noch wichtige Punke erzielen. 

 


Live-Ticker 2. Bundesliga Spieltag 1

(Marcus Schmücker in Zusammenarbeit mit Andreas Jagodzinsky)

 

17:46 Uhr

 

In schwieriger Stellung überschreitet Lisa-Marie die Zeit. Hemer gewinnt seine 2.Liga Premiere mit 5-1.

 

17:41 Uhr

 

Alessia erhöht auf 5-0. Lisa-Marie steht kritisch. Irgendwas ist schiefgelaufen.

 

17:40 Uhr

 

Und jetzt steht auch Alessio auf Gewinn. Lisa-Marie hat ein besseres Endspiel.

 

17:04 Uhr

 

Die Fans bejubeln den Sieg.

 

16:43 Uhr

 

Valerija entscheidet sich zum Glück für den nervenschonenden Damengewinn, statt Matt in 4. Die Gegnerin gibt sofort auf. 4-0!

 

16:32 Uhr

 

Die NRW-Vizemeisterin der U16w aus 2018 steht jetzt auf Gewinn. Da darf eigentlich nichts mehr anbrennen.

 

16:25 Uhr

 

Valerijas Gegnerin hat die Figur geopfert aber Valerija die Kompensation dafür. Zumindest scheint es aktuell so. Und die bessere Zeit hat unsere Spielerin auch. Valerika hatte keine gute Saison, wobei es auch schwer war, 2017/18 auch nur zu bestätigen, geschweige denn zu übertreffen. Aber heute zeigt sie bislang eine tolle Leistung.

 

16:11 Uhr

 

Mit dem Sieg an Brett 6 steht fest, das Hemer gleich zum Auftakt Punkten wird. Jetzt liegt es an Alessia, Lisa-Marie und Valerija, den doppelten Punktegewinn sicherzustellen.

 

15:55 Uhr

 

3-0 Linda

 

15:46 Uhr

 

Bei Linda sollte gleich Schluss sein.

 

15:43 Uhr

 

Taktik bei Linda, die die Dame gewinnt.

 

15:36 Uhr

 

Bei Linda und Valerija wird es taktisch. Allerdings sieht es bei Linda so aus, als ob sie einen Bauern gewinnen kann und gut steht, während Valerijas Gegnerin eine Figur für Angriff gegeben hat. Die Stellung ist extrem kompliziert.

 

Ein paar Infos über Linda: Sie hat sich seit der U10 2016 in jedem Jahr für die Deutschen Jugendmeisterschaften qualifiziert und ist amtierende NRW-Meisterin U14w (2018: NRW-Meisterin U12w).

 

15:18 Uhr

 

Die Stellung ( unser Brett 3) gab es doch sicher schon?

 

15:00 Uhr

 

Valerija mit einer scharfen Stellung mit heterogenen Rochaden. Heute mit einer sehr guten Zeiteinteilung, zumindest bislang!

 

Hier kann man den Zwischenstand aller Mannschaften sehen: https://www.schachbund.de/SchachBL/bede.php?liga=fb22&runde=1

 

14:47 Uhr

 

Nach den kampflosen Punkten an Brett 1+2, tauchen erste Sorgenfalten beim Mannschaftsführer auf. 

"Wir gehen ins Zentrum", meldete Carmen Voicu-Jagodzinsky sich ab.

 

14:39 Uhr

 

Das sieht doch sehr klassisch aus und stand bei Botwinnik bestimmt schon auf dem Brett. Alessia ist noch 14. rumänische Jugendnationalspielerin und neu in Hemer.

 

2:0 für Hemer. 

 

14:36 Uhr

 

30 Minuten nach Spielbeginn und wer hat noch keinen Gegner? 5x kampflos in Serie zeichnet sich ab.

 

 

14:29 Uhr 

 

Zwei weitere Bilder mit den ersten Auswärtsfans.

 

14:23 Uhr

 

Die ersten Bilder vom Kampf sind da. Bei Linda sieht mir das verdächtig nach dem London-System aus.

 

14:15 Uhr

 

Wie bei einem Fussballspiel ein paar Zahlen:

 

Der Eloschnitt von uns liegt bei: 1963

Altersdurchschnitt: 24

 

Cosma = 167 Einsätze für die rumänische Nationalmannschaft (+63 =70 -34)

Voicu-Jagodzinsky = 52 Einsätze für die rumänische Nationalmannschaft (+17 =22 -13)

 

 

14:05 Uhr

 

Brett 1 und 2 beim Gegner fehlen noch. Angeblich sind die in Köln Mühlheim.

