Weihnachtsfrühstück der Frauenmannschaft

(Ein Bericht von Andreas Jagodzinsky 17.12.17)

 

Alles war angerichtet für das erste Heimspiel einer Frauenmannschaft in Hemer.

Unsere Gäste sollte der Aufstiegsfavorit aus Aachen sein.

 

Gegen 9.20 Uhr hatte ich gerade die Bretter aufgebaut und wollte Kaffee kochen, als der gegnerische Mannschaftsführer anrief. Das Auto mit den Spielerinnen war irgendwo bei Leverkusen liegengeblieben. Er bedankte sich für mein Angebot, den Kampf eine halbe oder ganze Stunde später zu beginnen, musste aber davon ausgehen, dass die Spielerinnen es auch bis 11.00 Uhr nicht schaffen würden.

Ich bereitete darauf das Frühstück vor, damit unsere teilweise von etwas weiter weg angereisten Spielerinnen nicht ganz umsonst gekommen waren.

Danach analysierten wir noch ein paar Stellungen und beendeten das Heimspieljahr mit einem kampflosen 4-0.

 

Ob uns das wirklich weiterhilft, muss man sehen. Mir ist völlig unklar, was z.B. passieren würde, wenn Aachen am letzten Spieltag Mülheim besiegt, und diese beiden Mannschaften und wir die anderen Spiele gewinnen sollten.

 

 

Starker Auftritt der Mädchen trotz Niederlage (19.11.2017)

0,5-3,5 gegen Mülheim

(Ein Bericht von Andreas Jagodzinsky)

Es kommt selten vor, dass man eine Mannschaft trotz klarer und nie in Frage stehender Niederlage loben muss, aber das Spiel der Frauenmannschaft in der Regionalliga am zweiten Spieltag in Mülheim verdient Anerkennung.

 

Der gegnerische Mannschaftsführer Daniel Hausrath hatte uns neben Aachen als einen der Hauptkonkurrenten im Aufstiegskampf ausgemacht, aber nicht recherchiert, dass unsere Spitzenspielerinnen – mit dürftigem Erfolg – am heutigen Tag alle noch in der rumänischen Superliga am Start waren.

Zudem musste auch unsere Gastspielerin Mona Lehmann kurzfristig absagen.

Somit traten wir mit Eva Rudolph, Valerija Naumenko, Julia Manus und Kim Drees die Reise ins Ruhrgebiet an. Alle vier hatten vor fast einem Jahr an der DVM U14w in Düsseldorf teilgenommen. Die 15-jährige Kim war unsere älteste Spielerin.

Mülheim hatte in Erwartung einer stärkeren Hemeraner Aufstellung ihre Rangnummern 2-5 an die Bretter gebracht. Brett 1 wies fast 2100 DWZ-Punkte aus. Die anderen drei Spielerinnen hatten mehr als 1900 DWZ-Punkte.

 

Trotzdem entwickelten sich offene Partien. Erst nach etwa zwei Stunden büßte Kim eine Qualität ein, wonach die Partie nicht mehr zu retten war, wenngleich Kim noch etwa eine Stunde Widerstand leistete.

Eva hatte am Spitzenbrett nie Probleme und ihre Partie stets unter Kontrolle. An dieser Stelle gilt mein Dank dem Düsseldorfer Vorsitzenden Günther Coen, der unsere Gastspielerin nach Mülheim gebracht hatte.

Als Eva ein Remisangebot erhielt, war die Stellung ausgeglichen, so dass die Annahme logisch war. Die Höchststrafe von 0-4 blieb uns erspart.

Auch Valerija hatte eine wirklich gute Partie gespielt und ihrer erfahrenen Gegnerin große Schwierigkeiten bereitet. In Zeitnot verlor sie leider die Übersicht und musste nach fast vier Stunden aufgeben. Eine genaue Analyse wird sicher zeigen, wie die Stellung zwischendurch zu bewerten war.

Leid tun konnte allen Beteiligten inklusive ihrer Gegnerin Julia.

Sie hatte gegen eine Gegnerin mit fast 700 DWZ-Punkten mehr eine hervorragende Partie gespielt. Sie erreichte ein Doppelturmendspiel, in dem exakte Verteidigungszüge gefordert waren, die Julia alle fand.

Zum Schluss erreichte sie ein ausgeglichenes Bauernendspiel, in dem sie einfach nur still stehenbleiben musste und mit dem König zwischen e2 und d2 pendeln musste. Leider ermöglichte sie aber durch einen unbedachten Bauernzug nach dem 60. Zug ihrer Gegnerin, in die Stellung einzudringen und die Partie noch zu gewinnen.

Nach dem Kampfverlauf fiel die Niederlage damit einen halben Punkt zu hoch aus. Trotzdem können die Mädchen stolz auf ihre Leistung sein.

Damit stehen wir im ersten Heimspiel gegen den Favoriten aus Aachen unter Druck.

Aber alle Mädchen haben wertvolle Erfahrungen sammeln können.

 

Das letzte Lob gebührt dem Gastgeber um die Eheleute Hausrath für den hervorragend organisierten Kampf und den leckeren Kuchen.

 

 


Erfolgreicher Einstand für Hemers Frauen (20.10.2017)

(Bericht von Andreas Jagodzinsky)

 

Am 15. Oktober war es soweit. Erstmals in der 85-jährigen Vereinsgeschichte trat eine Frauenmannschaft des SV Hemer zu einem Punktspiel an.

In der Regionalliga sind wir in der Staffel West eingruppiert. Es handelt sich um die stärkste Gruppe mit dem Zweitligaabsteiger und ehemaligen Bundesligisten aus Mülheim sowie der Frauenmannschaft aus Aachen, die klar das Ziel „Aufstieg“ ausgegeben hat.

Mittelfristig ist das auch das Ziel unserer Mannschaft, die allerdings einen klaren Schwerpunkt auf der Heranführung (eigener) Talente hat, so dass hier noch kein Aufstiegsdruck besteht.

Zum ersten Spiel in Münster machten sich Hemers Spielertrainerin Carmen Voicu-Jagodzinsky mit unserer 13-jährigen Gastspielerin Eva Rudolph und den beiden „Eigengewächsen“ Valerija Naumenko (14) und Julia Manus (13) auf den Weg.

Münster spielt mit der ersten Frauenmannschaft in der zweiten Bundesliga. Die zweite Mannschaft, die unser Gegner war, dient vorrangig dazu, talentierten jungen Spielerinnen Spielpraxis zu verschaffen. Somit waren wir Favoritinnen.

Eva war der erste Partiegewinn in einem Frauenligapunktspiel vorbehalten. Souverän löste die Vierte der Deutschen Meisterschaften der U12w 2016 ihre Aufgabe. Minuten später setzte auch Julia ihre Gegnerin matt. Carmen entschied kurz darauf den Mannschaftskampf mit ihrem Sieg zu unseren Gunsten. Nur Valerija kam mit der entstandenen Stellung nicht so gut zurecht und musste ihrer talentierten Gegnerin Linda Becker, die 2016 als Gastspielerin unsere U14w-Mannschaft bei der Qualifikation zur Deutschen Vereinsmannschaftsmeisterschaft unterstützt hatte, zum Sieg gratulieren.

 

Mit dem 3-1 belegen wir nach der ersten Runde Platz zwei hinter den Favoritinnen aus Aachen. Als nächstes steht eine Reise nach Mülheim an, ehe wir im Dezember unsere Heimpremiere gegen Aachen feiern werden.