Neuvorstellung Frauenmannschaft

(Bericht von Andreas Jagonzinsky 21.05.2019)

 

Nach dem Aufstieg der Frauenmannschaft des Schachvereins Hemer in die 2. Bundesliga sind die Personalplanungen abgeschlossen.

 

Nachdem mit Lisa-Marie Möller, NRW-Vizemeisterin der U18 aus Paderborn, Linda Becker, NRW-Meisterin U14 aus Plettenberg, Katharina Ricken, Nr. 3 der deutschen U16-Rangliste und Katrin Sewald, Bronzemedaillengewinnerin der Deutschen Meisterschaften U18 im Vorjahr aus Köln, vier hochtalentierte Nachwuchsspielerinnen die Hemeraner Frauenmannschaft verstärken werden, kommt nun eine international erfahrene Jugendspielerin hinzu.

Die 14-jährige Rumänin Alessia-Mihaela Ciolacu gewann 2016 die EU-Meisterschaften der Altersklasse U12. Ihre bislang erfolgreichstes Jahr war das vergangene, als sie bei den Europameisterschaften im Schnellschach in der Altersklasse U14 die Bronzemedaille und mit der rumänischen U18-Mannschaft die Silbermedaille bei den Mannschaftseuropameisterschaften gewinnen konnte.

Ciolacu steht mittlerweile kurz vor ihrem Debüt in der rumänischen Frauennationalmannschaft.

Hemers Jugendtrainerin Carmen Voicu-Jagodzinsky war als Trainerin der deutschen U12-Mannschaft bei den Europameisterschaften 2018, wo ihr die rumänische Nachwuchsspielerin aufgefallen ist. Da die für Hemer am ersten Brett spielende Großmeisterin Luminta Cosma seit einigen Monaten mit Ciolacu trainiert, war der Wechsel möglich.

 

 

Die Mannschaft dürfte in Bestbesetzung auch in der 2. Bundesliga zu den stärksten Mannschaften gehören, so dass der angestrebte Klassenerhalt bei normalem Verlauf zu erreichen sein sollte.


Auch Katharina Ricken verstärkt die Frauenmannschaft

(Ein Bericht von Andreas Jagodzinsky, 18.05. 2019)

 

Mitte Mai stehen unsere Gastspielerinnen für die neue Saison in der zweiten Bundesliga fest.

Mit Katharina Ricken aus Krefeld kommt eine weitere talentierte Jugendspielerin in die Mannschaft.

Sie gehört im Jahrgang 2004 zur deutschen Spitze bei den Mädchen und hat für die Deutschen Meisterschaften in der U16 einen Freiplatz erhalten.

Zuletzt gelangen Katharina einige schöne Ergebnisse, die sie erstmals die DWZ-Marke von 1900 passieren ließen.

In der vergangenen Regionalligasaison war sie als Gastspielerin für die SG Porz aktiv. Zusammen mit Kathrin Sewald und Lisa-Marie Möller wird sie die Lücke zwischen den erfahrenen rumänischen Großmeisterinnen und den heimischen Nachwuchsspielerinnen aus Südwestfalen und Hemer im Kader schließen.

 

Das ist auch deshalb wichtig, weil es zu einer Änderung des Terminkalenders gekommen ist, so dass die Saison bereits im September beginnen wird, wo uns eine Überschneidung mit der rumänischen Superliga droht.

 

 

Wir freuen uns, dass wir eine weitere begabte junge Spielerin für die Mannschaft gewinnen konnten und sind uns sicher, dass Katharina zusammen mit den anderen Frauen und Mädchen eine spannende und erfolgreiche Auftaktsaison in der zweiten Bundesliga haben wird.


Noch ein Neuzugang für die Frauenmannschaft

(Ein Bericht von Andreas Jagodzinsky, 02.05.2019)

 

Wer aufmerksam zwischen den Zeilen der Berichterstattung der NRW-Meisterschaften gelesen hat, konnte es sich schon denken. Die NRW-Vizemeisterin der U18w wird in der neuen Saison ebenfalls als Gastspielerin die Frauenmannschaft des SV Hemer verstärken.

Lisa-Marie Möller hat in den vergangenen Jahren in Paderborn bereits Spielpraxis in der zweiten Liga sammeln können.

Es bestehen daher keine Zweifel, dass sie die erforderliche Spielstärke für diese Liga aufweist und ist als sofortige Verstärkung eingeplant.

Bei den gerade beendeten NRW-Meisterschaften musste sie nach einer überraschenden Niederlage einige bange Momente überstehen. Am Ende qualifizierte sie sich als Vizemeisterin jedoch für die Deutschen Jugendeinzelmeisterschaften in Willingen.

 

Damit sind fast alle Plätze in der Mannschaft besetzt. Die nächsten Vorstellungen folgen in Kürze.