 

14:00 Uhr

 

Unsere Mannschaft tritt folgendermaßen an:

 

1 WGM Cosma (ELO 2315)
2 WGM Voicu-Jagodzinsky (2252)
3 WFM Ciolacu (2069)
4 Möller (1955)
5 Naumenko (1604)
6 Becker (1583)

 

 

 

11.45:

Wenn die Partien gleich beginnen, dann ist die Frauenmannschaft die höchstklassig spielende Mannschaft der Vereinsgeschichte im Erwachsenenbereich. Bislang war das die erste Mannschaft, die 1981/82 für ein Jahr in der NRW-Liga spielte. Es war die bislang erfolgreichste Phase der ersten Mannschaft, die insgesamt sechs Jahre in der Verbandsliga bzw. höher spielte. Es dauerte bis 2017, ehe eine Verbandsligamannschaft des SV Hemer nicht sofort wieder abstieg.

1981/82 gingen folgende Spieler für den SV Hemer an die Bretter: Sirringhaus, Scheffer, Walter, Schumacher, Reinhardt, Michael Kistner, Cloosters, Schäfer und Klüting.

Andreas Reinhardt spielt bis heute ununterbrochen für den SV Hemer. Reiner Klüting ist seit letztem Jahr wieder an Bord. Es wird gemunkelt, dass er sich das Spiel in Mülheim heute nicht entgehen lässt.

 

11.27:

In Kürze beginnt die Anreise zum Spielort. Zum Glück wurden wir von kurzfristigen Absagen am Spieltag verschont. Damit sollte nichts mehr die Konzentration der Spielerinnen stören.

 

07.29:

Zu den Saisonzielen befragt, gab es gestern seitens der Mannschaftsführung keine konkrete Antwort: "Wir schauen von Spiel zu Spiel und nehmen jeden Gegner ernst."

 

06.38:

In knapp siebeneinhalb Stunden beginnt für den SV Hemer die 2. Bundesliga.

Es geht nach Mülheim gegen den SK Langen.

Im gestrigen Abschlusstraining war die Stimmung gut.

Die Mannschaftsaufstellung für das Wochenende steht, wird aber natürlich noch nicht bekanntgegeben.

Wie schon beim 10-Städteturnier hat aber Carmen Voicu-Jagodzinsky auf der Abschlusspressekonferenz eine Stammplatzgarantie ausgesprochen bekommen.

 

Die Geschichte des Hemeraner Frauenschachs

Teil 2: 2006 - 2019

(Ein Bericht von Andreas Jagodzinsky, 11.09.2019)

2004/05 hatten wir Carmen Voicu für den Verein gemeldet. Sie kam zwar weder nach Deutschland, noch zum Einsatz für uns, aber zumindest spekulierten die gegnerischen Mannschaften über unsere Aufstellung.

Nachdem in der Saison 2005/2006 niemand mehr unseren Aufstellungstrick ernstnahm, tauchte sie plötzlich im Februar 2006 im Vereinslokal der SVG Plettenberg beim Viererpokalspiel auf. Plettenberg hatte mit einem leichten Sieg gerechnet, auf den Einsatz von Titelträgern in Anbetracht des schweren Spiels in der NRW-Liga am Folgetag verzichtet und erlebte – immer noch mit vier Spielern über 2100 angetreten – ein Debakel. Nach einem korrekten Remis von mir an Brett eins gewannen wir an Brett vier. An Carmens Brett zwei und an Brett drei mussten die gegnerischen Spieler in schlechteren Stellungen ins Remis einwilligen. Ansonsten wäre es angesichts der Stellungen ein 3,5-0,5 für uns geworden.

Im ersten Mannschaftskampf der Saison 2006/07 trat Carmen am Spitzenbrett für Hemer gegen Bernd Rittmeier an. Carmen hatte im Sommer ihre letzten Großmeisternormen erzielt, ihre ELO auf über 2300 verbessert und setzte den König ihres mit Schwarz spielenden Gegners nach etwa 20 Zügen auf ihrer eigenen ersten Reihe matt.

Wann immer sie in Deutschland war, spielte sie für unsere erste Mannschaft und führte uns zu einem souveränen Aufstieg in die Verbandsliga.

Den Abstieg in der Folgesaison konnte sie allerdings auch nicht verhindern. Zum Teil war sie wegen Einsätzen für die Nationalmannschaft oder wichtigen internationalen Turnieren verhindert. Zum großen Teil fehlte uns einfach an vielen Brettern die Schlagkraft für die Verbandsliga.

Sie hielt uns mit ihren Siegen noch einige Jahre in der Verbandsklasse, ehe auch ihre Spielstärke den Substanzverlust der Mannschaft nicht mehr kaschieren konnte. Von den Hemeraner Eigengewächsen waren Marc Störing und ich immer noch die jüngsten Spieler der ersten Mannschaft wie schon knapp 20 Jahre zuvor.

