Nach mehreren Jahren Pause richtet der Schachverein Hemer wieder ein großes Turnierwochenende aus. Am 18. und 19. Oktober 2025 finden im Alten Casino Hemer das 1. Hemeraner Rapid Open sowie das 1. Hemeraner Jugend-Rapidturnier statt. Die Teilnehmenden können sich auf spannende Partien, faire Wettkämpfe und eine angenehme Turnieratmosphäre freuen.
Für Verpflegung zu fairen Preisen ist gesorgt, außerdem werden die Spitzenbretter live übertragen.
Wir freuen uns auf zahlreiche Anmeldungen!
Alle Details sind in der Turnierausschreibung zu finden.
Hinweis: Der Preisfonds kann sich durch zusätzliche Sponsoren noch erhöhen.
Um euch anzumelden klickt hier oder navigiert euch über Turniere > 1.Hemeraner Rapidopen.
(Ein Bericht von Andreas Jagodzinsky, 28.09.2025)
Alle Mannschaften im Erwachsenenbereich haben die Saison begonnen.
Die Bilanz ist rein punktemäßig schlecht.
Nur die zweite Mannschaft kam in der Verbandsklasse zu einem deutlichen 7-1 Sieg.
Hier die Einzelergebnisse: Verbandsklasse Nord 2025/26, Runde 1 am 21. September 2025 14:00 Uhr
Alle anderen Mannschaften mussten Niederlagen hinnehmen.
Über die Frauen hatten wir an dieser Stelle bereits ausführlich berichtet.
Die Niederlagen waren aber in Anbetracht der Qualität der Gegnerinnen erwartet worden, und insbesondere gegen Schwäbisch-Hall war Hemer nahe an der Sensation.
Gleiches kann man weder über die erste Mannschaft beim 1,5-6,5 gegen Aachen II noch über die dritte beim 1,5-4,5 in der Bezirksliga gegen Menden II (Verbands-Bezirksliga 2025/26 Staffel 3, Runde 1 am 27. September 2025 15:00 Uhr) sagen.
Da muss in den kommenden Kämpfen bei beiden Mannschaften deutlich mehr kommen. Gerade die erste Mannschaft sollte vor allem in den kommenden Spielen zusehen, die Spitzenspieler und -spielerinnen auch an die Bretter zu bekommen.
Dass Hemer I und Hemer II zu 6/8 identisch waren, spricht für sich.
(Ein Bericht von Andreas Jagodzinsky, 21.09.2025)
Mit Schwäbisch-Hall wartete der nächste Brocken auf unsere Frauen.
Dreimal (zuletzt 2024) waren diese schon Deutsche Meisterinnen.
Wir sind in jeder einzelnen Partie Außenseiter. Das kennen wir aber schon, ist doch unsere bisherige Bilanz eindeutig.
Die Ergebnisse lauten: 0-6, 0-6, 1,5-4,5
Und in Anbetracht der eigenen Aufstellung war erneut eine hohe Niederlage im Bereich des Möglichen.
Doch es kam ganz anders.
Alle Spielerinnen wuchsen über sich hinaus. Als erste kam unsere jüngste Spielerin, die 12-jährige Lilian Schirmbeck (1927) gegen WGM Petra Papp (2265) zu einem Remis. Ihre Gegnerin schätzte ihre Stellung zurecht negativ ein und zog mit dem Remis die Notbremse.
An Brett zwei gelang Lucie Rybackova eine Punkteteilung gegen IM Sophie Milliet (2351).
Die Niederlage von Alicia Kovalskyy (1948) gegen FM Boleslava Krasteva (2325) hatte sich schon längere Zeit abgezeichnet.
Aber dann überschlugen sich die Ereignisse. Sowohl Helena Neumann (2126) gegen GM (!) Bela Kotaneshvili (2416) Eva Kulovana (2088) gegen IM Pauline Guichard (2329) und Lisa-Marie Mökker (1949) gegen IM Ana Matnadze Bujiashvili (2328) standen zunächst unter Druck, aber konnten sich nicht nur lange verteidigen, sondern kamen plötzlich zu Chancen. Als erste erhielt Helena für einen Zug eine Gewinnchance, die sie leider ausließ. Und damit zeichnete sich ab, dass die routinierten Gegnerinnen an allen Brettern jeweils Unentschieden retten könnten.
Und so kam es am Ende auch.
Doch die Leistungen in allen Partien machen Mut für den weiteren Saisonverlauf.
Hier die Partien: German Women's Bundesliga 2025/26 • Round 2 • lichess.org
(Ein Bericht von Andreas Jagodzinsky, 20.09.2025)
Die Tabellenführung nach einer Stunde war erwartungsgemäß nicht zu halten.
Hier noch einmal der Screenshot:
Es war Eva Kulovana, unserer einzigen Großmeisterin im Team heute vorbehalten, mit einer problemlosen Punkteteilung für das erste Ergebnis des Tages zu sorgen.