Kathrin Sewald verstärkt Hemers Frauenmannschaft

(Ein Bericht von Andreas Jagodzinsky, 23.02.2019)

 

Nur wenige Tage nach dem Aufstieg der Frauenmannschaft in die 2.Bundesliga steht der erste Neuzugang für unsere Frauenmannschaft für die Saison 2019/20 fest. Von der SG Porz kommt Kathrin Sewald als Gastspielerin zum SV Hemer. In ihrem Jahrgang war sie viele Jahre die stärkste Jugendspielerin in NRW Von 2015-2018 gewann sie viermal in Folge die NRW-Einzelmeisterschaften in den Altersklassen U16 und U18. Im letzten Jahr konnte sie bei der Deutschen Jugendeinzelmeisterschaft in der U18w die Bronzemedaille gewinnen und nahm erfolgreich an den Jugendeuropameisterschaften teil und erreichte dort Platz 16. Mit der Jungenmannschaft der SG Porz wurde sie Ende des Jahres Deutsche Meisterin in der Altersklasse U20.

 

Sie zählt mit einer DWZ von über 2000 aktuell zu den 25 stärksten Frauen in NRW und ist die sechstbeste deutsche Spielerin in der U20, wobei ihre schachliche Entwicklung noch lange nicht abgeschlossen ist. Kathrin könnte in vielen Zweitligamannschaften an einem der Spitzenbretter spielen, hat sich aber aufgrund der sportlichen Perspektive unserer Mannschaft dafür entschieden, zukünftig für die Frauenmannschaft des SV Hemer anzutreten.

 

Wir sind froh, dass wir Kathrin für uns gewinnen konnten und damit unserem Ziel, mit talentierten Nachwuchsspielerinnen in der 2. Bundesliga antreten zu können, ein Stück nähergekommen sind. 

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Hemer ist Zweitligist

(Ein Bericht von Andreas Jagodzinsky, 06.02.2019)

 

Es ist der größte Erfolg der Vereinsgeschichte.

Die Frauenmannschaft des Schachvereins hat im zweiten Anlauf den Aufstieg in die zweite Bundesliga geschafft.

Eigentlich hätte am Sonntag noch das Duell gegen den unmittelbaren Verfolger aus Solingen auf dem Spielplan gestanden. Aber aufgrund von Personalproblemen mussten unsere Gegnerinnen das Spiel absagen.

Es ist natürlich bedauerlich, dass genau wie im letzten Jahr der Aufstieg letztlich durch ein kampfloses Resultat besiegelt worden ist. Aber wenigstens war dieses Mal keine weitere Mannschaft von der Absage betroffen, sondern der Tabellenführer selbst profitierte vom Ausfall. Dafür, dass Solingens Vorsitzender und Mannschaftsführer Oliver Kniest mit seiner frühzeitigen Absage unseren Spielerinnen unnötige Reisen erspart hat und für die aufrichtigen Glückwünsche zum Aufstieg an dieser Stelle mein Dank.

 

Der Aufstieg selbst kam nicht unerwartet, wenngleich an vier Brettern immer mal wieder eine Überraschung möglich ist.

In der Vorsaison ging es darum, Erfahrungen zu sammeln, weil aus unserer Sicht ein Aufstieg nur sinnvoll ist, wenn auch die eigenen Nachwuchsspielerinnen erkennen lassen, dass sie in der höheren Liga wettbewerbsfähig sind. Erst als sie dieses in den ersten vier Runden unter Beweis gestellt hatten, entschieden wir uns, die Aufstiegschancen im letzten Spiel nutzen zu wollen und verstärkten die Mannschaft an Brett 1. Aachens Spielabsage machte uns einen Strich durch die Rechnung.

 

In dieser Saison war dann der Aufstieg das erklärte Ziel.

Um kein Risiko einzugehen, wurde die rumänische Großmeisterin Luminita Cosma, die seit vielen Jahren erfolgreich in der Nationalmannschaft spielt, für alle Kämpfe aufgestellt.

In der vorletzten Runde saß dann mit Iulia Ionica eine weitere Großmeisterin am Brett. Diese hätte auch gegen Solingen am Sonntag gespielt.

Die dritte Großmeisterin Carmen Voicu-Jagodzinsky kam selbstverständlich genau wie die NRW-Vizemeisterin der U16 Valerija Naumenko in allen Spielen zum Einsatz.

Da es diese Saison keine Überschneidung mit der rumänischen Superliga gab, konnten wir personell aus dem Vollen schöpfen.

Zudem konnte Julia Manus am ersten Spieltag einen Punkt zum Auftaktsieg gegen Münster beisteuern. In Runde zwei kam die spanische U16-Spielerin Catriona Dartmann Aubanell zum Einsatz in Düsseldorf.

 

Natürlich stellt es einen erheblichen Wettbewerbsvorteil dar, wenn drei Großmeisterinnen, die aufgrund ihrer Spielstärke in der ersten Bundesliga spielen müssten, in der dritten Liga antreten. Eine solche Aktion war auch nur aufgrund der freundschaftlichen Beziehungen von Luminita und Iulia zu Carmen möglich.

 

Da in der zweiten Bundesliga statt an vier an sechs Brettern gespielt wird, laufen die Personalplanungen für die kommende Saison auf Hochtouren.