Zwar half sie sogar in der Bezirksliga noch beim direkten Wiederaufstieg und war maßgeblich am bislang letzten Verbandsligaaufstieg beteiligt. Aber mehr und mehr zog sie sich aus den Mannschaftskämpfen zurück.

Bis heute ist sie die elostärkste Spielerin, die jemals in einem Mannschaftskampf für Hemer gespielt hat.

Ab 2011 engagierte sie sich dann am Woeste-Gymnasium im Schulschach und später im Vereinsjugendschach. Mit Kim Drees trainierte schnell ein spielstarkes Mädchen in ihrer Gruppe. Julia Manus und Valerija Naumenko folgten schnell.

Als schließlich Sara von Bargen hinzukam, wurde der zweite Versuch unternommen, eine Mädchenmannschaft aufzustellen.

Mit der damaligen U10-Spielerin Linda Becker als Gastspielerin wurde die Qualifikation zur DVM in Düsseldorf erreicht.

Für die DVM konnte Isabel Otterpohl als Gastspielerin gewonnen werden.

Nur eine Schlussrundenniederlage verhinderte ein Top 10-Ergebnis.

Aber die Spielerinnen konnten mit dem Resultat zufrieden sein: https://www.deutsche-schachjugend.de/2016/dvm-u14w/sv-hemer/.

Allen voran Valerija Naumenko, die mit 5,5/7 vollständig überzeugen konnte.

Parallel hatte der Aufbau einer Frauenmannschaft begonnen.

Mit der rumänischen Nationalspielerin Luminita Cosma stieß hochkarätige Verstärkung zum SV Hemer.

Sie debütierte in der Verbandsligamannschaft mit einem Sieg gegen Bergneustadt.

Einsätze in der Frauenmannschaft waren nicht erforderlich, weil es keine weiteren Teilnehmer zum Aufstiegsturnier in die Regionalliga gab.


Die Zielsetzung für die erste Saison in der Regionalliga war klar. Mit Carmen stand ein spielstarkes erstes Brett zur Verfügung, die auf Gegnerinnen mit 200 bis 500 DWZ-Punkten weniger treffen würde. Aber die Jugendspielerinnen sollten beweisen, dass sie den Aufstieg in die 2. Bundesliga weitgehend ohne zusätzliche Unterstützung schaffen könnten. Nur für den Fall, dass am letzten Spieltag Aufstiegschancen bestehen sollten, würde Luminita eingesetzt werden.

Der erste Auftritt einer Hemeraner Frauenmannschaft endete mit einem 3-1 in Münster.

Leider fehlte im Spiel gegen Zweitligaabsteiger Mülheim Carmen wegen der rumänischen Meisterschaft. Wir verloren trotz großem Kampf mit 0,5-3,5. Am letzten Spieltag hatten wir noch eine Chance. Oder besser gesagt, einige Stunden vor dem letzten Spieltag. Als Aachen sein Spiel 0-4 abgab, stand Mülheim als Aufsteiger fest. Aachen hatte es ohne eine gespielte Partie auf 6-4 Mannschaftspunkte und 12-8 Brettpunkte gebracht. Unser 4-0 gegen Solingen war wegen eines halben zu wenig erzielten Brettpunktes gegen Mülheim wertlos.

Gewinnerin der Saison war Valerija Naumenko, die sich als erste Hemeraner Spielerin für eine Deutsche Jugendeinzelmeisterschaft qualifizierte. Sie wurde NRW-Vizemeisterin und hielt bei der DJEM gut mit und beendete das Turnier mit 4/9.

Im Sommer verloren wir unsere Gastspielerin. Aber Verstärkung bahnte sich an. Aus Spanien stieß Catriona Dartmann Aubanell zu uns. Dieses Mal wollten wir nichts dem Zufall überlassen. Für die ersten drei Spiele planten wir mit Luminita und Carmen an Brett eins und zwei. Doch schnell wurde die Saison zum Ärgernis. In Runde zwei wurde Brett eins aus taktischen Gründen von unseren Gegnerinnen freigelassen. In Runde drei bekamen unsere Gegnerinnen keine Mannschaft zusammen. Der erste Eindruck auf Catriona vom Regionalligaschach war sicher nicht der beste.

Im Dezember entschieden wir, jetzt überhaupt kein Risiko mehr einzugehen. Für die letzten beiden Spiele wurden Luminita und unsere dritte Großmeisterin Iulia Ionica eingeplant.