Doch es blieb der erwartet schwere Kampf. Am Ende kann wirklich jede unserer Spielerinnen mindestens einer verpassten Chance nachzutrauern. Aber um es klar zu sagen: ein Mannschaftspunkt war nie im Bereich des Möglichen.
Ganz früh schon kam Lisa-Marie Möller vom rechten Weg ab. Sie verpasste die Chance eine gut spielbare Stellung zu bekommen und geriet stattdessen in eine fast verlorene Position. Dass die Partie am Ende noch so lange lief, war fast schon überraschend. Sie bekam aber nie mehr eine Chance, die Niederlage abzuwenden.
Auch Lilian Schirmbeck stand früh sehr schlecht. Kurz vor Schluss bot sich dann die überraschende Chance, die Stellung wieder auszugleichen. Aber bei knapper Zeit ging sie an der unverhofften Gelegenheit vorbei.
Auch Helena Neumann stand aus der Eröffnung heraus problematisch. Auch sie erhielt irgendwann noch für einen Zug die Chance, Gegenspiel zu bekommen. Aber als sie diese Chance ausließ, dauerte es nicht lange, bis sie aufgeben musste.
Die beiden besten Partien spielten Alicia Kovalskyy und Lucie Rybackova.
Alicias Partie erinnerte mich im Turmendspiel ein wenig an die Letztrundenpartie von Matthias Blübaum im Grandswiss. Weiß musste akkurat spielen, aber sollte dann die Punkteteilung erreichen. Und genau so machte es auch Alicia.
Lucie hielt gegen Zoya Schleining gut mit, verteidigte sich umsichtig und hatte im Endspiel sogar einen Mehrbauern. Allerdings musste sie schließlich anerkennen, dass die gegnerische Leichtfigur die bessere war. Als noch Türme auf dem Brett waren, reichte das ihrer erfahrenen Gegnerin für den Ausgleich. Nach dem Turmtausch war die Stellung sogar gewonnen für ihre Gegnerin.
Und so stand es am Ende 1-5.
Morgen früh geht es gegen Schwäbisch-Hall weiter.
(Ein Bericht von Andreas Jagodzinsky, 20.09.2025)
Wenn man von Eva Kulovana absieht, die heute zum 14. Mal für uns in der Bundesliga zum Einsatz kommt, aber natürlich über jahrelange Spielpraxis für den SK Großlehna verfügt, dann ist heute Lisa-Marie Möller mit sieben Bundesligaspielen unsere erfahrenste Akteurin beim Bundesligaauftakt in Deizisau.
Alicia Kovalskyy kommt heute zu ihrem zweiten Spiel in der Bundesliga. Ihr bislang einziges Spiel hatte sie letzte Saison gegen Schwäbisch-Hall, unseren morgigen Gegner.
Für Helena Neumann (17), Lucie Rybackova (16) und Lilian Schirmbeck (12) ist es jeweils das Bundesligadebüt.
Wer sich nun fragt, ob es gleich wieder mit Personalproblemen in die neue Saison geht oder ob wir die Jugendförderung noch einmal steigern, dem kann ich sagen: Beides stimmt.
Von vorneherein war klar, dass die an diesem Wochenende startenden Rumänischen Mannschaftsmeisterschaften die Einsätze von Luminta Cosma, Carmen Voicu-Jagodzinsky und Alessia Ciolacu unmöglich machen.
Zudem fehlen Michelle und Tamila Trunz aufgrund einer Schulveranstaltung.
Da wir mit Deizisau und Schwäbisch-Hall aber zwei deutlich bessere Gegner haben, bot es sich an, Spielerinnen zu ihrem Bundesligadebüt zu verhelfen.
Helena Neumann befindet sich derzeit in hervorragender Form. Daher wäre sie vermutlich auch dann zum Einsatz gekommen, wenn unsere rumänischen Spielerinnen einsatzbereit gewesen wären.
Lucie Rybackova ist eine spannende neue Spielerin aus Tschechien, die durch die Empfehlung ihrer Trainerin Eva Kulovana den Weg zu uns gefunden hat.
Lisa-Marie steht seit der ersten Zweitligasaison im Kader, konzentriert sich mittlerweile sinnvollerweise auf ihr Jurastudium, aber ist immer eine zuverlässige Spielerin im Team.
Und an den Brettern fünf und sechs kommen zwei deutsche Nachwuchskaderspielerinnen zum Einsatz. Alicia Kovalskyy und Lilian Schirmbeck (Dank an beide Väter für die Bilder an diesem Wochenende!) verfügen über reichlich internationale Erfahrung im Nachwuchsbereich und sollen sich nun an das Niveau in der stärksten Liga der Welt herantasten.
Wer live verfolgen will, wie sich unsere junge Truppe schlägt, schaut hier: German Women's Bundesliga 2025/26 • Round 1 • lichess.org