Der Schwerpunkt wird dabei auf jungen Spielerinnen, die noch lange nicht am Ende ihrer schachlichen Entwicklung angekommen sind, liegen.

Wir sind zuversichtlich, in den nächsten Tagen die ersten Personalentscheidungen bekanntgeben zu können.

Zudem werden die Bemühungen im Mädchenschachbereich in Hemer weiter intensiviert.

 

Zunächst sind jedoch organisatorische Fragen zu klären, zu denen auch die Suche nach Unterstützern gehört, da die Fahrten in der zweiten Bundesliga deutlich weiter sein werden und angesichts der Doppelrunden samstags und sonntags auch Übernachtungen nicht vermeidbar sein werden.

 

 

Vom Bauchgefühl und Plänen

(Ein Bericht von Andreas Jagodzinsky, 14.01.2019)

 

 

Kommen wir zum angekündigten Bericht über die vorletzte Runde der Frauenregionalliga in Porz.

Die Porzer verfügen neben einem sehr geräumigen und schönen Spiellokal über einen relativ großen Kader, in dem von sehr jungen Anfängerinnen bis zu erfahrenen Spielerinnen mit DWZ über 2000 alles vertreten ist.

Eine Prognose, ob wir einen leichten Pflichtsieg einfahren können oder mit erbittertem Widerstand rechnen müssen, ist kaum verlässlich anzustellen.

Mein Bauchgefühl sagte mir, dass Porz gegen uns eine starke Aufstellung wählen würde. Ob die Gleichung „viel Bauch=viel Gefühl“ aufgeht, weiß ich nicht. Aber gestern war meine Einschätzung jedenfalls richtig.

 

Auf dem Spielberichtsbogen tauchten bei Porz die Rangnummern 1-4 auf. Wenngleich Brett 1 kurzfristig ausfiel, war der Plan natürlich richtig, auch wenn die Zahl der in der Liga kampflos entschiedenen Partien auch gestern wieder stieg und nun bei knapp einem Viertel aller angesetzter Partien liegt.

An Brett 1 dürfte gegen unsere stärkste Spielerin WGM Cosma mit Schwarz nicht viel gehen. Aber schon an Brett 2 wartete auf Carmen Voicu-Jagodzinsky die Dritte der letzten DJEM U18, Kathrin Sewald mit einer DWZ klar über 2000.

Gegen talentierte Jugendspielerinnen ist es psychologisch immer unangenehm für die Favoritinnen.

Hier hofften die Gastgeber wahrscheinlich auf eine Überraschung, wenngleich die klare Favoritenstellung unserer Spielerin unbestritten war.

Dahinter warteten zwei Gegnerinnen mit DWZ um die 1900-er Marke.

Bislang hatten wir mit Valerija Naumenko (1726), Julia Manus (1320) und Catriona Dartmann Aubanell (1745) gespielt. Hier sollten also vermutlich die Punkte für die Gastgeberinnen eingefahren werden.

Allerdings hatten wir entschieden, so kurz vor dem Saisonende kein Risiko einzugehen und boten an Brett 3 die ehemalige rumänische Frauenmeisterin Iulia Ionica auf. Valerija rutschte an Brett 4.

Erstmals in der Vereinsgeschichte traten wir mit drei Großmeisterinnen an.

Die personelle Umstellung sollte sich als richtig erweisen. Der Kampf dauerte eigentlich nur knapp zwei Stunden. Valerija kam gegen ihre ihre favorisierte Gegnerin mit Schwarz gut aus der Eröffnung. Als unsere Spielerin nach einer Unaufmerksamkeit ihrer Gegenspielerin in bereits besserer Stellung eine Figur eroberte und wenig später gewann, stand es 2-0.

An den anderen Brettern lag keine Sensation in der Luft.

Carmen hatte in der Vorbereitung eine Schwäche in der gegnerischen Eröffnung ausgemacht und stand von Beginn an bequem. Iulia hatte zwar nicht viel aus der Eröffnung herausgeholt, aber Ansätze für Schwarz, seriöse Gewinnversuche anzustellen, gab es zu keinem Zeitpunkt. Iulia gab die Partie dann wenig später Remis, so dass Carmen ohne mannschaftstaktische Zwänge ihren erspielten Vorteil verwerten konnte.

Aufgrund des 2-2 im Parallelspiel zwischen Solingen und Düsseldorf geht unsere Mannschaft mit einem Mannschaftspunkt Vorsprung in die letzte Runde.

Im direkten Duell mit Solingen wird am 10. Februar der Aufsteiger in die zweite Bundesliga ermittelt.

 

Aufgrund des Vorsprungs in der Tabelle und der DWZ unserer Spielerinnen sind die Aussichten objektiv besser für uns. Aber Solingen verfügt über einige hochtalentierte Nachwuchsspielerinnen und kann die Mannschaft mit erfahrenen Kräften verstärken, so dass eine konzentrierte Leistung unserer Spielerinnen erforderlich sein wird, um nicht auf der Zielgeraden abgefangen zu werden.