Wir besiegten auch Porz in der Vorschlussrunde und entführten nicht nur zwei mannschaftspunkte aus dem Rheinland, wo 19 Jahre zuvor die Geschichte der Hemeraner Frauenmannschaft ihren Ausgangspunkt hatte, sondern vereinbarten auch gleich noch mit Kathrin Sewald, Katharina Ricken und Linda Becker, dass sie im Falle eines Aufstiegs in der 2. Bundesliga für uns spielen würden. Für den Fall des Nichtaufstiegs hingegen war der Ausstieg aus dem Frauenschach ebenso sicher, weil wir uns eine weitere Saison nicht angetan hätten. Luminita hatte wieder kampflos gewonnen.

Es passte zur bisherigen Saison, dass Solingen für das letzte Spiel keine Mannschaft zusammenbekam und – sehr rechtzeitig, was ich ihnen hoch anrechne – das Spiel absagte.

Und da stehen wir nun, fast 20 Jahre nach den ersten Versuchen, im Mädchen- und Frauenschach Fuß zu fassen.

 

 

Mit dem Beginn des Spiels gegen den SK Langen geht es dann hoffentlich in die nächsten 20 Jahre, in denen keine 15 Jahre zwischen den Mannschaftskämpfen liegen. 


Die Geschichte des Hemeraner Frauenschachs

Teil 1: 1932 - 2006

(Ein Bericht von Andreas Jagodzinsky, 10.09.2019)

 

Wenn Hemer am kommenden Wochenende zu seinem ersten Punktspiel in der 2. Bundesliga antritt, ist dies der vorläufige sportliche Höhepunkt der bisherigen Vereinsgeschichte.

 

Wenn man die Statistik über den Mädchen- und Frauenanteil im Deutschen Schachbund (< 10%) kennt, dann verwundert es nicht, dass auch im SV Hemer der Frauenanteil in den ersten knapp 85 Jahren der Vereinsgeschichte zwischen null und unter 10% pendelte.

Mir fiel neulich eine alte Festschrift zum 60-jährigen Vereinsjubiläum in die Hände. Nennenswerte schachliche Aktivitäten von schachspielenden Frauen sind dort nicht verzeichnet. Mehr als einzelne Mädchen im Verein zu verschiedenen Zeiten gab es nie.

Als ich 1997 Jugendwart wurde, hielt ich es irgendwann für eine gute Idee, einen Mädchenkurs anzubieten. Der Gedanke dahinter war der, dass wir ohnehin zu der Zeit nur einen Jugendlichen hatten. Wenn wir Jungen im Alter von etwa zehn Jahren finden würden, dann würden diese vielleicht mal irgendwann in ferner Zukunft bestenfalls auf Verbandsebene mit einer Jugendmannschaft spielen. Mädchen mit einer vergleichbaren Spielstärke würden hingegen gleich auf NRW-Ebene beginnen.

2000 boten wir schließlich einen Mädchenlehrgang an. Und mit über zehn Teilnehmerinnen wurde dieser gut angenommen.

Die Mannschaft bestritt ihr erstes Spiel der NRW-Meisterschaften U14w in Porz und verlor 0-4. Das wurde unser Standardergebnis, ehe wir im vierten und letzten Spiel gegen eine andere Mannschaft, die ebenfalls nur aus Anfängerinnen bestand, mit 4-0 gewinnen konnten.

Wenn ich mich richtig erinnere, waren die Fahrtzeiten länger als die Spielzeiten. Aber auf Platz vier (von fünf) hatten wir das letzte DVM-Ticket nach Greifswald gelöst.

Das Trainerteam um Roland Zitzewitz, Detlef Zielert und mich war begeistert. Die Eltern zogen mit, und wir planten die Reise am Jahresende nach Greifswald.

Der mittlerweile 24-jährige Jugendwart war dermaßen berauscht, wie sein Plan aufgegangen war, dass er auf der nächsten Jahreshauptversammlung den Antrag einbrachte, im Vorstand den Posten des Frauen- und Mädchenwartes zu verankern.

Es wurde eine der denkwürdigsten Versammlungen der Vereinsgeschichte, die Anfang 2001 im Hotel Meise stattfand. Selbt eine Aufstellungsversammlung, Anfang der 90-er Jahre, bei der unser legendärer Jugendwart Rudi Schumacher und zwei weitere Vereinsmitglieder nacheinander im Laufe des Abends ihren Austritt erklärten, aber sich am Ende an der Theke des Bräuckens alles in Wohlgefallen auflöste, konnte nicht mithalten. Es kam zu einer langen Diskussion über diesen „neumodischen Blödsinn“. Man könne doch nicht die Jungen benachteiligen.

Der Antrag erhielt zwar eine knappe Mehrheit, verfehlte die notwendige 2/3-Mehrheit jedoch klar. Der damals seit zwei Jahren im Amt des Vorsitzenden amtierende Roland Zitzewitz erklärte, dass er ohne mich im Vorstand nicht wieder kandidiere, nachdem ich bekräftigte, wie vor der Abstimmung über die Satzungsänderung angekündigt, als Jugendwart nicht mehr zur Verfügung zu stehen.

Die Versammlung wurde mehrfach unterbrochen und gegen 0.00 Uhr ergebnislos beendet.

Eine neue Versammlung wurde für vier Wochen später terminiert. Bis dahin sollte der Vorstand weiter amtieren.

In den nächsten Tagen und Wochen wurde viel telefoniert. Niemand wollte 1. Vorsitzender sein. Roland hatte klar erklärt, nicht wieder kandidieren zu wollen.

Um die DVM-Teilnahme nicht zu gefährden, bot ich irgendwann an, das Amt pro forma und übergangsweise zu übernehmen. Christian Stiller sollte 2. Vorsitzender werden und sich um die Organisation des Zehn-Städte-Turniers 2002 in Hemer kümmern. Unser Ehrenvorsitzender Hugo Walendzik sollte die Vertretung des Vereins auf der Bezirksversammlung übernehmen.

Das mit der übergangsweisen Amtsübernahme muss man heute wohl als gescheitert ansehen.

 

Die Mädchen trainierten weiter fleißig. In der kommenden Saison traten die Mädchen mit Roland Zitzewitz am Spitzenbrett bei den Männern in der Kreisklasse an. Bei einigen „Traditionalisten“ dürfte Roland damit endgültig als „Vereinsschädiger“ unten durch gewesen sein. Ich hatte noch einen Bonus als Eigengewächs und zu unerfahren, zumal ich in dem Jahr auch zurück aus Bochum nach Hemer gewechselt war.

Die Mädchen traten zudem als Mannschaft auf NRW-Ebene in der U14w und U20w an.

In der U20w spielten sie angesichts einer starken Gastspielerin in jedem Spiel 2-2.

 

In der letzten Woche des Jahres fuhren wir dann nach Greifswald.

Als Trainer waren Detlef und ich dabei. Zudem waren die Eltern einer Spielerin mit, so dass wir auch weibliche Betreuung hatten.

Wir waren in jedem Spiel Außenseiter.

Wir bestätigten diese Rolle, in der wie jeden Kampf verloren: https://www.deutsche-schachjugend.de/2001/dvm-u14w/

Aber in der letzten Runde gewann Sara an Brett drei wenigstens die erste Partie für uns.

Wir fuhren trotzdem einigermaßen zufrieden zurück. Für den ersten Auftritt war das akzeptabel.

Sara war es auch, die von den eingesetzten Mädchen am längsten durchgehalten hat. Sie nahm an einigen NRW-Einzelmeisterschaften teil, spielte für die Männermannschaften und kam sogar zu einem Einsatz für die erste Mannschaft.

Aber leider hielten weder die anderen Spielerinnen durch, noch kamen neue Spielerinnen nach. Zwar erspielten wir uns sowohl in der U14w als auch der U20w (damals musste man sich noch qualifizieren) das Startrecht. Aber wir bekamen keine vier Spielerinnen zusammen, die zur DVM 2002 fahren wollten.

Die Kritiker fühlten sich bestärkt, obwohl die Jungen, die parallel begonnen hatten, schon viel früher das Handtuch geschmissen hatten. Aber das zählte nicht.

Roland und Detlef bemühten sich noch zwei Jahre, das Jugendschach aufrecht zu erhalten. Aber irgendwann passte es zeitlich bei Beiden nicht mehr.

Mitte des letzten Jahrzehnts lagen Mädchen- und Frauenschach genau wie das Jugendschach am Boden. Nur die gute sportliche Entwicklung der ersten Mannschaft kaschierte den sich längst abzeichnenden Niedergang des Vereins.

 

 

 


Neuvorstellung Frauenmannschaft

(Bericht von Andreas Jagonzinsky 21.05.2019)

 

Nach dem Aufstieg der Frauenmannschaft des Schachvereins Hemer in die 2. Bundesliga sind die Personalplanungen abgeschlossen.

 

Nachdem mit Lisa-Marie Möller, NRW-Vizemeisterin der U18 aus Paderborn, Linda Becker, NRW-Meisterin U14 aus Plettenberg, Katharina Ricken, Nr. 3 der deutschen U16-Rangliste und Katrin Sewald, Bronzemedaillengewinnerin der Deutschen Meisterschaften U18 im Vorjahr aus Köln, vier hochtalentierte Nachwuchsspielerinnen die Hemeraner Frauenmannschaft verstärken werden, kommt nun eine international erfahrene Jugendspielerin hinzu.

Die 14-jährige Rumänin Alessia-Mihaela Ciolacu gewann 2016 die EU-Meisterschaften der Altersklasse U12. Ihre bislang erfolgreichstes Jahr war das vergangene, als sie bei den Europameisterschaften im Schnellschach in der Altersklasse U14 die Bronzemedaille und mit der rumänischen U18-Mannschaft die Silbermedaille bei den Mannschaftseuropameisterschaften gewinnen konnte.

Ciolacu steht mittlerweile kurz vor ihrem Debüt in der rumänischen Frauennationalmannschaft.

Hemers Jugendtrainerin Carmen Voicu-Jagodzinsky war als Trainerin der deutschen U12-Mannschaft bei den Europameisterschaften 2018, wo ihr die rumänische Nachwuchsspielerin aufgefallen ist. Da die für Hemer am ersten Brett spielende Großmeisterin Luminta Cosma seit einigen Monaten mit Ciolacu trainiert, war der Wechsel möglich.

 

 

Die Mannschaft dürfte in Bestbesetzung auch in der 2. Bundesliga zu den stärksten Mannschaften gehören, so dass der angestrebte Klassenerhalt bei normalem Verlauf zu erreichen sein sollte.


Auch Katharina Ricken verstärkt die Frauenmannschaft

(Ein Bericht von Andreas Jagodzinsky, 18.05. 2019)

 

Mitte Mai stehen unsere Gastspielerinnen für die neue Saison in der zweiten Bundesliga fest.

Mit Katharina Ricken aus Krefeld kommt eine weitere talentierte Jugendspielerin in die Mannschaft.

Sie gehört im Jahrgang 2004 zur deutschen Spitze bei den Mädchen und hat für die Deutschen Meisterschaften in der U16 einen Freiplatz erhalten.

Zuletzt gelangen Katharina einige schöne Ergebnisse, die sie erstmals die DWZ-Marke von 1900 passieren ließen.

In der vergangenen Regionalligasaison war sie als Gastspielerin für die SG Porz aktiv. Zusammen mit Kathrin Sewald und Lisa-Marie Möller wird sie die Lücke zwischen den erfahrenen rumänischen Großmeisterinnen und den heimischen Nachwuchsspielerinnen aus Südwestfalen und Hemer im Kader schließen.

 

Das ist auch deshalb wichtig, weil es zu einer Änderung des Terminkalenders gekommen ist, so dass die Saison bereits im September beginnen wird, wo uns eine Überschneidung mit der rumänischen Superliga droht.

 

 

Wir freuen uns, dass wir eine weitere begabte junge Spielerin für die Mannschaft gewinnen konnten und sind uns sicher, dass Katharina zusammen mit den anderen Frauen und Mädchen eine spannende und erfolgreiche Auftaktsaison in der zweiten Bundesliga haben wird.


Noch ein Neuzugang für die Frauenmannschaft

(Ein Bericht von Andreas Jagodzinsky, 02.05.2019)

 

Wer aufmerksam zwischen den Zeilen der Berichterstattung der NRW-Meisterschaften gelesen hat, konnte es sich schon denken. Die NRW-Vizemeisterin der U18w wird in der neuen Saison ebenfalls als Gastspielerin die Frauenmannschaft des SV Hemer verstärken.

Lisa-Marie Möller hat in den vergangenen Jahren in Paderborn bereits Spielpraxis in der zweiten Liga sammeln können.

Es bestehen daher keine Zweifel, dass sie die erforderliche Spielstärke für diese Liga aufweist und ist als sofortige Verstärkung eingeplant.

Bei den gerade beendeten NRW-Meisterschaften musste sie nach einer überraschenden Niederlage einige bange Momente überstehen. Am Ende qualifizierte sie sich als Vizemeisterin jedoch für die Deutschen Jugendeinzelmeisterschaften in Willingen.

 

Damit sind fast alle Plätze in der Mannschaft besetzt. Die nächsten Vorstellungen folgen in Kürze.


Kathrin Sewald verstärkt Hemers Frauenmannschaft

(Ein Bericht von Andreas Jagodzinsky, 23.02.2019)

 

Nur wenige Tage nach dem Aufstieg der Frauenmannschaft in die 2.Bundesliga steht der erste Neuzugang für unsere Frauenmannschaft für die Saison 2019/20 fest. Von der SG Porz kommt Kathrin Sewald als Gastspielerin zum SV Hemer. In ihrem Jahrgang war sie viele Jahre die stärkste Jugendspielerin in NRW Von 2015-2018 gewann sie viermal in Folge die NRW-Einzelmeisterschaften in den Altersklassen U16 und U18. Im letzten Jahr konnte sie bei der Deutschen Jugendeinzelmeisterschaft in der U18w die Bronzemedaille gewinnen und nahm erfolgreich an den Jugendeuropameisterschaften teil und erreichte dort Platz 16. Mit der Jungenmannschaft der SG Porz wurde sie Ende des Jahres Deutsche Meisterin in der Altersklasse U20.

 

Sie zählt mit einer DWZ von über 2000 aktuell zu den 25 stärksten Frauen in NRW und ist die sechstbeste deutsche Spielerin in der U20, wobei ihre schachliche Entwicklung noch lange nicht abgeschlossen ist. Kathrin könnte in vielen Zweitligamannschaften an einem der Spitzenbretter spielen, hat sich aber aufgrund der sportlichen Perspektive unserer Mannschaft dafür entschieden, zukünftig für die Frauenmannschaft des SV Hemer anzutreten.

 

Wir sind froh, dass wir Kathrin für uns gewinnen konnten und damit unserem Ziel, mit talentierten Nachwuchsspielerinnen in der 2. Bundesliga antreten zu können, ein Stück nähergekommen sind. 

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Hemer ist Zweitligist

(Ein Bericht von Andreas Jagodzinsky, 06.02.2019)

 

Es ist der größte Erfolg der Vereinsgeschichte.

Die Frauenmannschaft des Schachvereins hat im zweiten Anlauf den Aufstieg in die zweite Bundesliga geschafft.

Eigentlich hätte am Sonntag noch das Duell gegen den unmittelbaren Verfolger aus Solingen auf dem Spielplan gestanden. Aber aufgrund von Personalproblemen mussten unsere Gegnerinnen das Spiel absagen.

Es ist natürlich bedauerlich, dass genau wie im letzten Jahr der Aufstieg letztlich durch ein kampfloses Resultat besiegelt worden ist. Aber wenigstens war dieses Mal keine weitere Mannschaft von der Absage betroffen, sondern der Tabellenführer selbst profitierte vom Ausfall. Dafür, dass Solingens Vorsitzender und Mannschaftsführer Oliver Kniest mit seiner frühzeitigen Absage unseren Spielerinnen unnötige Reisen erspart hat und für die aufrichtigen Glückwünsche zum Aufstieg an dieser Stelle mein Dank.

 

Der Aufstieg selbst kam nicht unerwartet, wenngleich an vier Brettern immer mal wieder eine Überraschung möglich ist.

In der Vorsaison ging es darum, Erfahrungen zu sammeln, weil aus unserer Sicht ein Aufstieg nur sinnvoll ist, wenn auch die eigenen Nachwuchsspielerinnen erkennen lassen, dass sie in der höheren Liga wettbewerbsfähig sind. Erst als sie dieses in den ersten vier Runden unter Beweis gestellt hatten, entschieden wir uns, die Aufstiegschancen im letzten Spiel nutzen zu wollen und verstärkten die Mannschaft an Brett 1. Aachens Spielabsage machte uns einen Strich durch die Rechnung.

 

In dieser Saison war dann der Aufstieg das erklärte Ziel.

Um kein Risiko einzugehen, wurde die rumänische Großmeisterin Luminita Cosma, die seit vielen Jahren erfolgreich in der Nationalmannschaft spielt, für alle Kämpfe aufgestellt.

In der vorletzten Runde saß dann mit Iulia Ionica eine weitere Großmeisterin am Brett. Diese hätte auch gegen Solingen am Sonntag gespielt.

Die dritte Großmeisterin Carmen Voicu-Jagodzinsky kam selbstverständlich genau wie die NRW-Vizemeisterin der U16 Valerija Naumenko in allen Spielen zum Einsatz.

Da es diese Saison keine Überschneidung mit der rumänischen Superliga gab, konnten wir personell aus dem Vollen schöpfen.

Zudem konnte Julia Manus am ersten Spieltag einen Punkt zum Auftaktsieg gegen Münster beisteuern. In Runde zwei kam die spanische U16-Spielerin Catriona Dartmann Aubanell zum Einsatz in Düsseldorf.

 

Natürlich stellt es einen erheblichen Wettbewerbsvorteil dar, wenn drei Großmeisterinnen, die aufgrund ihrer Spielstärke in der ersten Bundesliga spielen müssten, in der dritten Liga antreten. Eine solche Aktion war auch nur aufgrund der freundschaftlichen Beziehungen von Luminita und Iulia zu Carmen möglich.

 

Da in der zweiten Bundesliga statt an vier an sechs Brettern gespielt wird, laufen die Personalplanungen für die kommende Saison auf Hochtouren.

Der Schwerpunkt wird dabei auf jungen Spielerinnen, die noch lange nicht am Ende ihrer schachlichen Entwicklung angekommen sind, liegen.

Wir sind zuversichtlich, in den nächsten Tagen die ersten Personalentscheidungen bekanntgeben zu können.

Zudem werden die Bemühungen im Mädchenschachbereich in Hemer weiter intensiviert.

 

Zunächst sind jedoch organisatorische Fragen zu klären, zu denen auch die Suche nach Unterstützern gehört, da die Fahrten in der zweiten Bundesliga deutlich weiter sein werden und angesichts der Doppelrunden samstags und sonntags auch Übernachtungen nicht vermeidbar sein werden.

 

 

Vom Bauchgefühl und Plänen

(Ein Bericht von Andreas Jagodzinsky, 14.01.2019)

 

 

Kommen wir zum angekündigten Bericht über die vorletzte Runde der Frauenregionalliga in Porz.

Die Porzer verfügen neben einem sehr geräumigen und schönen Spiellokal über einen relativ großen Kader, in dem von sehr jungen Anfängerinnen bis zu erfahrenen Spielerinnen mit DWZ über 2000 alles vertreten ist.

Eine Prognose, ob wir einen leichten Pflichtsieg einfahren können oder mit erbittertem Widerstand rechnen müssen, ist kaum verlässlich anzustellen.

Mein Bauchgefühl sagte mir, dass Porz gegen uns eine starke Aufstellung wählen würde. Ob die Gleichung „viel Bauch=viel Gefühl“ aufgeht, weiß ich nicht. Aber gestern war meine Einschätzung jedenfalls richtig.

 

Auf dem Spielberichtsbogen tauchten bei Porz die Rangnummern 1-4 auf. Wenngleich Brett 1 kurzfristig ausfiel, war der Plan natürlich richtig, auch wenn die Zahl der in der Liga kampflos entschiedenen Partien auch gestern wieder stieg und nun bei knapp einem Viertel aller angesetzter Partien liegt.

An Brett 1 dürfte gegen unsere stärkste Spielerin WGM Cosma mit Schwarz nicht viel gehen. Aber schon an Brett 2 wartete auf Carmen Voicu-Jagodzinsky die Dritte der letzten DJEM U18, Kathrin Sewald mit einer DWZ klar über 2000.

Gegen talentierte Jugendspielerinnen ist es psychologisch immer unangenehm für die Favoritinnen.

Hier hofften die Gastgeber wahrscheinlich auf eine Überraschung, wenngleich die klare Favoritenstellung unserer Spielerin unbestritten war.

Dahinter warteten zwei Gegnerinnen mit DWZ um die 1900-er Marke.

Bislang hatten wir mit Valerija Naumenko (1726), Julia Manus (1320) und Catriona Dartmann Aubanell (1745) gespielt. Hier sollten also vermutlich die Punkte für die Gastgeberinnen eingefahren werden.

Allerdings hatten wir entschieden, so kurz vor dem Saisonende kein Risiko einzugehen und boten an Brett 3 die ehemalige rumänische Frauenmeisterin Iulia Ionica auf. Valerija rutschte an Brett 4.

Erstmals in der Vereinsgeschichte traten wir mit drei Großmeisterinnen an.

Die personelle Umstellung sollte sich als richtig erweisen. Der Kampf dauerte eigentlich nur knapp zwei Stunden. Valerija kam gegen ihre ihre favorisierte Gegnerin mit Schwarz gut aus der Eröffnung. Als unsere Spielerin nach einer Unaufmerksamkeit ihrer Gegenspielerin in bereits besserer Stellung eine Figur eroberte und wenig später gewann, stand es 2-0.

An den anderen Brettern lag keine Sensation in der Luft.

Carmen hatte in der Vorbereitung eine Schwäche in der gegnerischen Eröffnung ausgemacht und stand von Beginn an bequem. Iulia hatte zwar nicht viel aus der Eröffnung herausgeholt, aber Ansätze für Schwarz, seriöse Gewinnversuche anzustellen, gab es zu keinem Zeitpunkt. Iulia gab die Partie dann wenig später Remis, so dass Carmen ohne mannschaftstaktische Zwänge ihren erspielten Vorteil verwerten konnte.

Aufgrund des 2-2 im Parallelspiel zwischen Solingen und Düsseldorf geht unsere Mannschaft mit einem Mannschaftspunkt Vorsprung in die letzte Runde.

Im direkten Duell mit Solingen wird am 10. Februar der Aufsteiger in die zweite Bundesliga ermittelt.

 

Aufgrund des Vorsprungs in der Tabelle und der DWZ unserer Spielerinnen sind die Aussichten objektiv besser für uns. Aber Solingen verfügt über einige hochtalentierte Nachwuchsspielerinnen und kann die Mannschaft mit erfahrenen Kräften verstärken, so dass eine konzentrierte Leistung unserer Spielerinnen erforderlich sein wird, um nicht auf der Zielgeraden abgefangen zu werden.